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Holzterrasse selbst bauen: So klappt's – Tipps

Do-it-yourself  

So bauen Sie sich ihre eigene Holzterrasse

29.06.2020, 12:49 Uhr | fs, jb, t-online.de

Holzterrasse selbst bauen: So klappt's – Tipps. Terrasse: Eine Terrasse aus Holz wertet Ihren Garten auf. (Quelle: Getty Images/Avalon_Studio)

Gartengestaltung: Eine Terrasse aus Holz wertet Ihren Garten auf. (Quelle: Avalon_Studio/Getty Images)

Wenn Sie sich selbst eine Holzterrasse bauen möchten, sollten Sie vorab gut planen, um gravierende Fehler bereits im Vorfeld zu vermeiden.

Holz strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus und ist gerade wieder sehr beliebt. Der natürliche Rohstoff ist zwar pflegeintensiv, jedoch lässt er sich leicht verarbeiten. Somit ist Holz für den Selbstbau einer Terrasse ideal.

Holzterrasse bauen: Das ist wichtig für die Planung

Jedes Projekt beginnt mit einer Planung. Am besten fertigen Sie zuerst eine Zeichnung davon an, wie die Terrasse später einmal aussehen soll. Dazu müssen Sie die für die Terrasse vorgesehene Fläche zunächst exakt vermessen und dann maßstabsgetreu zu Papier bringen. Fertigen Sie eine Draufsicht an, in der die Unterkonstruktion, die einzelnen Dielen und die Abstände der Dielen eingezeichnet werden können. Mithilfe dieser Zeichnung können Sie berechnen, wie viele Holzdielen, Trägerbalken und Schrauben Sie benötigen werden.

Achtung
Wenn Sie eine Holzterrasse selbst bauen möchten, sollten Sie ausreichend Zeit einplanen. Die Konstruktion kann bis zu drei Tage in Anspruch nehmen. Je mehr Helfer Sie haben, desto schneller geht der Aufbau.

Das richtige Holz für die Terrasse wählen

Am häufigsten wird für den Bau einer Terrasse Bangkirai verwendet. Dieses Tropenholz stammt aus Südostasien und ist sehr witterungsbeständig. Auch wer bei seiner Holzterrasse auf andere tropische Hölzer zurückgreift, wird lange Freude an seiner Terrasse haben. Sie sind nicht nur sehr hart, sondern teilweise auch resistenter gegen Abnutzungen. Weitere Hölzer, die ebenfalls sehr robust und langlebig sind, sind Massaranduba, Garapa oder Teak.

Wer lieber auf heimische Holzsorten zurückgreifen möchte, hat auch hier eine gute Auswahl: Douglasie oder Lärche sind auch für den Bau einer Terrasse geeignet. Diese Holzsorten sind mit den tropischen Hölzern durchaus vergleichbar und zudem etwas günstiger. Noch etwas haltbarer, aber sehr teuer ist Robinienholz. Diese Holzsorte ist jedoch nur schwer zu bekommen.

Do-it-Youself: Das Material benötigen Sie

Wenn Sie Ihre Holzterrasse selbst bauen möchten, benötigen Sie neben ausreichend Material auch das richtige Werkzeug. Bevor Sie in den Baumarkt oder Fachhandel fahren, sollten Sie sich überlegen, welche Geräte zum Einsatz kommen, was Sie hiervon bereits haben und welche Sie sich leihen müssen.

Folgendes Material benötigen Sie:

  • Terrassendielen aus Holz
  • Terrassenlager
  • Terrassen- oder Gehwegplatten
  • Pflasterfugenmörtel
  • Abstandshalter
  • Unkrautvlies
  • Unterkonstruktion
  • Holzversiegelung
  • Dübel
  • Schrauben
  • Profile
  • Klebeband
  • Splitt
  • Kies
  • Sand

Dieses Werkzeug sollten Sie parat haben:

  • Bohrmaschine
  • Akkubohrer mit entsprechenden Bits
  • Handkreissäge
  • Rüttelplatte
  • Hammer
  • Schaufel
  • Maßband
  • Wasserwaage
  • Winkel
  • Abziehlatte
  • Schnureisen
  • Pinsel
  • Profile
  • Zwingen
  • Schleifpapier
  • Schnur

Das Fundament für die Terrasse

Damit die Unterkonstruktion und in dem Zuge auch die Terrasse stabil sind, sollten Sie ein gutes Fundament errichten. Markieren Sie hierfür mithilfe der Schnur und der Schnureisen die Fläche, auf der die Terrasse errichtet werden soll. Die Winkel helfen Ihnen dabei, dass der Bereich rechtwinkelig ist und Sie später die Bretter nicht länglich abschneiden müssen.

