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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Regenwasser nutzen und damit Trinkwasser einsparen

Von dpa, jb

Aktualisiert am 12.07.2021Lesedauer: 5 Min.
Regentropfen: Eine Regenwasseraufbereitungsanlage sammelt Regen von der DachflĂ€che und bereitet ihn fĂŒr den Haushalt auf.
Regentropfen: Eine Regenwasseraufbereitungsanlage sammelt Regen von der DachflĂ€che und bereitet ihn fĂŒr den Haushalt auf. (Quelle: JĂŒrgen Heinrich/imago-images-bilder)
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Wer Regenwasser im Haushalt nutzt, kann bis zu 50 Prozent seines Trinkwasserverbrauchs einsparen. Wie die Aufbereitung funktioniert – und fĂŒr welche Haushalte sie nicht funktioniert.

Das Wichtigste im Überblick


In den vergangenen Jahren bestimmten WettergegensĂ€tze unsere Sommer: In einigen Regionen Deutschlands gab es wochenlang Trockenheit, in anderen zeitweise Starkregen und Überschwemmungen.


So können Haushalte Regenwasser nutzen

Wasser, das ĂŒber eine Regenwassernutzungsanlage gesammelt wurde, lĂ€sst sich unter anderem zum WĂ€schewaschen einsetzen.
Wasser ist kostbar.
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Wie Regenwasser im Haus genutzt wird

Angesichts solcher WetterphĂ€nomene fragt sich mancher: Wie kann ich zu Hause vorsorgen? Denn weder zu viel noch zu wenig Wasser ist dort gut. Welche Wege gibt es also, Trinkwasser zu sparen und trotzdem genĂŒgend Nass fĂŒr Haus und Garten zu haben?

"Eine Antwort auf diese Fragen kann die intelligente und nachhaltige Nutzung des Regenwassers sein", sagt Dietmar Sperfeld von der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e. V.. Mit einer Regenwassernutzungsanlage kann Regen gesammelt und zum Beispiel fĂŒr die WC-SpĂŒlung, zum Putzen und zum WĂ€schewaschen genutzt werden.

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"Die Trinkwassereinsparung betrĂ€gt dadurch etwa 50 Prozent des hĂ€uslichen Verbrauchs", erklĂ€rt Sperfeld. Diese Anlagen sind auch bei Starkregen hilfreich – denn die Zisterne kann viel Wasser auffangen.

Wie wird Regenwasser aufgefangen?

"Der Regen von der DachflĂ€che wird gesammelt und ĂŒber die Regenfallrohre durch einen Filter geleitet. Dann fließt er in einen Erdspeicher, auch Zisterne genannt", erklĂ€rt Andreas Braun vom Zentralverband Heizung SanitĂ€r Klima. Diese Speicher gibt es in verschiedenen GrĂ¶ĂŸen. Sie lassen sich unauffĂ€llig unter der Garagenzufahrt oder im Garten unterirdisch unterbringen.

Was ist bei dem gesammelten Regenwasser zu beachten?

Wichtig ist, dass das Regenwasser gut gereinigt wird. Neben einem Filter benötigen Sie daher einen beruhigten Regenwasserzulauf. Er vermeidet, dass im Speicher Sediment aufgewirbelt wird. "Um das Wasser aus den saubersten Schichten im BehÀlter zu entnehmen, wird der Entnahmeschlauch schwimmend verlegt", erlÀutert Braun.

Wer darf eine Anlage nutzen?

Eine Regenwassernutzungsanlage ist nicht fĂŒr jeden Haushalt geeignet. Das liegt vor allem an den Dachmaterialien. Das so aufgefangene Wasser sollte nicht weiterverwendet werden – auch nicht im Garten, erklĂ€rt Bernd Kirschbaum vom Umweltbundesamt. So können von DĂ€chern aus Kupfer und Zink Metallverbindungen abgeschwemmt werden, auch bei DĂ€chern mit Teerpappe kann die Bitumenabdichtung Biozide freisetzen. Hier sollte man von einer Regenwassergewinnung absehen.

