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Energiepreis-Konsequenz: "Meine Heizung bleibt bis zum Dauerfrost aus"

MEINUNGLeser geben Spartipps  

Energiepreis-Konsequenz: "Meine Heizung bleibt bis zum Dauerfrost aus"

Von Mario Thieme

13.11.2021, 09:06 Uhr
Energiepreis-Konsequenz: "Meine Heizung bleibt bis zum Dauerfrost aus". Die Energiekosten sind hoch. Wer richtig heizt, spart. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Getty Images / vejaa)

Die Energiekosten sind hoch. Wer richtig heizt, spart. (Quelle: Getty Images / vejaa/Thinkstock by Getty-Images)

Energie ist derzeit so teuer wie selten. t-online-Leser verraten, wie sie sparsam durch Herbst und Winter kommen.

Seit der Zeitumstellung wird es wieder früher dunkel. Die Konsequenz: Das Licht wird abends früher angeschaltet und brennt länger. Zudem wird es draußen immer ungemütlicher. Folglich halten sich die Menschen wieder mehr in den eigenen vier Wänden auf. Sie heizen die Räume auf und schalten technische Geräte ein. Heiz- und Stromkosten werden verursacht. Diese sind momentan besonders hoch, weil die Energiepreise enorm gestiegen sind.

t-online fragte seine Leserschaft nach ihren Tipps zum Energiesparen. Hier ein paar ausgewählte Antworten:

"Jede Heizungsanlage sollte einmal jährlich gewartet und gereinigt werden"

In Bezug aufs Heizen rät t-online-Leser Wilfried Siegel: "Jede Heizungsanlage sollte einmal jährlich gewartet und gereinigt werden; das erhöht und bewahrt den Wirkungsgrad. Die für Wohnung und Haus charakteristische Heizkurve muss von einer Fachkraft eingestellt werden; häufig sind diese zu hoch eingestellt. Der Fußpunkt der Heizkurve (also die Parallelverschiebung der Heizkurve) muss angepasst sein. Die Betriebszeiten von Tag- und Nachtbetrieb müssen an den Lebensrhythmus angepasst sein. Manuelle Heizkörperthermostatventile sollte man auf Stufe 3 begrenzen und die Raumtemperatur über ein Thermometer kontrollieren. Smarthome-Technik wie elektronische Thermostatventile ermöglichen zeit- und bedarfsgerechtes Heizen. Das Badezimmer muss zum Beispiel nur morgens und abends geheizt sein. Der Lebensrhythmus kann über Zeitprogramme (und Bewegungswächter) ziemlich genau angepasst werden.

Was den Stromverbrauch angeht, ist einer von Wilfried Siegels Tipps, "auf den Einsatz von Klimaanlagen zu verzichten". Außerdem weiß er, dass "Weiße Ware wie alte Kühltruhen, Kühlschränke, Waschmaschinen und Wäschetrockner Hauptverursacher für unnötig hohe Stromverbräuche" sind. Seiner Erfahrung nach amortisiere sich eine Neubeschaffung alter Geräte rasch. Er weist zudem darauf hin, dass Computer und Drucker nicht den ganzen Tag über eingeschaltet bleiben sollten.

"Heizung über Nacht abschalten bringt keine Einsparung"

t-online-Leser Bernd Balzarek macht auf einen typischen Heizfehler aufmerksam: "Die Heizung über Nacht oder gar beim kurzzeitigen Verlassen der Wohnung abzuschalten bzw. auf Frostschutz (Sternsymbol auf dem Thermostat) zu drehen bringt keine Einsparung. Warum? Um eine ausgekühlte Wohnung wieder auf Wunschtemperatur zu bringen, verbraucht man in der Regel mindestens das, was man eingespart hat! Eine Grundtemperatur sollte immer eingehalten werden. Letztendlich verbergen sich dahinter physikalische Gesetzmäßigkeiten, die wir Menschen so lange nicht überlisten werden, wie Wasser nicht bergauf fließt." Bernd Balzareks Rat ist, eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Seiner Erfahrung nach lohnt sich das Geld.

"Die Waschmaschine ist immer voll"

"Ich heize nur das Wohnzimmer und die Küche, alle anderen Zimmer nicht", schreibt die sparsame t-online-Leserin Anca Renn. Die Heizungskörper stelle sie dabei auf höchstens die Stufe 2,5.

Um Strom zu sparen, verzichtet Anca Renn auf zwei der stromfressenden Weißen Waren, von denen Wilfried Siegel spricht, nämlich Spülmaschine und Wäschetrockner. "Die Waschmaschine ist immer voll", berichtet sie und empfiehlt jedem anderen, ebenfalls jeden Waschgang auszunutzen.

"Das Licht mache ich nur in dem Raum an, in dem ich mich befinde"

t-online-Leserin Ilona Walter spart vor allem an der Beleuchtung, damit sie sich möglichst nicht über eine horrende Stromrechnung ärgern muss. "Das Licht mache ich nur in dem Raum an, in dem ich mich befinde und sorge nicht im ganzen Haus / in der ganzen Wohnung für Festtagsbeleuchtung. Im Flur ist ein Nachtlicht mit Bewegungsmelder installiert, der nur dann angeht, wenn ich in einen anderen Raum gehe. So kann man das Licht im Flur schon mal nicht vergessen zu löschen."

An Heizkosten spart Ilona Walter, indem sie die Heizung nur auf Stufe 3 stellt und sich "wie es im Winter normal ist, winterlich kleide – also: warmer Pulli oder warme Jacke und eine kuschelige Hose". Ihr fehlt das Verständnis für Leute, die die Heizung "voll aufdrehen, um dann nur in kurzer Hose und T-Shirt rumhüpfen zu können. In Räumen, in denen man sich nicht ständig aufhält, muss es auch nicht so warm sein", so Ilona Walters Appell an alle mit einem überdurchschnittlichen Wärmebedürfnis.

"Meine Heizung bleibt bis zum Dauerfrost aus"

"Meine Waffe gegen die hohen Heizkosten sind dicke Socken, Decken, Glühwein, Tee, scharfes Essen und ein Körnerkissen", verkündet t-online-Leserin Astrid Schlüter und fügt hinzu: "Diese Dinge heizen nur dort, wo Wärme gebraucht wird." Sie ist offenbar alles andere als das, was man umgangssprachlich eine Frostbeule nennt, denn für sie steht fest: "Meine Heizung bleibt bis zum Dauerfrost aus."

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