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Schnecken im Garten bekämpfen: Die besten Tipps | Überblick


Hausmittel und andere Methoden
Regen sorgt für Schneckenplage im Garten: Bekämpfen Sie sie

Von dpa-tmn, jb

Aktualisiert am 11.06.2024Lesedauer: 4 Min.
Schnecken zeigen sich besonders bei Regen im Garten.Vergrößern des BildesSchnecken zeigen sich besonders bei Regen im Garten. (Quelle: INSADCO/imago-images-bilder)
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Gartenfreunde aufgepasst: Es gibt effektive Wege, um heimische Flora vor gefräßigen Schneckenvölkern zu schützen. Innovative Lösungsansätze bieten erstaunliche Resultate.

Fallen Schnecken über die gepflegten Salatpflanzen und Blumen her, bleibt oft nur noch ein löchriges Gerüst übrig. Besonders bei regnerischem Wetter machen sich die Weichtiere über die Gartenpflanzen her. Schneckenkorn ist als Gegenmittel jedoch nicht immer ratsam.

Schneckenkorn ist die effektivste Methode

Viele Gartenbesitzer verwenden Schneckenkorn, um die gefräßigen Gartenschädlinge loszuwerden. Das Mittel lockt mit seinem süßlichen Geruch die Schnecken an, die Tiere fressen das Korn und verenden.

Viele Gartenbesitzer verwenden Schneckenkorn, um die gefräßigen Gartenschädlinge loszuwerden. Das Mittel lockt mit seinem süßlichen Geruch die Schnecken an, die Tiere fressen das Korn und sterben. Diese Methode ist zwar wirkungsvoll. Allerdings wirkt das Gift nicht nur gegen die schädlichen Schnecken im Garten wie die Wegschnecken (Arionidae) – wie Nacktschnecken oder Ackerschnecken – , sondern auch gegen die nützlichen Schneckenarten wie die Weinbergschnecke und den Schnegel (Tigerschnegel). Diese Weichtiere sind sehr sinnvoll im Garten, da sie für Ordnung sorgen und sogar die unerwünschten Wegschnecken bekämpfen. Mehr dazu in diesem Artikel.

Weitere Gründe, Schneckenkorn nicht zu verwenden ist, dass das Gift gefährlich für Hunde, Katzen und andere Tiere sowie für Kinder ist und somit nicht nur bei Schnecken einen großen Schaden anrichtet. Verzehren sie das Gift, kann es zu schweren Vergiftungserscheinungen kommen. Außerdem verenden Fressfeinde der Wegschnecken, wie Igel und Vögel, wenn sie Schnecken fressen, die zuvor Schneckenkorn verzehrt haben. Mehr dazu in diesem Artikel.

Schneckenkorn: Auf die Wirkstoffe achten

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Die unterschiedlichen Wirkstoffe gegen Schnecken sind allerdings nicht gleich gefährlich. Mittel, die auf Eisen-III-Phosphat basieren, sind weniger giftig als Schneckenkorn mit Metaldehyd oder Methiocarb, bekämpfen die Schädlinge aber genauso effektiv.

Dabei sollten Sie der Packungsaufschrift "Ungiftig für Haustiere" nur bedingt vertrauen. Wenn Hunde und Katzen zu viel des Mittels aufnehmen, zeigen sie trotzdem Vergiftungserscheinungen.

Kaffee vertreibt Schnecken

Um Schnecken ohne Einsatz von Chemie vom Beet fernzuhalten und sie zu bekämpfen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Laut dem Nabu ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Kaffee in geringer Konzentration die Tiere vertreibt. Das Koffein im Kaffee sei in größeren Konzentrationen sogar tödlich.

Sie können Kaffeesatz flächig ausstreuen oder in einem Schutzring um einzelne Pflanzen verteilen. Alternativ können Sie starken Bohnenkaffee auf die Blätter sprühen, damit die gefräßigen Weichtiere keinen Schaden an Ihren Pflanzen anrichten.

Bierfallen gegen Schnecken sind nicht zu empfehlen

Als probates Mittel gegen Schnecken wird oft auch zu Bierfallen geraten. Dazu gräbt man Gefäße, die zur Hälfte mit Bier gefüllt sind, im Garten ein. Die Schnecken werden vom Biergeruch angelockt, fallen in das Gefäß und ertrinken. Das Problem: Bier ist so verlockend, dass von seinem Geruch auch die Schnecken aus Nachbars Garten angezogen werden und man mehr Schnecken im Garten hat als zuvor.

Nasse Säcke oder Blätter als Sammelstelle

Wer mit dem Eimer bewaffnet auf Schneckenjagd gehen und die Tiere von Wegen aufsammeln und Pflanzen absammeln will, sollte das am besten abends oder frühmorgens tun. Dann sind die Tiere am aktivsten.