Nun müssen Sie den Bereich ausheben. Soll die Terrasse ebenerdig sein, muss dies entsprechend mehr sein. Rechnen Sie hierzu die Höhen der jeweiligen Materialien zusammen, um einen exakten Wert zu haben. Denken Sie beim Ausheben auch daran, dass die Terrasse abschüssig sein sollte. Zum Haus hin sollte sie etwa zwei Prozent höher liegen. So kann Regenwasser abfließen.

Füllen Sie den Bereich bis zu 25 Zentimeter hoch mit einer Tragschicht aus Kies und Splitt auf und verdichten Sie anschließend alles mithilfe der Rüttelplatte. Am besten gehen Sie zweimal über die Fläche. Abschließend wird etwa fünf Zentimeter Sand auf die Fläche gegeben. Dieser dient als Ausgleichsschicht, sodass die Unterkonstruktion eben steht. Nun wird der Sand mit der Latte abgezogen, sodass eine gleichmäßige Fläche zurückbleibt. Nun sollten Sie das Unkrautvlies auslegen. So verhindern Sie, dass Wildpflanzen durch die Dielen hindurch wachsen und ersparen sich später viel Arbeit.

Holzterrassen bauen: Die Unterkonstruktion ist entscheidend

Nachdem Sie das Fundament erstellt haben, müssen Sie eine Unterkonstruktion für die Holzterrasse errichten. Sie sorgt dafür, dass die Dielen nicht auf dem Boden aufliegen. Stattdessen liegen sie auf einem robusten Balkenwerk, wodurch Regen schnell abtropfen und Wasser aus dem Untergrund nicht in das Holz ziehen kann. Denn Feuchtigkeit ist ein großer Feind hölzernen Terrassen. Das Balkenfundament ist für die Langlebigkeit der Terrasse also ebenso wichtig wie eine gute Imprägnierung der Terrassenbohlen.

Verlegen Sie die Randsteine sowie die Gehwegplatten und klopfen Sie alles mit einem Gummihammer fest. Die Platten sollten in einem entsprechenden, nicht zu großen Abstand zueinander liegen. 

Nun werden die Terrassenlager auf die Platten gelegt und anschließend die Balken auf diese montiert. Achten Sie bei deren Befestigung auf einen kleinen Abstand zwischen den Hölzern. Es handelt sich hierbei um Dehnungsfugen. Sie sollten etwa einen Zentimeter groß sein. Auch der nächste am Haus liegende Balken sollte einen Mindestabstand haben. Es reichen zwischen fünf und sieben Zentimetern. 

Dielen verlegen und Holz pflegen

Steht die Unterkonstruktion, können Sie mit dem Verlegen der Holzdielen beginnen. Wichtig ist dabei, dass Sie genau arbeiten. Das gilt vor allem für die erste Holzdiele, da sie den Ausgangspunkt für die weiteren Dielen stellt. Sie sollte einen Abstand von 1,5 Zentimetern zur Hauswand  haben. Dieser Abstand dient als Dehnungsfuge. Benutzen Sie beim Verlegen auch dringend die Waage sowie den Winkel.

Montieren Sie davon ausgehend alle weiteren Holzdielen mit demselben Abstand zueinander. Ein Abstandshalter kann Ihnen dabei helfen, dass die Dielen gleichmäßig liegen. Anschließend verschrauben Sie die Dielen. Sind alle Terrassenhölzer verlegt, können Sie die Abschlussleisten montieren. 

Sind die Dielen fertig montiert, müssen Sie die Holzdielen noch imprägnieren. Hierfür reichen Öle, Holzlacke oder spezielle Holzpflegemittel. Sie sorgen dafür, dass das Material widerstandsfähiger gegen Regen, starke Sonnenstrahlung sowie Frost wird. Und auch die Farbe bleibt durch den Schutz länger erhalten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • hornbach
  • selbst
  • obi
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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