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Endometriose häufig Ursache für Unfruchtbarkeit


Endometriose ist häufig die Ursache von Unfruchtbarkeit

Jenni Zwick

Aktualisiert am 31.03.2016Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Endometriose: Heftige Unterleibsschmerzen während der Regelblutung können auf Endometriose hindeuten.
Heftige Unterleibsschmerzen während der Regelblutung können auf Endometriose hindeuten. Sie ist ein häufiger Grund für Unfruchtbarkeit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Wenn eine Frau nicht schwanger wird, sollte sie vom Arzt abklären lassen, ob Endometriose die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch ist. Endometriose ist eine sehr komplexe Erkrankung und eine der häufigsten Ursachen für Unfruchtbarkeit. Trotzdem wird die Krankheit oft erst spät erkannt. Das sind die Symptome, Folgen und Behandlungsmöglichkeiten.

Laut der Endometriose Vereinigung Deutschland (EVD) leiden etwa sieben bis 15 Prozent aller Frauen im geschlechtsreifen Alter an Endometriose. Das sind in Deutschland etwa zwei bis sechs Millionen Frauen. Die Betroffenen leiden doppelt, weil Erkrankung oft mit starken Schmerzen einhergeht und zudem die Erfüllung des Kinderwunsches erschwert oder sogar verhindert.

Wildwuchs der Gebärmutterschleimhaut

Endometriose ist eines der rätselhaftesten Phänomene der Frauenheilkunde. Bis heute weiß man nicht genau, wie die Krankheit entsteht. Bei Endometriose breitet sich Gewebe der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) auch außerhalb der Gebärmutterhöhle aus, beispielsweise in der Muskulatur der Gebärmutter, an den Eierstöcken, am Bauchfell oder in sehr seltenen Fällen sogar in der Lunge.

Die Endometrioseherde reagieren wie die normale Gebärmutterschleimhaut auf den hormonellen Einfluss von Östrogen und Progesteron. Dies bedeutet, dass sich auch die Endometrioseherde mit jedem neuen Monatszyklus verändern und zum Zeitpunkt der Menstruation bluten. Östrogene spielen bei der Endometriose eine entscheidende Rolle, da sie das Wachstum der Endometrioseherde stimulieren.

Ursachen der Endometriose

Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht geklärt. Zu den Erklärungsansätzen gehört die Theorie, dass Endometriose bei Umwandlungsprozessen anderer Gewebearten entstehen kann. Als weitere Ursache wird die Einschleppung von Gebärmutterzellen über den Blutkreislauf oder durch die Regelblutung in andere Körperregionen für möglich gehalten. Experten halten es für sehr wahrscheinlich, dass diese abgewanderten Gebärmuttergewebeteilchen nur dann in fremden Regionen anwachsen und wuchern können, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Symptome für Endometriose

Die Symptome sind vielfältig und können einzeln oder kombiniert auftreten. Am häufigsten klagen Betroffene über Schmerzen während der Regelblutung. Manche Frauen leiden haben gar keine Beschwerden, doch viele leiden unter starken Unterleibsschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder bei einer gynäkologischen Untersuchung, beim Entleeren von Darm und Blase - je nachdem, wo im Körper die versprengten Schleimhautinseln sitzen.

Das sind die typischen Beschwerden:

  • Bauch- und Rückenschmerzen, die oft auch in die Beine ausstrahlen, vor und während der Menstruation
  • Starke und unregelmäßige Monatsblutungen
  • Schmerzen während und nach dem Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen bei gynäkologischen Untersuchungen
  • Schmerzen während des Eisprungs
  • Blasen- und Darmkrämpfe
  • Schmerzen bei Blasen- und Darmentleerung sowie bei Darmbewegungen
  • Zyklische Blutungen aus Blase oder Darm

Weil die Symptome so unspezifisch sind, wird die Erkrankung nicht immer gleich erkannt. Wenn Sie unter den beschriebenen Beschwerden leiden, sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf Endometriose an und scheuen Sie sich nicht, eine zweite ärztliche Meinung einzuholen.

Endometriose und Kinderwunsch

Zirka 25 bis 30 Prozent der Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch leiden unter Endometriose. Die Europäische Endometriose Liga (EEL) geht sogar von 50 Prozent aus. Die Erkrankung kann auf unterschiedliche Weise die Chancen auf eine Schwangerschaft beeinträchtigen. So können Gewebeverklebungen, Verwachsungen und Eileiterverschluss die Befruchtung "mechanisch" stören und Zysten in den Eierstöcken können die Eizellreifung behindern. Ausgeprägte Endometriose-Knoten an der Scheide machen den Geschlechtsverkehr zu einer sehr schmerzhaften Angelegenheit.

Bauspiegelung für sichere Diagnose nötig

Zwar lassen sich manche Knoten ertasten beziehungsweise per Ultraschall orten. Allerdings ist die einzig sichere Diagnosemöglichkeit ein operativer Eingriff. Mit der dazu nötigen Bauchspiegelung unter Vollnarkose sind Mediziner jedoch gerade bei jüngeren Frauen mit Kinderwunsch sehr zurückhaltend, weil die Fortpflanzungsorgane dabei versehentlich verletzt werden können.

Therapiemöglichkeiten bei Endometriose

Die geeignete Therapie bei Endometriose wird abhängig vom Alter der Frau, vom Beschwerdebild und unter Berücksichtigung des Kinderwunsches gewählt. Die Behandlung kann chirurgisch oder medikamentös erfolgen - häufig werden beide Therapieansätze kombiniert. Eine Heilung ist wegen der unzureichenden Kenntnisse über die Entstehung bis heute allerdings nicht möglich, doch die Diagnose Endometriose bedeutet nicht zwangsläufig den Abschied vom Kinderwunsch. Experten und Mediziner haben inzwischen viele Möglichkeiten, Betroffene zu behandeln und ihnen eine Schwangerschaft zu ermöglichen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Von Lydia Klöckner
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