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Basaltemperatur messen: So gehen Sie dabei am besten vor


So messen Sie Ihre Basaltemperatur am besten


Aktualisiert am 30.07.2022Lesedauer: 2 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Temperatur messen (Symbolbild): Die Basaltemperatur wird direkt nach dem Aufwachen ermittelt.Vergrößern des Bildes
Temperatur messen (Symbolbild): Die Basaltemperatur wird direkt nach dem Aufwachen ermittelt. (Quelle: Jose Martinez Calderon/getty-images-bilder)
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Die Messung der Basaltemperatur hilft dabei, fruchtbare und unfruchtbare Tage innerhalb des weiblichen Zyklus zu bestimmen. Was Sie dabei beachten sollten.

Viele Frauen entscheiden sich gegen die Anti-Baby-Pille und bevorzugen eine Verhütungsmethode ohne künstliche Hormone. Eine Möglichkeit ist es, die sogenannte Basaltemperatur zu messen und so zu erkennen, wann die fruchtbaren Tage einsetzen. Doch wie funktioniert die Messung und welche Vor- und Nachteile bringt sie mit sich?

Wozu wird die Basaltemperatur gemessen?

Als Basaltemperatur, auch Aufwachtemperatur genannt, wird der Wert bezeichnet, der direkt nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen gemessen wird. Dadurch lässt sich feststellen, in welchem Zeitraum der Eisprung der Frau stattfindet, um so die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen beziehungsweise eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern.

Es gibt verschiedene Methoden zur Erfassung der Aufwachtemperatur. Sie können diese rektal (After), vaginal (Scheide) oder oral (Mund) mithilfe eines digitalen Thermometers messen. Der Bundesverband der Deutschen Frauenärzte empfiehlt eine rektale Messung, da diese am wenigsten störanfällig ist. Am wenigsten genau ist eine orale Messung. Die Messdauer sollte drei bis fünf Minuten betragen.

Noch einfacher als die Messung mit einem digitalen Thermometer ist es, die Temperatur mithilfe eines Basalthermometers zu bestimmen, das beispielsweise in Apotheken oder auch Drogeriemärkten erhältlich ist. Danach werden die Werte in eine Zyklustabelle eingetragen. Inzwischen gibt es auch viele Apps und Zykluscomputer, die Sie verwenden können.

Wichtig: Die Messung sollte möglichst immer gleich ablaufen, damit keine Ungenauigkeiten bei der Auswertung entstehen. Beginnen Sie am besten am Anfang der Monatsblutung mit der Messung der Basaltemperatur. So haben Sie einen festen Startzeitpunkt und können sich daran orientieren.

Die wichtigsten Tipps zur Messung der Basaltemperatur in Kürze:

Die Basaltemperatur sollte

  • unmittelbar nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen gemessen werden.
  • möglichst immer zur selben Zeit gemessen werden.
  • immer an derselben Stelle gemessen werden (oral, vaginal oder rektal).
  • immer mit dem selben Thermometer gemessen werden.

Welche Werte sind üblich?

Kurz nach dem Eisprung steigt die Temperatur um mindestens 0,2 Grad Celsius an und ist auch an den darauffolgenden Tagen leicht erhöht.

In der ersten Zyklushälfte (zu Beginn der Periode bis zum Eisprung) bleibt die Basalttemperatur fast konstant bei etwa 36,6 Grad Celsius. Vor dem Eisprung sinkt die Temperatur kurz, um dann um etwa 0,5 Grad Celsius anzusteigen. Auch in den darauffolgenden Tagen ist die Temperatur weiter leicht erhöht. Erst mit dem Beginn der Monatsblutung sinkt die Basaltemperatur wieder deutlich ab.

Vor- und Nachteile der Temperaturmethode

Die Basaltemperaturmessung ist ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Verhütung. Laut einer Studie des Universitätsklinikums Heidelberg gilt sie als recht sicher: Dort wurde die Methode über ein Jahr lang getestet und berichtetet, dass nur 0,6 in 100 Frauen ungewollt schwanger wurden. Die Teilnehmerinnen haben während ihrer fruchtbaren Tage entweder auf Geschlechtsverkehr verzichtet oder Kondome verwendet.

Dennoch bringt die Basaltemperaturmethode auch Nachteile mit sich: Zunächst braucht es ausreichend Zeit und Übung, bis die Methode richtig und sicher angewandt werden kann. Hinzu kommen verschiedene Störfaktoren, die die Basaltemperatur beeinflussen und so das Messergebnis verfälschen können. Darunter:

  • Stress
  • Alkoholkonsum
  • Zeitverschiebungen
  • Erkrankungen oder Fieber
  • Einnahme von Medikamenten

Bevor Sie Ihre Verhütungsmethode ändern, sollten Sie sicher von Ihrem Frauenarzt oder Ihrer Frauenärztin beraten lassen.

Übrigens: Nicht nur zur Verhütung ist die Methode geeignet, auch bei Frauen mit Kinderwunsch kann sie zur Planung einer Schwangerschaft genutzt werden. Schließlich verrät sie ziemlich genau, wann der Eisprung stattfindet.

Transparenzhinweis
  • Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen daher nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
Verwendete Quellen
  • Berufsverband der Frauenärzte e.V.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; familienplanung.de: "Die fruchtbaren Tage erkennen"
  • Universitätsklinikum Heidelberg: "Natürliche Familienplanung"
  • Frauenärzte im Netz: "NFP: Wie messe ich meine Körpertemperatur?"
  • Utopia: "Basaltemperatur messen: So funktioniert die Temperaturmethode", 14. Oktober 2021.
  • Eigene Recherche
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