Zusätzlich können Sie den Schnecken eine Falle stellen: Die Tiere sammeln sich tagsüber gerne in nassen Säcken. Auch unter den ausgelegten Blättern von Salat, Kohl und Rhabarber verstecken sie sich oft. Von dort fällt das Absammeln besonders leicht. Oder Sie geben ihnen vermeintliche Versteckmöglichkeiten wie Dachziegel oder Bretter ins Gemüsebeet oder Blumenbeet. Hier können Sie die Weichtiere dann gebündelt aufsammeln.

Ein Hieb mit einem scharfen Arbeitsgerät oder das Übergießen mit heißem Wasser bringt den Tieren einen schnellen Tod. Tote Schnecken sollten Sie unbedingt aufsammeln und als Futter für Vögel wie Amseln und Eltern sowie Igel auf einer abgelegenen Wiese oder im Wald ablegen. Lassen Sie die getöteten Schnecken nicht in Ihrem Garten liegen – sie dienen ihren Artgenossen als Nahrung und locken sie somit an.

Trockene Wege als Barriere

Da Schnecken trockene Wege meiden sollte der Bereich um die Gemüsebeete möglichst offen und trocken gehalten werden. Dazu können Sie Holzwolle, Steinmehl, Asche oder Kalk streuen und den Schnecken den Weg ins Beet somit erschweren. Ihr Schleim reicht nicht aus, dieses unwegsame Gelände ohne Schaden zu überwinden.

Schneckenzäune gegen die Schädlinge

Ein sehr wirksames Mittel, um Schnecken abzuhalten, sind auch Schneckenzäune. Meist sind die aus Metall, ragen etwa zehn Zentimeter aus dem Boden und verfügen oben über eine Kante oder Rundung, die von den Schnecken nicht überwunden werden kann. Das Metall ist zu glatt für die Tiere.

Nachteil: Nur die Gemüsebeete mit Zaun sind geschützt. Im restlichen Garten sind die Schnecken nach wie vor unterwegs. Dennoch ist dies eine tierfreundliche und langfristige Methode der Schneckenbekämpfung.

Tierfreundliche Methode mit Pflanzen

Auch mit bestimmten Pflanzen können Sie den Schnecken das Leben schwer machen. Die Weichtiere meiden beispielsweise Kapuzinerkresse und die Phacelia, die auch Büschelschön oder Bienenweide genannt wird. Ihre blauen Blüten locken außerdem Bienen und andere nektarliebende Nützlinge in den Garten.

Thymian, Bohnenkraut, Kamille sowie Salbei oder Rosmarin sind ebenfalls Pflanzen, die unattraktiv für die Tiere und somit gut für die Schneckenbekämpfung geeignet sind. Zwischen das Gemüse gepflanzt, können sie den Befall zumindest eindämmen. Auch Farne, Gräser und flaumige Blätter schmecken Schnecken nicht. Diese Pflanzen mögen Schnecken nicht.

Schnecken mit Nematoden bekämpfen

Gegen nahezu alle Schädlinge im Garten helfen Nematoden. So auch gegen Schnecken. Dabei handelt es sich um Fadenwürmer, die unter anderem im Boden und an Pflanzen vorkommen. Sie sind eine biologische, natürliche Bekämpfungsmethode.

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Die PH Nematoden (Phasmarhabditis californica) werden auf die Erde gestreut, auf denen die Schnecken sich bewegen. Das führt dazu, dass die Nematoden in die Körperöffnungen (beispielsweise die Mantelhöhle) in die Schnecken eindringen können. Dort fallen die Parasiten dann über den Organismus des Weichtiers her und zerstören ihn. Die Schnecken sterben nicht sofort. Stattdessen stellen die Schnecken ihre Fraßtätigkeit nach drei bis vier Tagen ein und verhungern.

Schneckneier überleben den Winter

Eine Nacktschnecke kann bis zu 500 Eier in einem Jahr ablegen – und damit gleich mehrere neue Generationen hervorbringen. Denn die Gelege mit je zehn bis 30 Eiern entwickeln sich unter günstigen Bedingungen nach zwei bis vier Wochen. Diese Nachkommen sind nach gut sechs Wochen selbst fortpflanzungsfähig.

Die letzten Eier legen die Weichtiere im Herbst – aus denen dann im Folgejahr neue Nachkommen schlüpfen. Denn selbst Temperaturen von bis zu minus 20 Grad überleben Schneckeneier – ausgewachsene Schnecken können minus zehn Grad aushalten. Milde Winter haben so eine große Zahl der Schädlinge zur Folge.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Eigene Recherche
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