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FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Nelken pflanzen: Das ist der beste Standort

Von dpa-tmn, t-online, ron

Aktualisiert am 23.06.2022Lesedauer: 5 Min.
Nelke (Dianthus): Sie mag sonnige und trockene Standorte.
Nelke (Dianthus): Sie mag sonnige und trockene Standorte. (Quelle: suedraumfoto/imago-images-bilder)
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Sie wird oft als altbackene Schwiegermutterblume verspottet: die Nelke. Dabei duftet die Pflanze herrlich und blĂŒht im Garten Ă€ußerst reich und farbenfroh. Grund genug, einige Vorurteile abzubauen.

Das Wichtigste im Überblick


Mit ihren krĂ€ftigen BlĂŒtenfarben, dem feinen Duft und der guten Haltbarkeit haben sich Nelken einen Namen als sogenannte Knopflochblume gemacht – die von Ă€ltlichen Herren am Jackett-Revers getragen wird, um die Schwiegermutter zu beeindrucken. Das behaupten jedenfalls böse Zungen.


Gartenpflanzen in der Klimakrise: Das sind zehn Gewinner

Rose (Rosa): Die Königin der Blumen gilt als grĂ¶ĂŸte Gewinnerin im Klimawandel, weil sie als sogenannter Tiefwurzler widerstandsfĂ€higer gegenĂŒber Trockenheit ist.
Fetthenne (Sedum): Ihre dickfleischigen BlĂ€tter und StĂ€ngel können fĂŒr lĂ€ngere Zeit Feuchtigkeit speichern. Das macht die Fetthenne zu einer Trockenheitsspezialistin. Zudem gilt sie als bienenfreundlich, weil ihre BlĂŒten viele Honigsammlerinnen anziehen.
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Die Bekanntheit der Nelke reicht allerdings bis in die vorchristliche Zeit zurĂŒck: Damals hatte sie einen festen Platz im Blumenkult des alten Griechenlands. Ihr botanischer Name Dianthus wird mit Zeusblume ĂŒbersetzt und leitet sich aus der griechischen Sprache ab. Heute wird sie auch in Deutschland gern im Garten angepflanzt. Die gute Nachricht: Allgemein benötigt die Pflanze wenig Pflege.

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Standort: Sonnige Lage, luftiger Boden

"Typisch fĂŒr die meisten Vertreter dieser Gattung ist ein Standort im Gebirge", sagt Brigitte Fiebig, Technische Leiterin des Botanischen Gartens der Eberhard Karls UniversitĂ€t TĂŒbingen. Sie leitet daraus die Standortbedingungen fĂŒr die meisten Nelken ab: "Sie wollen einen gut wasserdurchlĂ€ssigen und luftigen Boden in sonniger Lage." Eine Gemeinsamkeit von Nelken ist auch die Vorliebe fĂŒr kalkhaltige Böden.

Heidenelke (Dianthus deltoides): Sie blĂŒht in zartem Rosa auf mageren, sandigen Wiesen und Weiden.
Heidenelke (Dianthus deltoides): Sie blĂŒht in zartem Rosa auf mageren, sandigen Wiesen und Weiden. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Eine Ausnahme macht die Heidenelke (Dianthus deltoides). "Diese in Europa heimische Art bevorzugt neutrale bis leicht saure Böden", erklĂ€rt Fiebig. So ist sie ein wertvoller Begleiter in HeidegĂ€rten. Ebenso schmĂŒcken die etwa 15 Zentimeter hohen Polster zusammen mit Besenheide kleine Steintröge.

Pflanzen: Abstand beachten

Es ist ratsam, Nelken im FrĂŒhjahr zu pflanzen. Die AbstĂ€nde zwischen den einzelnen Jungpflanzen hĂ€ngen von der jeweiligen Sorte ab. Eine Faustregel sagt, dass ein Abstand von 15 bis 25 Zentimetern optimal ist.

Wuchs: Schmale BlÀtter, kompakte Polster

Nelken sind mit Aussehen und Wuchs sehr gut an die sonnigen, trockenen Standorte angepasst. "Typisch fĂŒr Nelken sind die schmalen, linear geformten BlĂ€tter", sagt Andreas Gröger, Oberkonservator des Botanischen Gartens MĂŒnchen. Durch diese grasartigen LaubbĂŒschel verdunstet nicht zu viel Wasser. Die hĂ€ufig blĂ€uliche Farbe der BlĂ€tter beruht auf einer Wachsschicht – "auch diese ist eine Anpassung an Trockenheit", so Gröger.

Die charakteristische Wuchsform der alpinen Nelken ist das kompakte Polster. Da die meisten Nelken sehr blĂŒtenreich sind, bilden sich in Kombination mit der Wuchsform dekorative BlĂŒtenteppiche.

