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Herbstlich kalt: So schützt man Topfpflanzen in kalten Nächten

Herbstlich kalt  

So schützen Sie Kübelpflanzen in kalten Nächten

18.09.2020, 16:00 Uhr | dpa-tmn, jb, t-online

Herbstlich kalt: So schützt man Topfpflanzen in kalten Nächten. Pflanzenschutz: Ein Vlies kann schnell über Topfpflanzen gezogen werden, wenn für Herbstnächte sehr kaltes Wetter vorhergesagt wird. (Quelle: dpa/Caroline Seidel)

Pflanzenschutz: Ein Vlies kann schnell über Topfpflanzen gezogen werden, wenn für Herbstnächte sehr kaltes Wetter vorhergesagt wird. (Quelle: Caroline Seidel/dpa)

In vielen Regionen in Deutschland sind die Nächte bereits sehr kalt – aber noch nicht kalt genug, um Pflanzen ins Winterlager oder ins Haus zu holen. Was sollten Hobbygärtner tun?

Das Problem: Empfindliche Pflanzen können schon Schaden nehmen, wenn die Temperaturen in Bodennähe deutlich sinken. Laut Dr. Michael Burkart, Kustos des Botanischen Gartens der Universität Potsdam, könnte es mancherorts bereits jetzt für einige Gewächse kritisch werden. "Echt tropische Pflanzen leiden oft schon oder sterben sogar ab, wenn die Temperatur den zweistelligen Bereich verlässt. Ein gutes Beispiel dafür sind Gartengurken – auch wenn die meist gar nicht im Kübel gezogen werden. Subtropische und mediterrane Arten hingegen ertragen deutlich kältere Nächte, einige sogar Nachtfröste", sagt er t-online.

Ob Sie bereits jetzt handeln sollten, komme darauf an, welche Temperaturbereiche die Kübelpflanzen brauchen und tolerieren, so der Pflanzenexperte. Für viele Pflanzen wird es oft erst problematisch, wenn die Temperaturen bei plus fünf Grad liegen – spätestens bei Minusgraden sollten Gärtner handeln.

Warum Sie Ihre Pflanzen nicht zu früh schützen sollten

Oft wird empfohlen, das Topfgrün aus dem Garten, vom Balkon und von der Terrasse im Herbst so lange wie möglich im Freien zu belassen. Doch gilt das auch für exotische Gewächse? "Ja. Generell ist es sinnvoll, subtropische Pflanzen nicht zu früh ins Geschützte zu bringen. Anhand der kühleren Temperaturen merken diese nämlich, dass die Saison endet und sie ihr Wachstum entsprechend abschließen können", sagt Burkart. "Oder umgekehrt, dass sie das Signal zum Wachstum anhand der kühleren Temperaturen erhalten würden, wovon sie aber gar nihct mitbekommen, weil sie schon wieder drinnen sind."

Zudem ist der Lichtmangel während des langen Aufenthaltes im Winterlager den Pflanzen auch nicht zuträglich.

Schutzvlies und der richtige Standort

Burkart empfiehlt, empfindliche Pflanzen mit einer leichten Abdeckung oder einem Schutzvlies zumindest in der Nacht zu schützen. "Andere, aus saisonal trockenen Gebieten stammende Gewächse, sollten jetzt weniger gegossen werden", so der Pflanzenexperte. Es signalisiere ihnen, das Wachstum einzustellen.

Die Gartenakademie Rheinland-Pfalz rät zusätzlich, den Wetterbericht zu beobachten und kurzfristig zu reagieren. Zudem sollten Gartenbesitzer Topfpflanzen wie Fuchsie, Engelstrompete oder Hibiskus an einen geschützten Standort ohne Zugluft stellen. Am besten dafür geeignet ist beispielsweise eine Hauswand, die windstill ist und deren Fassade Wärme abgibt.

Burkart rät, bei jeder Pflanze individuelle Maßnahmen zu treffen und zu überprüfen, ob und wann welcher Schutz sinnvoll ist. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Dr. Michael Burkart, Kustos beim Botanischen Garten der Universität Potsdam

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