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Olivenbaum: Krankheiten – Oft Folge falscher Pflege


Schädlinge und Pilze bekämpfen
Olivenbaum: Krankheiten oft Folge falscher Pflege

Von t-online, jb

Aktualisiert am 23.05.2024Lesedauer: 3 Min.
Olivenbaum: Dank der richtigen Pflege kann die Pflanze Schädlingen und Pilzen trotzen.Vergrößern des BildesOlivenbaum: Dank der richtigen Pflege kann die Pflanze Schädlingen und Pilzen trotzen. (Quelle: image2roman/getty-images-bilder)
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Generell sind Olivenbäume robuste Pflanzen. Olivenbaum-Krankheiten oder der Befall durch Schädlinge sind meist Folgen von unzureichender Pflege. Worauf ist zu achten?

Auch wenn Olivenbäume als robust gelten, können die mediterranen Gewächse von Pilzen und Schädlingen befallen werden. Meist stecken Fehler bei der Pflege dahinter. Welche Krankheiten und Schädlinge an Olivenbäumen typisch sind und wie Sie sie bekämpfen können.

Olivenbaum-Krankheiten: Symptome und was dahintersteckt

In ihren südlichen Heimatländern erhalten Olivenbäume (Olea europaea) nicht viel Flüssigkeit, die Pflanzen kommen entsprechend mit wenig Gießwasser aus. Zu viel Wasser wiederum kann schnell zu Staunässe und somit Wurzelfäulnis führen.

Achten Sie daher darauf, dass das Substrat möglichst durchlässig ist und sich nach dem Gießen kein Wasser anstaut. Ideal ist es, den Olivenbaum selten und nur leicht zu gießen. Durch diese Maßnahme verhindern Sie darüber hinaus, dass sich lästige Trauermücken in der Erde einnisten.

Lassen Olivenbäume ihre Blätter fallen, liegt dies zumeist an zu geringem Lichteinfall, speziell im Winter. Ein heller, sonniger Standort ist daher wichtig – auch im Winter. Um Letzteres zu gewährleisten, sollten Sie daher den Baum in ein temperiertes Gewächshaus oder einen Wintergarten zum Überwintern stellen.

Die Blätter können sich zudem braun färben, wenn die Wurzeln während der Wintermonate durch Frost beschädigt wurden. In diesem Fall sollten Sie Ihren Baum aber ganz normal weiterpflegen. Olivenbaum-Krankheiten können sich auch durch hängende Blätter äußern: Kontrollieren Sie hier unbedingt die Wurzel auf Trockenheit.

Übrigens

Besonders häufig werden Kübelpflanzen von Schädlingen, Pilzen und anderen Erregern heimgesucht. Achten Sie bei diesen Gewächsen besonders darauf, Pflegefehler zu vermeiden.

Olivenfliege und Co.: Bekannte Schädlinge

Der mit Abstand bekannteste Schädling von Olivenbäumen ist die Olivenfliege (Bactrocera oleae). Sie legt Ihre Eier durch Einstich in reife Oliven, wo dann die Larven schlüpfen. Oftmals führt dieser Befall zu Olivenbaum-Krankheiten wie Fäulnis – und zum Abfall der Früchte. Allerdings sind diese Schädlinge in Deutschland nicht verbreitet.

Dasselbe gilt für die Oliventhripse (Liothrips oleae). Sie kommen vorwiegend an Olivenbäumen vor, die in hügeligen, mediterranen Gebieten stehen. Und auch der Olivenzünsler (Euphillura olivina) zählt zu den Schädlingen, die bei deutschen Olivenbäumen eher selten zu finden sind. Viel häufiger befallen die Insekten hingegen Olivenbäume, die an Küstengebieten stehen.

Dafür haben es verschiedene Läusearten auf Olivenbäume in Kübeln abgesehen, die im Winter im Innenraum gelagert werden. Die Schädlinge überwintern dabei sozusagen zusammen mit den Pflanzen.

Dazu zählen beispielsweise Schmierläuse wie Cochenille. Die Schädlinge siedeln sich meist als kleine Kolonie in den Blattspalten an. Vor allem im Sommer, wenn es heiß ist, vermehren sich die Schädlinge massiv. Wer nicht in die Blattspalten schaut, erkennt einen Befall an den gelben Blättern sowie ihrer Faltenbildung. Auch Flecken können sich auf dem Laub zeigen.

Das Gute ist: Die Cochenille richten keine größeren Schäden an den Bäumen an. Dennoch sollten Sie sie zum Wohle der Pflanze und der Nachbarpflanzen entfernen.

Schlechter sieht es bei einem Befall durch die Pfefferkornschildlaus aus. Das Insekt saugt den Saft aus den Trieben des Olivenbaums und schadet ihm somit nachhaltig. Die Triebe sterben ab, die Pflanze wird geschwächt.

Bekämpfen können Sie Schild- und Wollläuse unter anderem mit einer Emulsion aus Olivenöl, Spülmittel und Wasser.

Der Olivenbaumspinner (Prays oleae) ist ein bis zu 14 Millimeter großer Falter, der dem Olivenbaum nicht nennenswert schadet. Ein Schädlingsbefall kann weder verhindert noch bekämpft werden.

Der Grüne Olivenfalter oder Margaronie (Palpita unionalis) frisst die Triebspitzen ab, verhindert so das Wachstum der Triebe und Blätter und schadet daher dem Olivenbaum massiv. Nimmt der Befall mit der Motte überhand, kann es sogar sein, dass der Baum nicht weiter wächst oder sich nicht weiter entwickelt. Sie können versuchen, den Schädling mit den gängigen Mitteln (Schmierseife, Jauche) zu bekämpfen.

Pilzerkrankungen beim Olivenbaum

Auch Pilze können dem mediterranen Gewächs zusetzen. Dazu zählen beispielsweise

  • Pfauenaugenkrankheit (Spilocaea oleaginea)
  • Oliven-Räude (Pseudomonas syringae pv. savastanoi)
  • Cercosporiose des Olivenbaums oder Olive Plumbago (Mycocentrospora cladosporioides)
  • Oliven-Lepra (Colletotrichum gloesporioides)
  • Fumaggine
  • Schlauchpilz (Verticillium dahliae)
  • Massariella (Massariella oleae)

Sobald Ihr Baum befallen ist, sollten Sie die entsprechenden Pflanzenteile großzügig entfernen und umgehend entsorgen, um eine Ausbreitung des Pilzes zu verhindern.

Verhindern können Sie die Pilzerkrankungen, indem Sie auf die richtige Pflege des Baumes achten.

Olivenbaum pflegen: Das ist das A und O

Bei der Pflege sollten Sie folgende Punkte beachten, damit es Ihrem Olivenbaum lange gut geht:

  • ein sonniger und warmer Standort
  • wenn möglich vor Witterung wie Wind, Regen und Co. einigermaßen geschützt
  • durchlässige, lockere Erde
  • mäßige Bewässerung, Staunässe unbedingt vermeiden
  • bedachte Düngergabe
  • vor Frost schützen
  • das richtige Winterquartier (hell und über zehn Grad Celsius)
  • ein angemessen großer Topf (weder zu groß noch zu klein)

Teilweise kann auch ein regelmäßiger Formschnitt helfen, um die Gesundheit des mediterranen Gewächses zu erhalten. Insbesondere, wenn Sie dabei alte, verholzte, abgestorbene und/oder kranke Triebe abschneiden.

Verwendete Quellen
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