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Juckende Kopfhaut: Das können Sie gegen Juckreiz und Schuppen tun

Anti-Schuppen-Shampoos  

Falsche Haarpflege lässt Kopfhaut jucken

13.08.2020, 09:25 Uhr
Juckende Kopfhaut: Das können Sie gegen Juckreiz und Schuppen tun. Eine juckende Kopfhaut kann viele Ursachen haben.  (Quelle: Getty Images/LarsZahnerPhotography)

Eine juckende Kopfhaut kann viele Ursachen haben. (Quelle: LarsZahnerPhotography/Getty Images)

Juckende und schuppende Kopfhaut plagt viele Menschen. Nicht immer ist eine Erkrankung die Ursache. Oft sind eine falsche Haarpflege oder ungeeignete Shampoos der Auslöser. Was der Kopfhaut besonders schadet und worauf es beim Haarewaschen ankommt.

Juckende Kopfhaut ist zum Verrücktwerden: Ständig ist man am Kratzen und macht dadurch alles nur schlimmer. Rötungen, Schuppen und sogar blutige Stellen sind keine Seltenheit, wenn der Juckreiz auf dem Kopf überhandnimmt.

Juckreiz und Schuppen: Trockene Kopfhaut ist häufigste Ursache

Die häufigste Ursache für juckende Stellen und Schuppen ist eine ausgetrocknete Kopfhaut, etwa durch Fehler beim Haarewaschen. Heißes Wasser, häufiges Waschen, zu viel Shampoo und Shampoo-Rückstände sind laut Experten für die sensible Kopfhaut eine echte Herausforderung. Auch eine Tönung oder Färbung, die nicht vertragen wurde, kann juckende und möglicherweise schuppende Stellen verursachen.

"Hinter normalen Kopfschuppen können zudem eine SchuppenflechteNeurodermitisPilzinfektionen oder ein seborrhoisches Ekzem stecken", erklärt der Hautarzt Dr. Dirk Meyer-Rogge. Vor allem bei Hauterkrankungen oder systemischen Erkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte können die Betroffenen zusätzlich auch unter Haarausfall leiden.

Hausmittel bei Juckreiz und Neurodermitis

"Gegen trockene Haut bei Neurodermitikern kann es helfen, in bis zwei Mal pro Woche über Nacht die Kopfhaut mit Olivenöl einzufetten", sagt Meyer-Rogge, Diese Ölkur eignet sich auch bei trockener, juckender Kopfhaut, die nicht durch diese Hauterkrankung verursacht wird. Das Öl sollte sanft in die Kopfhaut einmassiert werden und am besten über Nacht einwirken. Da sich Olivenöl aber nur schwer auswaschen lässt, sollte es am besten zusammen mit Rizinusöl aufgetragen werden, um das anschließende Haarewaschen zu erleichtern.

Außerdem empfehlen Experten auch oft Kokosöl. Es kann die Haut beruhigen und hat zudem eine leicht antibakterielle und antimykotische Wirkung gegenüber Bakterien und Pilzen.

Anti-Schuppen-Shampoos oft zu aggressiv für die Haut

Die Wahl des Shampoos beeinflusst die Gesundheit der Kopfhaut ebenfalls. Viele Menschen nutzen bei juckender Kopfhaut Schuppenshampoos. Diese aber verstärken in der Regel die Trockenheit zusätzlich, sodass der Juckreiz zunimmt.

Auch herkömmliche Shampoos eignen sich wegen der oft enthaltenen aggressiven Substanzen wie Zinkpyrithion, Selendisulfid oder Pirocton-Olamin nicht. Sanfter und darum meist besser verträglich sind Bioshampoos, die oft mit Thymian, Wacholder oder Tonerde angereichert sind.

Am besten pH-neutrale Shampoos ohne Silikone

Auch Silikone in Shampoos können das Gleichgewicht auf dem Kopf laut Experten erheblich stören und die Fett- und Feuchtigkeitsbalance beeinflussen. Das Silikon legt sich wie eine Hülle um das Haar, macht es dadurch besser kämmbar und erhöht den Glanz. Einen pflegenden Effekt hat es aber weder auf die Haare, noch auf die Kopfhaut.

Besser sind laut Experten pH-neutrale Shampoos, die ohne Silikone, Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe auskommen. Neben Sensitiv-Shampoos für Erwachsene sind Babyshampoos eine mögliche Alternative zum bisher verwendeten Produkt, da sie die Kopfhaut weniger stark entfetten und häufig zusätzliche Pflegestoffe enthalten, etwa Olivenöl. Welches Shampoo die Kopfhaut am besten verträgt, muss jeder selbst ausprobieren.

Hört der Kopf nicht auf zu jucken, besser zum Arzt

Lässt der Juckreiz trotz mildem Shampoo, regelmäßigen Ölkuren und einer Verlängerung der Waschintervalle nicht nach, sollten Sie einen Hautarzt aufsuchen. Eine gründliche Untersuchung der Kopfhaut schafft Klarheit, ob hinter juckender, schuppender Kopfhaut womöglich Allergien, ein Ekzem oder eine Pilzinfektion stecken.

"Menschen mit Schuppenflechte kann ein entzündungshemmendes Schuppenshampoo helfen, beim seborrhoischen Ekzem empfiehlt sich ein spezielles Pilzshampoo und bei einer Pilzinfektionen nutzt man ein Pilzmedikament", fasst der Hautarzt Dirk Meyer-Rogge zusammen. Ansonsten gilt auch hier: Bei der normalen Haarpflege ist weniger oft mehr.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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