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Efeu: Wie giftig ist die Pflanze?

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Kletterpflanze  

Efeu: Wie giftig ist die Pflanze?

03.05.2013, 14:05 Uhr | ah (CF)

Efeu: Wie giftig ist die Pflanze?. Efeu verschönert als dekorative Rankpflanze viele Hausfassaden (Quelle: imago/chromorange)

Efeu verschönert als dekorative Rankpflanze viele Hausfassaden (Quelle: chromorange/imago)

Gemeiner Efeu gehört zu den Giftpflanzen, die vor allem bei Verzehr größerer Mengen gefährlich sein können. Besonders giftig sind ältere Pflanzen, die im fortgeschrittenen Alter und bei größerer Wuchshöhe giftige Beeren tragen können. Aber auch die Blätter der Rankpflanze sind nicht ungefährlich: Sie können zum Beispiel Hautausschläge verursachen.

Gemeiner Efeu: Giftig vor allem im Alter

Zwar enthalten alle Teile der beliebten Rankpflanze Giftstoffe, doch wirklich gefährlich sind vor allem die Beeren des erwachsenen Efeus, von Botanikern auch Hedera helix arborescens genannt. Die Früchte wachsen an sogenannten Blühsprossen, die der Efeu ab einer gewissen Wuchshöhe ausbildet. Sie wird ab einem Alter von etwa 20 Jahren erreicht.

Giftige Beeren: Was sind die Gefahren?

Die Blüten blühen in Form von Halbkugeln und haben eine gelb-grüne Farbe. Die sich daraus entwickelnden Beeren sind violett bis schwarz. Weil die giftigen Beeren meist in großer Höhe wachsen, ist die Gefahr relativ gering, dass beispielsweise Kinder diese probieren. Es sei denn, die Altersform des gemeinen Efeus wird als Steckling am Boden gepflanzt: Sie wachsen dann zu Sträuchern heran, sodass die Beeren in Greifhöhe im Garten wachsen können.

lifestyle.t-online.de: Efeu - Tipps zum Pflanzen, Düngen und Schneiden

Die Beeren enthalten die Giftstoffe alpha-Hederin und Falcarinol. Der Verzehr ist vor allem für Kinder gefährlich, erste Vergiftungserscheinungen treten bereits bei zwei bis drei Beeren auf. Zu den Symptomen gehören ein Brennen im Rachenraum, Erbrechen sowie Durchfall, warnt das Magazin "Baby und Familie" der "Apotheken Umschau". Bei größeren Mengen können zusätzlich Schockzustände und im schlimmsten Fall Atemstillstand auftreten. Weil die giftigen Beeren des gemeinen Efeus sehr bitter schmecken, ist es jedoch eher unwahrscheinlich, dass Kinder viele der Beeren essen.

Sollte es trotzdem zu solch schweren Vergiftungserscheinungen kommen, sollten Sie unbedingt den Giftnotruf Ihrer Region anrufen, der auf solche Fälle spezialisiert ist und mit seiner Expertise im Notfall Leben retten kann.

Blätter können Hautreizungen hervorrufen

Doch nicht nur die Beeren, auch die Blätter des gemeinen Efeus können giftig sein. Bei Berührung können diese bei gesunden Menschen Rötungen der Haut hervorrufen. Manchmal entstehen auch nässende Pusteln. Diese Hautreaktion ist unangenehm, aber nicht lebensgefährlich. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Handschuhe zutragen, wenn Sie bei der Gartenarbeit mit der Rankpflanze hantieren. Vor allem Allergiker sollten sich davor in acht nehmen, mit Efeu in Hautkontakt zu kommen.

Von sehr jungem Efeu (Hedera helix), der an Hausfassaden und Bäumen empor klettert oder Böden bedeckt, geht übrigens in den meisten Fällen keine größere Gefahr aus.

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