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Eibe: Vorsicht, giftig! Darum ist die Heckenpflanze gefährlich

Fragen und Antworten  

Eibe: Darum ist die beliebte Heckenpflanze so gefährlich

08.03.2021, 18:26 Uhr | rk, t-online, ron

Eibe: Vorsicht, giftig! Darum ist die Heckenpflanze gefährlich. Europäische Eibe (Taxus baccata): Die Nadeln der Pflanze sind hochgiftig. (Quelle: imago images/imagebroker)

Europäische Eibe (Taxus baccata): Die Nadeln der Pflanze sind hochgiftig. (Quelle: imagebroker/imago images)

Sie ist immergrün, frosthart und eignet sich gut als Heckenpflanze. Allerdings ist die Eibe giftig – für Mensch und Tier. Deshalb sollten Sie bei der Wahl des Standorts vorsichtig sein.

Die Europäische Eibe, auch Gemeine Eibe oder nur Eibe genannt, zählt zu den immergrünen Nadelbäumen. Mit einer Wuchshöhe von bis zu 15 Metern und einem glänzend-grünen Nadelkleid bietet der unter seinem botanischen Namen als Taxus baccata bekannte Baum etwas fürs Auge. Weil die Eibe zudem schnittverträglich ist, wird sie gern als Hecke im Garten angepflanzt.

Welche Teile der Eibe sind giftig?

Doch so attraktiv die Eibe ist, so giftig sind fast alle Teile der Pflanze. In den von oben dunkelgrün glänzenden und an der Unterseite matt-hellgrün schimmernden Nadeln sowie in den im Herbst heranreifenden Samen befindet sich in hoher Konzentration das herzwirksame Alkaloid Taxin. Die dunkelbraunen, holzigen Samen sind etwa erbsengroß und von einem roten Becher umschlossen. Dieses Fruchtfleisch ist wiederum ungiftig.

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Europäische Eibe (Taxus baccata): Die holzigen erbsengroßen Samen sind giftig, aber das rote Fruchtfleisch nicht. (Quelle: imago images/Christian Ohde)Europäische Eibe (Taxus baccata): Die holzigen erbsengroßen Samen sind giftig, aber das rote Fruchtfleisch nicht. (Quelle: Christian Ohde/imago images)

Wie wirkt das Gift der Eibe?

Schon der Verzehr weniger Nadeln oder Samen kann ausreichen, um beim Menschen schwere Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Zu den häufigsten Symptomen gehören laut der Informationszentrale gegen Vergiftungen des Universitätsklinikum Bonn

  • Mundtrockenheit
  • Rotfärbung der Lippen
  • Pupillenerweiterung
  • Blässe
  • Übelkeit
  • Leibschmerzen
  • Schwindel
  • Diarrhoe (Durchfall)
  • Herz- und Kreislaufstörungen

Vergiftungen durch Taxus baccata können ebenso Leber- und Nierenschäden nach sich ziehen und im äußersten Fall sogar zu Krampfanfällen bis hin zum Tod führen.

Was sollten Sie bei einer Vergiftung tun?

Als Erste Hilfe sollten Sie Betroffenen reichlich Wasser zu trinken geben und umgehend die Giftnotrufzentrale anrufen, rät die Informationszentrale. Dort bekommen Sie fachkundigen Rat für das weitere Vorgehen.


Die Form und die rote Farbe des Samenmantels erinnern an Beeren. Deshalb können Kinder leicht in Versuchung kommen, die giftigen Samen in den Mund zu nehmen. In Familienhaushalten sollte deshalb besonders darauf geachtet werden, dass Kleinkinder weder die Beeren noch andere Pflanzenteile anfassen oder essen. Ältere Kinder sollten zudem über die Gefahr aufgeklärt werden.

Wenn ein Kind dennoch Anzeichen einer Vergiftung zeigt, beispielsweise wenn es erbricht oder bewusstlos ist, sollten Sie über den Notruf 112 sofort den Rettungsdienst alarmieren. Nehmen Sie den Auslöser der Vergiftung, zum Beispiel Beeren oder Nadeln, mit in die Klinik, damit die Vergiftung mit den richtigen Mitteln behandelt werden kann.

Eibenhecke schneiden: Was ist zu beachten?

Wenn Sie Ihre Hecke zurückschneiden, sollten Sie Handschuhe tragen und Arme und Beine bedecken. Der Grund: Beim Kürzen der Zweige und Äste treten zumeist Pflanzensäfte aus, die die Haut reizen können. Zudem sollten Sie Schnittreste umgehend entsorgen, um die Gefahren zu reduzieren.

Info
Zerkleinerte Eibenreste können Sie auf dem Kompost entsorgen. Das Gift in Nadeln und Holz sowie Beeren wird durch die Bakterien zersetzt.

Ist die Eibe auch für Tiere giftig?

Nadeln und Samen der Eibe sind ebenso für Haustiere sehr giftig. Die in den Pflanzenteilen befindlichen giftigen Inhaltsstoffe können auch bei ihnen zum Herzstillstand führen. Hat der Hund oder die Katze an Nadeln oder Samen der Eibe geknabbert, sollten Sie umgehend einen Tierarzt aufsuchen. Gefährlich beziehungsweise tödlich ist die Eibe auch für Nutztiere wie Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine.

Verwendete Quellen:

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