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Coronavirus: Zulassung von Covid-19-Medikament wohl bereits 2020


Zulassung von Covid-19-Medikamenten wohl in diesem Jahr

Von dpa
Aktualisiert am 11.04.2020Lesedauer: 1 Min.
Corona-Forschung: Experten gehen davon aus, dass ein Covid-19-Medikament noch im Jahr 2020 zugelassen wird.
Corona-Forschung: Experten gehen davon aus, dass ein Covid-19-Medikament noch im Jahr 2020 zugelassen wird. (Quelle: Klaus Ohlenschläger/dpa-bilder)
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Weltweit forschen Mediziner an Medikamenten gegen die Lungenkrankheit Covid-19. Das Bundesarzneimittelinstitut zeigt sich vorsichtig optimistisch – und rechnet mit einem baldigen Erfolg.

Der Präsident des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Karl Broich, hat die Einschätzung von Experten bestätigt, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für Covid-19-Medikamente geben könnte. "Ich gehe davon aus, dass wir bis zum Spätsommer die ersten belastbaren Ergebnisse aus den derzeit laufenden Studien bekommen", sagte Broich dem "General-Anzeiger" am Samstag. "Wenn die Daten es hergeben, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir noch in diesem Jahr eine Zulassung erteilen können."

Derzeit gebe es für kein Arzneimittel ausreichende Wirksamkeitsbelege, betonte er auch. Positive Hinweise etwa bei Remdesivir seien mit Fragezeichen versehen. "Aktuell lassen sich zu keinem Arzneimittel Aussagen zu dessen Wirksamkeit bei Covid-19 treffen", heißt es beim BfArM. Erst seien die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen abzuwarten.

Fokus auf bereits zugelassene Medikamente

Die Entwicklung eines gänzlich neuen Arzneimittels zur Behandlung spezifischer Infektionen nimmt üblicherweise mehrere Jahre in Anspruch. Vor allem die klinischen Studien an Menschen sind sehr aufwendig. Derzeit konzentrieren sich viele Ansätze daher auf Medikamente, die sich bereits in der Entwicklung für andere Erkrankungen befinden oder sogar schon für andere Bereiche zugelassen sind. Ihr Einsatz könnte schneller erfolgen als bei der Entwicklung eines neuen Wirkstoffs.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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