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Corona-Gefahr und Hitze: Wie oft sollte ich meine Maske wechseln?

Corona und Hitze  

Wie oft sollte ich meine Maske wechseln?

18.06.2021, 16:03 Uhr
Corona-Gefahr und Hitze: Wie oft sollte ich meine Maske wechseln?. Atmen mit Maske: Was kann ich tun, wenn ich durch meine Maske nur schlecht Luft bekomme? (Quelle: Getty Images/ CraigRJD)

Atmen mit Maske: Was kann ich tun, wenn ich durch meine Maske nur schlecht Luft bekomme? (Quelle: CraigRJD/Getty Images)

An heißen Tagen schwitzt man schnell. Das ist besonders unter Masken unangenehm. Mit welchen Modellen Sie besser Luft bekommen und was Sie unbedingt beachten sollten.

Das Tragen einer Maske gehört für uns alle zum neuen Alltag dazu. Denn das Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus wird durch eine Mund-Nasen-Bedeckung vermindert.

Doch jetzt, bei warmen Temperaturen, ergeben sich viele neue Fragen: Was kann ich tun, wenn ich durch meine Maske nur schlecht Luft bekomme? Wie oft soll ich meine Maske wechseln? Und wie sicher ist der Mund-Nasen-Schutz noch, wenn man ihn durchschwitzt? 

Gilt die Maskenpflicht auch bei hohen Temperaturen?

Die Antwort ist eindeutig: Die Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt unabhängig vom Wetter – also auch bei Sonne und Hitze. Beim Spazierengehen oder bei Aufenthalten im Freien muss hingegen vielerorts kein Mundschutz getragen werden.

Hitze und Corona: Das Schwitzen unter der Maske lässt sich unabhängig vom Sommer nicht komplett verhindern. (Quelle: Getty Images/itakayuki)Hitze und Corona: Das Schwitzen unter der Maske lässt sich unabhängig vom Sommer nicht komplett verhindern. (Quelle: itakayuki/Getty Images)

Welcher Mundschutz eignet sich bei Hitze am besten?

"An warmen Tagen kommt das Problem hinzu, dass man unter der Maske schwitzt", sagte Dominic Dellweg, Arzt an der Lungenfachklinik Kloster Grafschaft in Schmallenberg (Nordrhein-Westfalen) bereits im Sommer 2020. Grund dafür ist: Wir kühlen unsere Körpertemperatur normalerweise beim Ausatmen herunter.

Durch das Tragen der Maske klappt das nicht mehr so richtig und uns wird noch heißer. Die dabei entstehende Feuchtigkeit sei dann eine günstige Umgebung für Krankheitserreger, erläuterte der Experte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

Einweg-Masken eignen sich bei warmen Temperaturen besser, da sie nach dem einmaligen Tragen direkt entsorgt werden. Außerdem seien diese luftdurchlässiger als Stoffmasken, so Dellweg. Wo eine FFP-2-Maskenpflicht gilt, kann natürlich nicht auf die leichteren Masken zurückgegriffen werden. 

Wie oft sollte ich meine Maske wechseln?

Einfache Masken wie der chirurgische Mundschutz sollten nach einmaliger Benutzung entsorgt werden. Wiederverwendbare Stoffmasken sollten nach dem Tragen gereinigt und anschließend getrocknet werden. Laut dem amerikanischen "Centers for Disease Control" kommt es ganz darauf an, wie häufig man sie trägt.

Fakt ist: Sobald der Stoff der Maske durch die Atemluft feucht wird, sollten Sie sie waschen und eine neue, trockene aufsetzen. Denn mit zunehmender Feuchte lässt die Schutzwirkung nach. Beim Husten oder Niesen können dann Tröpfchen von der Außenfläche der durchfeuchteten Maske in die Umgebung geschleudert werden. Auch die Gefahr einer Keimbildung wächst – das gilt für alle Masken wie auch FFP-2-Masken. Auch hier gilt: Sind sie durchfeuchtet, sollten sie ausgetauscht werden.

Bei warmen Temperaturen durchnässt die Maske meist schon nach kurzer Zeit – etwa nach einem Einkauf im Supermarkt. Wenn Sie die Maske nur kurz aufsetzen, um beispielsweise in der Tankstelle zu zahlen, muss sie in der Regel noch nicht getauscht werden.

Medizinischer Mundschutz: Einwegartikel sollten nicht wiederverwendet, sondern nach dem Gebrauch entsorgt werden. (Quelle: Getty Images/lakshmiprasad S)Medizinischer Mundschutz: Einwegartikel sollten nicht wiederverwendet, sondern nach dem Gebrauch entsorgt werden. (Quelle: lakshmiprasad S/Getty Images)

Atmen unter der Maske fällt schwer – was hilft?

Wer eine Maske trägt, sollte nicht stark einatmen und ausatmen. "Das kann zu Hyperventilation führen", warnte Prof. Janne Vehreschild vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung. Besser ist: eher ruhig und flach atmen und nicht so sehr darauf konzentrieren – sondern sich mit anderen Dingen beschäftigen.

Wenn es die Umstände erlauben, sollten Sie immer mal wieder an die frische Luft gehen und den Mundschutz für ein paar Minuten absetzen, um tief durchzuatmen. Dabei sollte natürlich der Sicherheitsabstand zu anderen Personen gewahrt bleiben.

Meine Haut reagiert empfindlich – was kann ich tun?

Wer seine Maske täglich lange tragen muss, kennt das Problem vielleicht: Die Haut ist irritiert und gerötet, oder es entstehen Pickel. Angaben des "Deutschen Allergie- und Asthmabundes" zufolge ist dafür vor allem das Material verantwortlich. Bei sommerlicher Hitze treten durch vermehrten Schweiß auf der Haut beispielsweise Farbstoffe aus bunten Masken aus, die zu Juckreiz, Rötungen oder Reizungen der Haut führen können.

"Wichtig ist es, die Masken regelmäßig zu wechseln und zu reinigen, sonst kann es zu bakteriellen Infektionen im Gesichtsbereich kommen", empfiehlt Prof. Alexander Nast, Dermatologe an der Charité Berlin. Denn unter dem Mundschutz herrschen durch das dauerhafte Tragen perfekte Bedingungen für Keime. Besonders an heißen Tagen durchfeuchtet sie auch schneller.

Das Verwenden einer Creme kann den Gesichtsbereich unter dem Mundschutz resistenter machen. Dermatologen raten deshalb zu einer guten Gesichtspflege. Für viele Hauttypen kann eine beruhigende und fettende Pflegecreme mit geringem Feuchtigkeitsanteil ratsam sein.

Wie kann ich die Maske am sichersten reinigen?

Um mögliche Krankheitserreger von den Masken zu entfernen, sollten sie bei mindestens 60 Grad in der Waschmaschine gewaschen werden. Verwenden Sie hierfür ein bleichmittelhaltiges Vollwaschmittel. Die darin enthaltenen Wirkstoffe können das Coronavirus abtöten. Allerdings wird bei FFP-2-Masken durch das Waschen auch die Filterwirkung beeinträchtigt. Besser ist es daher, regelmäßig neue Masken zu verwenden. 

Verwendete Quellen:
  • Robert Koch-Institut
  • Apotheke adhoc
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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