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"Meine Vagina ist riesengroß" - ein Mantra gegen Geburtsschmerzen

t-online, Nadja Kaufmann

Aktualisiert am 06.06.2016Lesedauer: 4 Min.
Auch alternative Methoden können helfen, den Wehenschmerz zu bekämpfen.
Auch alternative Methoden können helfen, den Wehenschmerz zu bekämpfen. (Quelle: imago-images-bilder)
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Viele Mütter schrecken vor einer kalten und sterilen Krankenhausatmosphäre im Kreißsaal zurück. Sie wünschen sich eine liebevolle und stressfreie Geburt für ihr Kind. Deshalb nutzen viele Hebammen, Geburtshäuser und auch Geburtskliniken natürliche und sogar esoterische Methoden der Geburtserleichterung.

Die große Angst vor Geburtsschmerzen bringt viele schwangere Frauen dazu, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Vieles wird im Freundeskreis erzählt oder ist aus einschlägigen Internet-Foren bekannt. Die eine Freundin erzählt, sie habe Geburtsmantras rezitiert, die andere hat getönt oder war sogar hypnotisiert. Welche Wirkung haben Licht und Farben in der Geburtsumgebung und was ist das besondere an der Plazenta? Wir klären Sie auf und stellen Ihnen alternative und esoterische Methoden vor.

Hypnobirthing

Beim Hypnobirthing erlernen die Frauen von speziell ausgebildeten Hebammen eine Art Selbsthypnose. Mit dieser sogenannten Mongan-Methode, die in den USA schon seit Jahrzehnten erfolgreich angewandt wird, kann sich die Gebärende während der Geburt sehr gut entspannen. Sie soll so die Geburt völlig sanft, wunderschön und ganz natürlich erleben. Mit Hilfe von (Selbst-)Hypnosetechniken sollen Ängste und Stress systematisch abgebaut und traumatisch erlebte Geburten vermieden werden.

Durch den Hypnosezustand sollen Schmerzen erst gar nicht entstehen und die werdende Mutter kann sich tief entspannen und konzentrieren. Ihr Körper erfüllt seine Aufgabe wesentlich besser und die gebärende Frau erlebt die Geburt lockerer und kann sie so genießen. Frauen, die mit dieser Methode ihr Kind zur Welt bringen haben laut www.hypnobirthing.com im Schnitt weniger Kaiserschnitte und benötigen weitaus weniger Epiduralanästhesie.

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Tönen

Eine einfach zu erlernende geburtserleichternde Methode ist das Tönen von Vokalen. Die Ausatmung wird dabei mit einem Ton begleitet, dies kann ein Aaaaaa oder Oooooo sein. Dadurch verlangsamt sich der Atem und wird tiefer. Der Atemstrom kann so in einen gleichmäßigen Fluss gelangen. Das Tönen wirkt sanft und ausgleichend auf den Atem.

Die Atmung unterstützt die Gebärende beim Aushalten der Schmerzen. Durch das Tönen üben die Frauen, beim Schmerz nicht die Luft anzuhalten, sondern diesen durch den Ton auszudrücken, ohne sich zu verkrampfen. Tönen ist Bestandteil vieler Geburtsvorbereitungskurse.

Geburtsmantras rezitieren

Zur Erleichterung der Geburt schwören manche Frauen auf Mantras. Das sind Lautfolgen oder Worte, die sie ständig laut oder leise wiederholen. So sollen innere Kräfte mobilisiert werden. Geburtsmantras sind kurze Worte oder Sätze, die dabei helfen können, den Geist zu beruhigen und den Körper auf die Geburt einzustimmen. Der Prozess der Wiederholung soll die Schwangere ruhiger machen und so die Produktion der Stresshormone reduzieren. Frauen, die in der Schwangerschaft und während der Geburt Geburtsmantras rezitieren oder sie sich lautlos vorstellen, sollen die Geburt viel positiver erleben. Hier sind einige Beispiele für Geburtsmantras:

  • "Meine Vagina ist riesengroß!"
  • "Mein Cervix öffnet sich wie eine Blume"
  • "Ich werde weit und weich"
  • "Es tut weh, aber es ist gut so"
  • "Jede Wehe bringt mich weiter zu meinem Ziel"
  • Sogar eine vor Schmerzen schreiende Frau kann aus dem "Au!" leicht ein "Auf!" machen und schon ruft sie ein Geburtsmantra.

