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Mehr zu Hause, mehr zahlen?: So spart man in Lockdown-Zeiten Stromkosten ein


So spart man in Lockdown-Zeiten Stromkosten ein

Von dpa
Aktualisiert am 01.02.2021Lesedauer: 3 Min.
27 Prozent der Stromkosten eines Haushaltes gehen laut Branchenstatistiken in die Informationstechnik - also Ger├Ąte wie Fernseher und Notebook.
27 Prozent der Stromkosten eines Haushaltes gehen laut Branchenstatistiken in die Informationstechnik - also Ger├Ąte wie Fernseher und Notebook. (Quelle: Bodo Marks/dpa-tmn./dpa)
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Berlin (dpa/tmn) - In jedem Haushalt gibt es Stromfresser, die uns das Geld aus der Tasche ziehen. Manche sind offensichtlich, andere sind versteckte Nimmersatte. Wer letztere entdeckt, kann viel sparen - und das h├Ąufig, ohne auf Komfort verzichten zu m├╝ssen.

Was sind die gr├Â├čten Stromverbraucher?

"Es sind nicht unbedingt der K├╝hlschrank oder die Waschmaschine, die den meisten Strom verbrauchen", berichtet Martin Brandis vom Energieteam der Verbraucherzentrale. "Das war in der Vergangenheit oft der Fall und trifft heute noch in Haushalten zu, die weiterhin ├Ąltere Ger├Ąte nutzen." Neuere Ger├Ąte sind energieeffizient.

Um eine Gef├╝hl f├╝r den Verbrauch zu bekommen, ein paar Zahlen: F├╝r Informationstechnik gehen laut Branchenstatistiken (2019) 27 Prozent des Stromverbrauchs drauf. Es folgen K├╝hl- und Gefrierger├Ąte mit 17 Prozent, Waschen und Trocknen mit 13 Prozent, Kochen mit elf Prozent.

Welche Ger├Ąte hat man oft nicht im Blick beim Stromverbrauch?

"In den Haushalten gibt es immer mehr Elektronik, die st├Ąndig l├Ąuft", sagt Brandis. WLAN-Router etwa - sie zwischendurch auszuschalten, ist f├╝r die meisten keine Option. "Aber man kann beim Router nicht ben├Âtigte Funktionen st├Ąndig oder zeitweise ausschalten", r├Ąt Brandis. "Das lohnt sich durchaus, denn ein Router mit zw├Âlf Watt Dauerleistung verbraucht beispielsweise im Jahr etwa 105 Kilowattstunden." Sparsame K├╝hlschr├Ąnke ben├Âtigen weniger.

Auch Ladeger├Ąte von Smartphones sind Stromfresser, wenn sie dauerhaft in der Steckdose sind. Tom Raulien von der Dena erkl├Ąrt: "Ihr Stromverbrauch ist unter anderem daran erkennbar, dass sie warm werden. Hier empfiehlt es sich, konsequent den Stecker zu ziehen oder eine Mehrfachsteckdose mit Ein- und Ausschalter zu nutzen."

Und da ist in manchen Haushalten das eigentlich schon entsorgte alte Elektroger├Ąt, das aber immer noch an der Steckdose h├Ąngt. Der Klassiker: Das alte K├╝hlger├Ąt im Keller, "das f├╝r eine Party aktiviert und dann nie wieder ausgeschaltet wurde", sagt Claudia Oberascher von der Initiative Hausger├Ąte+.

Wie ist das eigentlich mit smarten Haushaltsger├Ąten - sind sie stromsparend oder energieintensiver?

Sowohl als auch. Smarte Haushaltsger├Ąte ben├Âtigen einerseits aufgrund der umfangreicheren IT wie Modem, WLAN-Verst├Ąrker, etc. zus├Ątzlichen Strom, erkl├Ąrt Tom Raulien. "Andererseits bieten Smart-Home-Ger├Ąte verschiedene Optionen, um im Haushalt Strom zu sparen."

Laut einer Studie des ├ľko-Instituts im Auftrag der Verbraucherzentrale NRW steigt der Stromverbrauch f├╝r smarte Ger├Ąte je nach Komfort und Sicherheitsausstattung um drei bis maximal 19 Prozent an. Zugleich lassen sich zwischen neun Prozent Heizenergie in der Wohnung und 14 Prozent im Haus einsparen.

Wie kann ich den Stromverbrauch meiner Ger├Ąte messen?

Es gibt Strommessger├Ąte zum Leihen, etwa bei einigen Stromanbietern und den Verbraucherzentralen (Angebot kann coronabedingt eingeschr├Ąnkt sein). Das Messger├Ąt wird eine Zeit lang zwischen Steckdose und Elektroger├Ąt gesteckt, wobei das nicht bei eingebauten Ger├Ąte wie K├╝hlschrank oder Ofen m├Âglich ist. Auch in den Bedienungsanleitungen steht, wie viel Strom verbraucht wird.

Wann ist es Zeit f├╝r einen Ger├Ątetausch, um Strom zu sparen?

"Fr├╝her galt die Faustregel, dass K├╝hlschr├Ąnke, Waschmaschinen und Co. etwa zehn Jahre nach der Anschaffung ausgetauscht werden sollten", sagt Claudia Oberascher. Denn es waren in der Zwischenzeit viel effizientere Ger├Ąte entwickelt worden, so dass sich die Neuanschaffung schnell amortisiert hat. "Das ist heute anders, die Entwicklungsschritte sind nicht mehr so gro├č. Ein Ger├Ąt, das vor zehn Jahren sparsam war, ist es heute auch noch."

In manchen Produktgruppen aber hat sich zuletzt noch viel getan: Bei W├Ąschetrocknern kann der Austausch sinnvoll sein, weil sich eine neue Technik etabliert hat, sagt Brandis. "Mit der W├Ąrmepumpentechnik l├Ąsst sich der Stromverbrauch gegen├╝ber den bisherigen Abluft- oder Kondenstrocknern mehr als halbieren."

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