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Bärlauch ernten: Darauf sollten Sie unbedingt achten

Waldknoblauch  

Bärlauch ernten: Darauf sollten Sie achten

04.06.2014, 10:48 Uhr | ths

Bärlauch ernten: Darauf sollten Sie unbedingt achten. Im Frühling ist Bärlauch-Saison. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Frühling ist Bärlauch-Saison. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bärlauch ist neben seiner Verwendung als Heilpflanze auch eine beliebte Gemüse- und Gewürzpflanze. Der Geschmack ähnelt dem von Knoblauch, ist allerdings nicht so intensiv und hinterlässt keinen lästigen Knoblauchgeruch. Wo Sie Bärlauch finden, wann die beste Erntezeit ist und wie Sie Bärlauch von giftigen Pflanzen unterscheiden, erfahren Sie hier.

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Im Frühling ist Bärlauch-Saison

Die größten Vorkommen an Bärlauch finden Sie in halbschattigen Laubwäldern und Auwäldern, gut erkennbar am Geruch nach Knoblauch. Erntezeit für „Waldknoblauch“, wie Bärlauch deshalb auch genannt wird, ist im Frühjahr. Von März bis Mai hat die altbekannte Heilpflanze ihre Saison. Mit der anschließenden Bärlauchblüte verlieren die Blätter deutlich an Geschmack. Suchen Sie deshalb nach Pflanzen, die noch nicht angefangen haben zu blühen.

Bärlauch ernten

Die Blätter der Gewürzpflanze lassen sich aber am besten verwerten, auch wenn Bärlauchzwiebel und Bärlauchblüten ebenfalls essbar sind. Da Bärlauch frisch am besten schmeckt, sollten Sie nur so viele Blätter ernten, wie Sie benötigen oder weiterverarbeiten können. Schneiden Sie pro Pflanze nur ein bis zwei Blätter mit einer Schere oder einem scharfen Messer ab – so kann die Bärlauchpflanze leichter regenerieren.

Geschnittene Blätter können Sie am besten transportieren, wenn Sie in einen sauberen, ausreichend großen Gefrierbeutel etwas Wasser füllen, dann die Blätter hineingeben und zum Schluss den Beutel leicht aufgepustet verknoten. Die Bärlauchblätter werden auf diese Weise geschützt und gleichzeitig frisch gehalten. Im Kühlschrank halten sich die frisch gesammelten Bärlauchblätter in ein feuchtes Tuch einwickelt bis zu einer Woche.

Verwechslungsgefahr mit Maiglöckchen oder anderen giftigen Pflanzen

Bärlauchblätter ähneln den Blättern von Maiglöckchen, Herbstzeitlosen und Geflecktem Aronstab, die alle drei giftig sind. Hier ist also größte Vorsicht geboten – es droht sonst Lebensgefahr! Prüfen Sie deshalb unbedingt jedes einzelne Blatt durch Reiben zwischen den Fingern, ob der für Bärlauch typische knoblauchartige Geruch auftritt. Blätter, die nicht nach Knoblauch duften, sollten Sie keinesfalls verwenden. Mehr zur Verwechslungsgefahr erfahren Sie hier.

Bärlauch und Fuchsbandwurm

Oft ist zu lesen, bei Bärlauch bestehe die Gefahr, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren. Wissenschaftlich bestätigt wurde das bislang nicht. Die Experten des Robert-Koch-Instituts raten dennoch zur Vorsicht. Bodennah wachsende Nahrungsmittel sollten vorsorglich vor dem Verzehr gründlich gewaschen werden. In Risikogebieten mit erhöhtem Infektionsrisiko sollten die Pflanzen zudem möglichst abgekocht oder getrocknet werden. Zu den Risikogebieten zählen hauptsächlich süddeutsche Regionen: die Schwäbische Alb, die Alb-Donau-Region, Oberschwaben und das Allgäu.

Beachten Sie jedoch, dass der Bärlauch durch das Kochen oder Trocknen weitgehend sein Aroma verliert. Sie sollten sich daher unbedingt vorher erkundigen, ob das Gebiet, in dem Sie sammeln wollen, als Fuchsbandwurm-Risikogebiet gilt.

Bärlauch als Gewürz

Wenn Sie die genannten Vorsichtsmaßnahmen einhalten, werden Sie mit einem vielseitigen Gewürz belohnt. Bärläuch lässt sich zum Beispiel zu einer köstlichen Bärlauchsuppe verarbeiten, eignet sich aber auch nur zum Verfeinern von Salaten und Suppen. Klein geschnitten können Sie wunderbar Ihr Rührei oder Kräuterquark würzen. Pasta mit Bärlauch, gefüllt oder als Soße, ist besonders schmackhaft. Weiterverarbeitet zu Bärlauchbutter passt das Gewürz sehr gut zu Fleisch und Geflügel. Oder stellen Sie einfach Ihr eigenes Bärlauchpesto her. So können Sie Bärläuch das ganze Jahr über genießen.

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