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Das sollten Bluthochdruck-Patienten jetzt beachten

  • Melanie Rannow
Von Melanie Rannow

Aktualisiert am 24.02.2022Lesedauer: 2 Min.
Blutdruck messen: Hypertonie-Patienten sollten regelmäßig ihre Werte kontrollieren.
Blutdruck messen: Hypertonie-Patienten sollten regelmäßig ihre Werte kontrollieren. (Quelle: PIKSEL/getty-images-bilder)
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Insbesondere ältere Menschen sind durch eine Infektion mit dem Coronavirus gefährdet. Sie leiden besonders häufig an Bluthochdruck. Wir haben die wichtigsten Informationen zur Medikation und Blutdruckmessung gesammelt.

Das Wichtigste im Überblick


  • 1. Setzen Sie Ihre Medikation nicht leichtfertig ab
  • 2. Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck regelmäßig zu Hause
  • 3. Gehen Sie kritisch mit (Fehl-)Informationen um
  • 4. Befolgen Sie weiterhin die allgemeinen Schutzmaßnahmen

Viele Bluthochdruck-Patienten zählen im Falle einer Corona-Infektion zur Risikogruppe. Wenn die Werte nicht unter Kontrolle sind und andere gesundheitliche Einschränkungen bestehen, kann ein schwerer Verlauf der Erkrankung Covid-19 drohen. Die Deutsche Hochdruckliga hat deshalb Empfehlungen für Menschen mit Bluthochdruck herausgegeben.


So beugen Sie Bluthochdruck vor

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1. Setzen Sie Ihre Medikation nicht leichtfertig ab

Meldungen, dass bestimmte Blutdrucksenker anfälliger für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 machen könnten, haben am Anfang der Pandemie viele Menschen verunsichert. Die Spekulationen beziehen sich auf Medikamente aus der Gruppe der ACE-Hemmer und der Sartane. Die Deutsche Hochdruckliga warnt vor Falschinformationen und betont in einer Mitteilung, mögliche Zusammenhänge seien "völlig unklar".

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An Patienten mit Bluthochdruck richtet sich deshalb der Appell, die Dosis von Blutdruckmedikamenten weder zu verringern noch diese gar eigenmächtig abzusetzen.

Zum einen gebe es Daten, denen zufolge genau diese Medikamente sogar vor einem Lungenversagen schützen könnten. Zum anderen dürfe nicht unterschätzt werden, dass das Absetzen von Blutdrucksenkern zu hohen Gesundheitsrisiken führt. Insbesondere Hochrisikopatienten könnten schwere Erkrankungen wie einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erleiden.

2. Kontrollieren Sie Ihren Blutdruck regelmäßig zu Hause

Die aktuelle Situation macht es notwendig, dass zwischenmenschliche Kontakte eingeschränkt werden. Auch Arztbesuche sollten nur stattfinden, wenn sie nötig sind. Daher rät die Deutsche Hochdruckliga zu einem einfachen Vorgehen: Bluthochdruck-Patienten sollten ihren Blutdruck selbst zu Hause mithilfe eines gewöhnlichen Blutdruckmessgeräts messen und die Werte in einem Blutdruck-Tagebuch dokumentieren.

Die Messdaten können dann auch an den behandelnden Arzt zur Kontrolle weitergeleitet werden. Ein empfehlenswertes Modell zur Messung des Blutdrucks ist zum Beispiel der Braun ExactFit 5, der Testsieger bei Stiftung Warentest.

So gehen Sie bei der Kontrolle der Blutdruckwerte im Einzelnen vor:

  • Messen Sie Ihren Blutdruck eine Woche im Monat – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Am besten einmal morgens und abends in Ruhe.
  • Tragen Sie die Werte in das Blutdruck-Tagebuch ein.
  • Übermitteln Sie Ihre Daten dem Arzt nach drei Monaten oder legen Sie sie beim Praxisbesuch vor.
  • Der Arzt prüft den Verlauf und meldet sich telefonisch, falls eine Dosisanpassung oder Therapieumstellung erforderlich ist.
  • Sie können alternativ auch Apps zur Messwerterfassung einsetzen. Wichtig ist hierbei, dass das Messprotokoll eingehalten wird.

"Diese einfache und effektive Methode zum Blutdruck-Monitoring ist in Studien bestens medizinisch validiert und hilft in der jetzigen Situation, die Blutdruckkontrolle mit weniger Praxisbesuchen durchzuführen – und so das Risiko der Coronavirus-Infektion zu mindern", erklärt Professor Florian Limbourg, Vorstandsmitglied der Deutschen Hochdruckliga.

Ab welchem Wert ist der Blutdruck zu hoch?
Ein Blutdruck von 120/80 mmHg ist normal. Niedrigere Werte gelten als optimal.
Erst ab einem dauerhaften Wert von 140/90 mmHg und höher sprechen Mediziner von Bluthochdruck (Hypertonie)

3. Gehen Sie kritisch mit (Fehl-)Informationen um

Die Deutsche Hochdruckliga rät Patienten zur Besonnenheit und auch zu einem kritischen Umgang mit (Fehl-)Informationen in den Medien und den sozialen Netzwerken. Valide wissenschaftlich haltbare Informationen finden Sie unter anderem hier:

  • Robert Koch-Institut
  • Bundesgesundheitsministerium
  • Gesundheitsämter
  • medizinische Fachgesellschaften
  • European Society of Hypertension (ESH)

4. Befolgen Sie weiterhin die allgemeinen Schutzmaßnahmen

Menschen, die an Bluthochdruck leiden, sollten sich genauso wie alle anderen mit den Schutzmaßnahmen im Alltag vor einer Corona-Infektion schützen. Dazu zählen regelmäßiges und gründliches Händewaschen, richtiges Husten und Niesen sowie Abstand zu Erkrankten halten. Eine Impfung gegen Covid-19 ist zudem der effektivste Schutz vor einer schweren Erkrankung.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Christiane Braunsdorf
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