Wer WĂ€sche mit Regenwasser reinigt, sollte vorsichtig sein. Bei Personen mit einem schwachen Immunsystem oder SĂ€uglingen im Haushalt sollten Sie darauf verzichten. "Zwar werden beim WĂ€schewaschen mit Regenwasser durch Temperatur und Waschmittel gesundheitsgefĂ€hrdende Keime in der Regel abgetötet", sagt Kirschbaum. "Bei dem anschließenden SpĂŒlgang mit kaltem Wasser ist dies jedoch nicht sichergestellt, sodass Keime in die WĂ€sche gelangen können." Dieses Risiko kann man nur durch eine geeignete Aufbereitung des Wassers ausschließen, oder wenn man die WĂ€sche anschließend bĂŒgelt.

Warum eine eigene Regenwasserleitung nötig ist

"Wer Regenwasser nutzt, braucht ein zweites Leitungssystem zusĂ€tzlich zur Trinkwasserleitung", sagt Braun. Denn laut Trinkwasserverordnung muss man dafĂŒr sorgen, dass es an der Regenwassernutzungsanlage eine Sicherung gibt, die verhindert, dass sich Regenwasser mit Trinkwasser mischt. Diese Leitungen mĂŒssen farblich so gekennzeichnet sein, dass offensichtlich ist, dass sie kein Trinkwasser fĂŒhren.

Wie lange reicht ein Regenwasserspeicher bei Trockenheit?

Das kommt auf den Verbrauch an. "Drei bis vier Wochen sollte das Wasser schon reichen, wenn der Speicher voll war", erklÀrt Sperfeld. In lÀngeren Trockenperioden könne es allerdings erforderlich sein, dass Trinkwasser nachgespeist werden muss.

EntfĂ€llt die GebĂŒhr beim Sammeln des Regenwassers?

Ob fĂŒr das gesammelte Regenwasser die GebĂŒhren entfallen, ist sowohl von der Region als auch von der anschließenden Weiterverwendung abhĂ€ngig. Benötigen Sie fĂŒr den so aufgefangenen Niederschlag keinen zusĂ€tzlichen Kanalanschluss, können die Kosten fĂŒr Hausbesitzer sinken oder sogar entfallen.

Auch, wenn Sie das Wasser auffangen und in einer Versickerungsanlage sammeln, ĂŒber die es dann kontrolliert abgegeben werden kann, entfĂ€llt die NiederschlagswassergebĂŒhr.

Wichtig ist, dass Sie die entsprechenden AntrĂ€ge bei den zustĂ€ndigen Behörden oder dem stĂ€dtischen Umweltamt stellen. Ihr Gesuch wird dann entsprechend ĂŒberprĂŒft.

Info
Wenn Sie gesammeltes Regenwasser im Haushalt weiterverwenden möchten, zahlen Sie hierfĂŒr AbwassergebĂŒhren. ZusĂ€tzliche Kosten, wie beispielsweise fĂŒr Leitungswasser, fallen nicht an.

Ist Regenwasser destilliertes Wasser?

Destilliertes Wasser erhĂ€lt man, indem man es unter Einfluss von Hitze verdampfen lĂ€sst. Dieser Dampf wird anschließend aufgefangen und gesammelt. Das so gewonnene Wasser enthĂ€lt weder Mineralien noch Spurenelemente. Diese Stoffe können nicht verdampfen und bleiben somit in dem BehĂ€lter, in dem das Wasser erhitzt wurde, zurĂŒck.

Zwar entstehen Regenwolken und somit Regen ebenfalls durch die Verdunstung von Wasser. WÀhrend die Tropfen wieder herunterfallen, sammeln sich in ihnen jedoch Schmutzpartikel, Pollen, Bakterien oder andere organische Substanzen. Auch Feinstaubpartikel werden teilweise mit aufgenommen. Aus diesem Grund lÀsst sich destilliertes Wasser nicht mit Regenwasser gleichstellen.

Kann man den aufgefangenen Regen trinken?

In bestimmten Regionen kann man Regenwasser trinken, wenn es entsprechend sauber aufgefangen und gesammelt wurde. Da die Tropfen allerdings auf ihrem Weg von der Wolke zum Boden Schmutz, Bakterien oder andere organische Substanzen aus der Luft oder dem AuffangbehÀlter aufnehmen, sollte es nur unter bestimmten UmstÀnden, in sehr geringen Mengen und dann auch eher selten getrunken werden. Nachdem es allerdings gefiltert und aufbereitet wurde, kann Regenwasser getrunken werden.

Regenwasser sammeln ohne Dach – welche Möglichkeiten gibt es?