Gießen: Geringer Wasserbedarf

Nelken schĂ€tzen Trockenheit und mĂŒssen daher nicht allzu oft gegossen werden. Damit zĂ€hlen sie zu den Gewinnern der Klimakrise – im Gegensatz zu anderen Gartenpflanzen, die wegen Wassermangel, Hitze und Trockenheit lĂ€ngerfristig verschwinden werden.

DĂŒngen: Wenige NĂ€hrstoffe notwendig

Gleichzeitig bevorzugen Nelken eher magere Böden. Fiebig rĂ€t daher zu sparsamen DĂŒngergaben. Zu hohe NĂ€hrstoffgaben, ein dichter Stand sowie feuchte und schattige PlĂ€tze haben zur Folge, dass die Pflanzen anfĂ€llig werden fĂŒr Pilzkrankheiten. "Bei Standortproblemen setzt man die Pflanzen um", empfiehlt die Expertin. Alternativ stĂ€rken AlgenprĂ€parate die Staude.

Vermehren: Aussaat, Stecklinge, Teilung

Wer mehr Nelken in seinem Garten pflanzen möchte, kann sie im zeitigen FrĂŒhjahr aussĂ€en beziehungsweise ab Februar auf der Fensterbank oder im GewĂ€chshaus vorziehen. Die Samen keimen etwa nach zehn bis 15 Tagen bei einer Temperatur um 20 Grad. Nachdem spĂ€ter die einzelnen PflĂ€nzchen vereinzelt (pikiert) und in Töpfe gesetzt werden, sind sie im Mai ins Freie auszupflanzen.

Haben Sie bereits Nelken, können Sie diese auch ĂŒber Stecklinge vermehren. Ein guter Zeitpunkt ist der FrĂŒhsommer, es klappt aber auch im SpĂ€tsommer oder FrĂŒhherbst. Gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Schneiden Sie von krĂ€ftigen Pflanzen möglichst blĂŒtenlose, etwa zehn Zentimeter kurze Triebe unterhalb eines Blattknotens ab.
  2. Entfernen Sie die BlÀtter, sodass nur das obere Blattpaar verbleibt.
  3. Setzen Sie die Stecklinge in möglichst sandige Gartenerde oder jeweils in einen Topf mit Anzuchterde und wĂ€ssern Sie die Stecklinge regelmĂ€ĂŸig, bis sich Wurzeln gebildet haben.

Eine dritte Möglichkeit zum Vermehren besteht darin, im zeitigen FrĂŒhjahr oder SpĂ€tsommer eine Nelkenpflanze auszugraben, den Wurzelballen zu teilen und am neuen Standort wieder einzupflanzen. In der darauffolgenden Saison sollten die Blumen wie gewohnt blĂŒhen.

GĂ€rtner-Trick: VerblĂŒhtes entfernen

Die meisten Nelken fĂŒr den Garten blĂŒhen ab Ende Mai oder Juni den ganzen Sommer lang. Im Alpinum des Botanischen Gartens in MĂŒnchen kann man bis zu 50 verschiedene Arten bewundern. "Besonders attraktiv sind beispielsweise die Bulgarische Zwergnelke (Dianthus microlepis) und die Alpennelke (Dianthus alpinus)", berichtet Gröger.

Alpennelke (Dianthus alpinus): Die etwa fĂŒnf bis 20 Zentimeter hohe Staude blĂŒht im Juli und August.
Alpennelke (Dianthus alpinus): Die etwa fĂŒnf bis 20 Zentimeter hohe Staude blĂŒht im Juli und August. (Quelle: Waldemar Boegel/imago-images-bilder)

Fiebig empfiehlt diese Arten aber in erster Linie fĂŒr Liebhaber, denn in der Pflege sind sie anspruchsvoll. "Pfingstnelken (Dianthus gratianopolitanus) und duftende Federnelken (Dianthus plumarius) sind ideal fĂŒr den Hausgarten", sagt die Gartenbautechnikerin. Beide sind durch ihre zahlreichen Namenssorten bekannt. Gerade Federnelken, in England "Pinks" genannt, gibt es in vielen Variationen.

Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus): Kompakte Polster und schöne BlĂŒten sind ihr Markenzeichen.
Pfingstnelke (Dianthus gratianopolitanus): Kompakte Polster und schöne BlĂŒten sind ihr Markenzeichen. (Quelle: imagebroker/imago-images-bilder)
Federnelke (Dianthus plumarius): Sie ist eine beliebte, einheimische Staude fĂŒr den Steingarten.
Federnelke (Dianthus plumarius): Sie ist eine beliebte, einheimische Staude fĂŒr den Steingarten. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Unser Tipp
Verwelkte NelkenblĂŒten sollten Sie regelmĂ€ĂŸig entfernen, um eine neue BlĂŒtenbildung anzuregen.

