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Wie viele Kinder liegen auf Corona-Intensivstationen?

Auch viele RSV-Fälle  

Wie viele Kinder liegen auf Corona-Intensivstationen?

03.12.2021, 15:54 Uhr | dpa-AFX

Wie viele Kinder liegen auf Corona-Intensivstationen?. Coronavirus: Die Anzahl der Corona-Fälle auf Kinderintensivstationen hatte im November ein Hoch, doch sie nimmt bereits wieder ab.  (Quelle: dpa/Ole Spata)

Coronavirus: Die Anzahl der Corona-Fälle auf Kinderintensivstationen hatte im November ein Hoch, doch sie nimmt bereits wieder ab. (Quelle: Ole Spata/dpa)

Die meisten Kinder erkranken bei einer Corona-Infektion nur leicht. Dennoch war die Anzahl an behandelten Corona-Fällen auf Kinderintensivstationen diesen November höher als sonst. Warum eine Impfung auch für Kinder sinnvoll ist.

Auf Kinderintensivstationen in Deutschland ist die Zahl der Corona-Fälle laut Divi-Intensivregister im November leicht gestiegen. Fachleute geben jedoch Entwarnung: "Die allermeisten dieser Kinder sind wegen anderer Erkrankungen in Behandlung und haben keine Covid-19-Symptome", sagte der Kinder-Intensivmediziner Florian Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur. Er ist Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) und Oberarzt im Dr. von Haunerschen Kinderspital in München.

Aktuelle Zahl von Kindern auf Corona-Intensivstationen

Insgesamt wies das Divi-Intensivregister am Mittwoch (1. Dezember) 22 zur gleichen Zeit behandelte Corona-Fälle auf Kinderintensivstationen aus. Am 27. November war die Zahl auf 30 gestiegen, nachdem sie zu Monatsbeginn noch 5 betragen hatte. Es handelt sich um den höchsten Ausschlag in der Kurve seit April 2020. Zu Beginn der Pandemie waren nach Divi-Angaben aber auch noch nicht alle Meldebereiche im Register angemeldet.

Kinder von Covid-19 nicht schwer betroffen

"Es ist und bleibt so: Kinder sind von Covid-19 nicht schwer betroffen", sagte Hoffmann. Die zusätzliche Corona-Infektion der Kinder kann etwa bei Routinetests im Krankenhaus festgestellt werden. Die gestiegenen Zahlen auf Kinderintensivstationen spiegelten die derzeit sehr große Verbreitung des SARS-2-Coronavirus in der gesamten Bevölkerung wider, sagte Hoffmann. Unter den kleinen Patientinnen und Patienten seien etwa auch Neugeborene, die von der Mutter angesteckt wurden und als Vorsichtsmaßnahme erst einmal beobachtet werden.

Schwere Verläufe sind Einzelfälle 

Es handle sich unverändert um sehr seltene Einzelfälle, wenn vorerkrankte Kinder wegen Covid-19 intubiert und beatmet würden, sagte Hoffmann. "Dass ein gesunder Mensch durch eine Corona-Infektion schwer krank wird, ist bei Kindern im Gegensatz zu Erwachsenen eine absolute Rarität."

"Unsere Pandemie ist RSV", sagte Hoffmann. Die Abkürzung steht für das Respiratorische Synzytial-Virus, das schwere Lungenentzündungen hervorrufen und insbesondere für Frühgeborene, Säuglinge und Kleinkinder gefährlich sein kann. Es habe vor allem seit Oktober eine große Welle gegeben, mittlerweile scheine sich die Lage aber etwas zu beruhigen, schilderte Hoffmann.

Unabhängig von schwerer Erkrankung: Impfung für Kinder sinnvoll

Die Covid-19-Impfung macht für den Mediziner trotz der relativen Harmlosigkeit der Erkrankung bei Kindern Sinn: "Die Impfung wird Kindern wieder ein uneingeschränktes soziales Leben ermöglichen." Auch wenn zum Eindämmen der Pandemie das öffentliche Leben heruntergefahren werden sollte – "die Schulen müssen auf jeden Fall offen bleiben", sagte Hoffmann mit Blick auf die schon beobachteten Kollateralschäden, die bis hin zu Suizidversuchen reichten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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