Regenwasser kann auch ohne Regenrinnen aufgefangen werden. HierfĂŒr reicht beispielsweise eine offene Regentonne. Der Nachteil ist, dass dort auch schnell grĂ¶ĂŸere Schmutzpartikel hineinfallen können. Zudem können Sie Tiere, beispielsweise MĂŒcken, als BrutstĂ€tte oder TrĂ€nke nutzen, was den Viren- und Bakteriengehalt des so gesammelten Wassers stark erhöht.

Es gibt jedoch noch weitere Möglichkeiten:

Plane

Stellen Sie mehrere Kisten kreisförmig in Ihren Garten. Positionieren Sie in die Mitte des Kreises eine Regentonne, in der das aufgefangene Wasser gesammelt werden soll. Legen Sie nun eine wasserundurchlĂ€ssige Plane ĂŒber die Kisten. Sie sollte in der Mitte ein Loch haben. Damit das Regenwasser in die Tonne fließt, sollte die Öffnung genau ĂŒber dem AuffangbehĂ€lter liegen und leicht abschĂŒssig zu den oberen RĂ€ndern sein. Damit die Plane nicht verrutscht, befestigen Sie diese am besten an den entsprechenden Kisten. HierfĂŒr eignen sich beispielsweise saubere Steine. Beschweren Sie damit die Plane an den Stellen, an denen sie auf den Kisten aufliegt.

Info
Anstatt einer Plane können Sie auch eine Gartenteichfolie verwenden.

WĂ€schespinne

Legen Sie eine wasserundurchlĂ€ssige Plane auf Ihre WĂ€schespinne. Eine Seite sollte dabei etwas tiefer liegen, sodass der aufgefangene Regen hier abfließen kann. Stellen Sie unter die Stelle einen BehĂ€lter in ausreichender GrĂ¶ĂŸe. Wichtig ist, dass Sie nach dem Regen die Tonne verschließen, damit keine Schmutzpartikel, Laub oder Äste hineinfallen.

Blech

Verformen Sie ein Blech in ausreichender GrĂ¶ĂŸe so, dass es einen Trichter ergibt. Legen Sie diesen auf den BehĂ€lter, in dem das Regenwasser gesammelt werden soll.

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Wie kann man Regenwasser auf dem Balkon sammeln?

Regenwasser können Mieter auch auf dem Balkon sammeln. HierfĂŒr ist das Spannen einer Plane nötig. Sie wird wie ein Sonnensegel an der Fassade befestigt.

Achtung
Arbeiten an der Fassade mĂŒssen dem Vermieter vorab mitgeteilt werden. Hierzu zĂ€hlt auch das Bohren von Löchern. Erst wenn Sie die Genehmigung haben, dĂŒrfen Sie eine entsprechende Vorrichtung anbringen.

Achten Sie bei der Halterung fĂŒr die Plane darauf, dass diese stabil ist und dem Gewicht des aufgefangenen Niederschlags standhĂ€lt. Montieren Sie die Plane nun so, dass sie an einer Seite leicht abschĂŒssig hĂ€ngt. Unter diese Seite können Sie eine Tonne oder ein anderes großes GefĂ€ĂŸ stellen, in welches das Regenwasser abfließen soll.

Wer keine Erlaubnis von seinem Vermieter fĂŒr eine derartige Halterung an der Fassade hat, kann sich auch anderweitig behelfen. Stellen Sie Ihre Balkonmöbel so auf, dass Sie ĂŒber diese und die BalkonbrĂŒstung eine Plane legen können. Befestigen Sie die Plane mithilfe von Kabelbindern an der BrĂŒstung. Damit die Plane nicht verrutscht, legen Sie auf die Balkonmöbel, auf denen die Plane auffliegt, einen Stein.

Die Vorrichtung sollte zu einer Seite leicht abschĂŒssig hĂ€ngen beziehungsweise liegen. Auf dieser Seite positionieren Sie eine Tonne in ausreichender GrĂ¶ĂŸe. Das so aufgefangene Regenwasser kann nun von der abschĂŒssigen Plane in den BehĂ€lter fließen. Nach dem Niederschlag können Sie die Tonne verschließen und die Vorrichtung abmontieren.

Alternativ können Sie die Plane auch so auf Ihrem Balkon aufspannen, sodass sich der Regen in der Mitte sammelt, wo sich ein Loch befindet. Unter die Öffnung stellen Sie den AuffangbehĂ€lter fĂŒr das Wasser.

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Von Jennifer Buchholz
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