Wie bei den meisten Arten ist das Farbspektrum der BlĂŒten auf Weiß, Rosa und Rot beschrĂ€nkt, aber es gibt zahlreiche gefĂŒllte und zweifarbige Sorten. DarĂŒber hinaus sind Federnelken bekannt fĂŒr ihren intensiven Duft.

Überwintern: Welche Sorten sind winterhart?

Fast alle mehrjĂ€hrigen Nelkensorten – ob im Gartenbeet oder im PflanzgefĂ€ĂŸ – sind winterhart. Damit ist das Überwintern der Pflanzen unproblematisch. Dennoch sollten Nelken in der kalten Jahreszeit an einem nicht zu feuchten Standort stehen. Sonst kann es passieren, dass sie wegen NĂ€sse eingehen.

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Verwendung: Passende Beetpartner

Als Partner zu den alpinen, im kompakten Polster wachsenden Nelken empfiehlt Fiebig Pflanzen mit gleichen AnsprĂŒchen und Ă€hnlicher Höhe wie beispielsweise

Zusammen mit Zwergkoniferen und niedrigen GrÀsern entstehen dann Zwerglandschaften. So legen Sie einen alpinen Steingarten selbst an.

Höhere Arten: KartÀusernelke, Bartnelke, Prachtnelke

KartĂ€usernelke (Dianthus carthusianorum): Bisher ist nur eine BlĂŒte geöffnet.
KartĂ€usernelke (Dianthus carthusianorum): Bisher ist nur eine BlĂŒte geöffnet. (Quelle: McPhoto/imago-images-bilder)

Es gibt auch eine ganze Reihe von höher wachsenden Nelken, die im Garten gut wachsen:

  • KartĂ€usernelke (Dianthus carthusianorum)
    Eine heimische Art ist die KartĂ€usernelke. Die Staude mit bis zu 70 Zentimeter hohen BlĂŒtenstielen gedeiht auf sandigen Böden. "WĂ€hrend viele Nelken die BlĂŒten einzeln auf einem krĂ€ftigen StĂ€ngel tragen, stehen die karminroten BlĂŒten der KartĂ€usernelke in dichten BĂŒscheln zusammen", sagt Gröger.
  • Bartnelke (Dianthus barbatus)
    Ähnlich dicht stehen die BlĂŒten bei der Bartnelke, die in lĂ€ndlichen GĂ€rten verbreitet ist. "Diese meist zweijĂ€hrig gezogene Blume zeichnet sich durch die duftenden BlĂŒten in zahlreichen Farben aus", erlĂ€utert Fiebig.
  • Prachtnelke (Dianthus superbus)
    Sie bevorzugt im Vergleich zu vielen anderen Nelken den gut gepflegten, frischen bis feuchten Gartenboden.

Namensbedeutung: EinzelblĂŒte gleicht Nagel

Der Name Nelke hat eine eher ĂŒberraschende Bedeutung: Er beruht auf dem Begriff Nagel. "Nelken sind klassische Vertreter der Stieltellerblumen", erlĂ€utert Gröger. "Die KronblĂ€tter der BlĂŒten setzen sich aus der horizontalen Platte und dem nach unten abgewinkelten Nagel zusammen." Von der Seite sieht die EinzelblĂŒte wie ein Nagel aus.

Symbol: Rote Nelke zum Frauentag

Im 19. Jahrhundert setzte sich die rote Nelke als Symbol der Arbeiterklasse durch. Bei Demonstrationen fĂŒr mehr und bessere Frauenrechte trugen die Teilnehmerinnen als Zeichen der SolidaritĂ€t und der Zugehörigkeit rote Nelken an ihrer Kleidung. Heute gehören rote Nelken zu den wichtigsten und beliebtesten Blumen am Internationalen Frauentag in Deutschland.

GewĂŒrznelke: Wenig gemeinsam mit Gartennelke

Mit den GewĂŒrznelken hat die Nagelblume nur den Namen und teilweise den Duft gemein. GewĂŒrznelken stammen von einem in den Tropen heimischen Gehölz ab. Nelken kommen vorwiegend in Eurasien vor. "Das Verbreitungsgebiet reicht vom Mittelmeerraum bis nach Asien", erklĂ€rt Fiebig. Nur vereinzelt sind Arten in SĂŒdafrika, Japan und Amerika heimisch.

Pflege-Steckbrief

Nelke (Dianthus)
Standort sonnig
Boden wasserdurchlÀssig, luftig, kalkhaltig
Pflanzen im FrĂŒhjahr
Gießen geringer Wasserbedarf
DĂŒngen wenig und sparsam
BlĂŒtezeit Mai bis Oktober
Vermehren Aussaat, Stecklinge, Teilung
Pflege verwelkte BlĂŒten regelmĂ€ĂŸig entfernen
Überwintern winterhart; geschĂŒtzter Standort vorteilhaft
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