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Coronavirus – Erste Impfung, dann Infektion: Was passiert mit den Betroffenen?

Impftermin und Nebenwirkungen  

Infektion nach erster Corona-Impfung: Was dann gilt

23.07.2021, 10:34 Uhr
Coronavirus – Erste Impfung, dann Infektion: Was passiert mit den Betroffenen?. Corona-Test: Auch nach einer Covid-19-Impfung kann das Testergebnis positiv ausfallen. (Quelle: Getty Images/bymuratdeniz)

Corona-Test: Auch nach einer Covid-19-Impfung kann das Testergebnis positiv ausfallen. (Quelle: bymuratdeniz/Getty Images)

Nach nur einer Impfung mit Biontech, Moderna oder Astrazeneca besteht noch kein vollständiger Corona-Schutz. Es ist daher durchaus möglich, sich zu infizieren. Was dann für Betroffene gilt.

Immer mehr Menschen in Deutschland haben bereits den vollständigen Impfschutz gegen Covid-19. Viele jedoch warten noch auf ihre zweite Spritze – und fragen sich angesichts der Ausbreitung der noch ansteckenderen Delta-Variante: Was passiert eigentlich, wenn ich mich nach der ersten Impfung mit Corona infiziere? Gilt man dann schon als vollständig geimpft? Wir liefern die Antworten.

Kann ich mich trotz einer Corona-Impfung infizieren?

Der vollständige Impfschutz tritt bei den Corona-Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca 14 Tage nach der zweiten Impfdosis ein. Gleiches gilt für das Vakzin von Johnson & Johnson, das jedoch nur einmal verabreicht werden muss.

Fest steht aber: Auch die vollständige Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus. In der Regel sind die Krankheitsverläufe zwar milder oder völlig symptomlos, doch eine Ansteckung kann nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) nicht ausgeschlossen werden. Es ist daher natürlich auch möglich, sich nach der Erstimpfung mit dem Virus anzustecken. In solchen Fällen wird von "Impfdurchbrüchen" gesprochen.

Infektion nach Erstimpfung: Gilt man als vollständig geimpft?

Wer sich einmal gegen das Coronavirus impfen lässt und anschließend an Covid-19 erkrankt, gilt nach überstandener Infektion nicht als vollständig immunisiert. Dies geschieht erst nach einer weiteren Impfstoffdosis nach Genesung.

Muss ich meinen zweiten Impftermin nun absagen?

Wer sich mit dem Coronavirus angesteckt und bereits einen Termin für die Zweitimpfung erhalten hat, sollte in diesem Fall genau auf das Datum achten und sich im Zweifel an den Hausarzt werden. Liegt der Termin in naher Zukunft, sollten Sie ihn zunächst absagen. Denn eine zweite Impfung kann erst frühestens vier Wochen nach Ende der Symptome erfolgen.

Wann sollte die zweite Impfung dann stattfinden?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Personen, die bereits einmal gegen Covid-19 geimpft wurden und bei denen nach dieser Impfung eine SARS-CoV-2-Infektion nachgewiesen wurde, in jedem Fall eine zweite Impfung. Nur so kann der Körper einen umfassenden Schutz gegen das Coronavirus aufbauen.

Die zweite Impfdosis wird bisher meist sechs Monate nach Feststellung der Infektion gespritzt. Hintergrund für dieses Intervall ist die Impfstoffknappheit. Nach neuesten Stiko-Empfehlungen kann die Impfung nun aber auch bereits ab vier Wochen nach dem Ende der Symptome oder der Labordiagnose erfolgen. Dieselbe Frist gilt bei der Erstimpfung für Personen, die bereits eine Corona-Infektion hinter sich haben.

Kommt es bei der Impfung von Genesenen zu mehr Nebenwirkungen?

Laut RKI geben die bisher vorliegenden Daten insgesamt keine Hinweise darauf, dass die Impfung nach bereits überstandener Corona-Infektion problematisch sein könnte. Das gelte für Sicherheit, Wirksamkeit und Verträglichkeit der Impfung.

In den Zulassungsstudien der beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna seien auch Teilnehmer eingeschlossen gewesen, die bereits im Vorfeld eine Infektion mit dem Coronavirus durchgemacht hatten. "Die Impfung wurde von diesen Personen nicht schlechter vertragen als von solchen ohne Vorerkrankung", so das RKI.

Verwendete Quellen:

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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