Verzehren der Plazenta

Nicht jedermanns Geschmack, aber besonders stärkend für Frauen, die frisch entbunden haben, soll der Verzehr von Plazenta sein. Aus dem Tierreich weiß man, dass die meisten Säugetiere die Plazenta fressen, um ihr Immunsystem zu stärken. Schon ein kleines Stück Mutterkuchen direkt nach der Geburt roh gegessen soll deshalb auch Frauen stärken. Die Plazenta soll die Rückbildung der Gebärmutter beschleunigen.

So hat die Ärztin und Vertreterin der "sanften Geburt" Eva Reich herausgefunden, dass der Uterus sich schon wenige Minuten nach dem Verzehr des Mutterkuchens fast vollständig zusammenzieht. Durch den Nährwert der Plazenta soll die junge Mutter schnell wieder zu Kräften kommen und auch die Milchbildung scheint angeregt zu werden. Weiterhin soll der Verzehr der Plazenta helfen, die Wochenbettdepression zu verhindern, unter der viele Mütter nach der Geburt ihres Kindes leiden.

Für Frauen, die sich vor dem Verzehr der rohen Plazenta ekeln, bieten einige Apotheken sogar die Möglichkeit, diese in homöopathische Globuli zu verarbeiten.

Wirkung von Licht und Farbe

Schon lange ist die positive und beruhigende Wirkung von Licht und Farben bekannt. Dies berücksichtigen Hebammen und Geburtshelfer deshalb immer häufiger bei der Gestaltung von Kreißsälen und Geburtszimmern. Freundliche Farben wirken sich auf eine Geburt positiv aus, so dass häufig Rot- und Orangetöne eingesetzt werden. Gardinen, Wände und sogar das Bett werden in warmen Rottönen gestaltet und auch das Licht wird gedämpft und farblich angepasst.

Die rötliche Umgebung wirkt sich auch auf das Neugeborene positiv aus, das ja die gleiche Lichtumgebung aus dem Bauch der Mutter kannte.

Akupunktur

Die Jahrtausende alte Methode der Akupunktur stammt aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Sie soll Schmerzen lindern oder zur Heilung anregen. Seit Jahrzehnten wird die Akupunktur als Methode der Geburtserleichterung eingesetzt. Viele Hebammen und Gynäkologen wenden Akupunktur bereits routinemäßig an. Die positive Wirkung der Akupunkturbehandlung auf die Geburt ist in zahlreichen klinischen Studien bestätigt. Die Geburtsdauer kann so verkürzt werden und die "Geburtsreife" der Gebärmutter verbessert werden.

Aromatherapie

Ätherischen Duftstoffen wird eine Wirkung auf das Wohlbefinden zugeschrieben. Bestimmte Düfte unterstützen die Entspannung und unterstützen eine positive Atmosphäre. Die schwangere Frau wählt dabei den Duft aus, der ihr am meisten zusagt und ihr angenehm ist. Im Verlauf der Geburt kann sich die Auswahl auch ändern. Viele Kreißsäle haben Duftlampen und Verdampfer. Die Hebammen helfen bei der Auswahl zur Geburtsunterstützung.

Bachblüten-Therapie

Bachblütenmischungen bieten Unterstützung bei Angst und sogar Panik vor der Geburt, Schlaflosigkeit und Grübeleien, Angst um das Baby und Mangel an Selbstvertrauen. Es gibt auch Mittel zur Behandlung von Wehenschwäche oder drohender Frühgeburt. Zuerst wird in einem Gespräch der seelische Zustand der Entbindenden beurteilt. Dann wird eine Blütenkombination, meistens aus vier bis fünf verschiedenen Blüten, hergestellt, die die Schwangere einnehmen kann. Weiterhin gibt es Bachblüten für Umschläge, Einreibungen und Bäder. Schon im Zuge der Geburtsvorbereitung soll mit der Therapie begonnen werden. Denn bis die Wirkung eintritt, kann es bis zu drei Tage dauern. Bachblüten-Therapie gilt als unbedenklich und nebenwirkungsfrei.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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