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Silberfische: Ursache finden und Silberfischchen bekämpfen

Gefährlich oder nur ekelig?  

Silberfische wirksam bekämpfen

14.01.2019, 10:14 Uhr | rw, dpa-tmn, jb, t-online.de

Screenshot: t-online.de
Die besten Tipps gegen eklige Silberfische

Vor allem in dauerfeuchten Bädern treten die ungeliebten Krabbler auf. So wird man sie dauerhaft los.

Die besten Tipps gegen eklige Silberfische


Sie sind etwa einen Zentimeter groß, haben eine silbrig schimmernde Haut und gehören zu den unerwünschten Untermietern in vielen Haushalten: Silberfische. Vor allem dort, wo es oft sehr feucht ist, also in Bad, Keller oder Küche kommen Silberfische vor. In unseren Tipps verraten wir Ihnen, wie Sie Silberfische wirksam loswerden können – ohne Gift und Chemie.

Silberfische mögen es warm (25 bis 30 Grad Celsius) und feucht und leben daher häufig in Rohr- und Wasserleitungen. Bietet das Badezimmer oder die Küche ähnliche Bedingungen, kommen sie aus ihren Verstecken und machen sich in der Wohnung breit.

Wo halten sich Silberfische auf?

Silberfische fühlen sich in Räumen mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit von mindestens 80 Prozent am wohlsten. Deshalb finden sie sich häufig im Badezimmer. Auch in Küchen, Kellern und Waschküchen sind die lichtscheuen Tierchen gelegentlich anzutreffen.

Tagsüber verstecken sie sich hinter losen Tapeten und Fußleisten oder suchen in dunklen Spalten und im Abfluss Unterschlupf. Zu Gesicht bekommt man sie meist nur, wenn man sie überrascht – zum Beispiel beim abendlichen Betreten des Badezimmers, wenn man plötzlich das Licht einschaltet.

Sind Silberfische gefährlich für die Gesundheit?

Auch wenn sich viele Menschen vor ihnen ekeln: Wirklich gesundheitsgefährdend sind Silberfische nicht. Sie beißen und stechen nicht. In einer geringen Anzahl übertragen sie in der Regel auch keine Krankheiten.

Nur bei sehr starkem Befall könnten Silberfische Lebensmittel verunreinigen oder zum Beispiel Tapeten, Fotos und Bücher beschädigen. In gewisser Hinsicht sind sie sogar nützlich. "Sie fressen Hausstaubmilben, deren Kot beim Menschen bekannterweise Allergien auslösen kann, sowie gesundheitsgefährdende Schimmelpilze", informiert das Hamburger Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN). Ebenso ernähren sich die Fischchen von Haaren, Baumwolle, Schimmelpilzen und toten Insekten.

Was hilft gegen Silberfische?

"Der als ekelig und lästig empfundene Befall ist kein Zeichen für Unsauberkeit, sondern ein Alarmzeichen für zu hohe Feuchtigkeit in der Wohnung", erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg. Weil zu hohe Luftfeuchtigkeit Schimmelbildung begünstigt, sollte man ihre Grundursache beseitigen.

Das PAN empfiehlt als einfache Sofortmaßnahme, betroffene Räume zwei- bis dreimal täglich gut durchzulüften. Dabei sollten die Fenster nicht in Kippstellung gelassen, sondern für etwa zehn Minuten komplett geöffnet werden.

Noch wirkungsvoller sei das so genannte Querlüften, bei dem in gegenüberliegenden Räumen gleichzeitig für einige Minuten die Fenster geöffnet werden. "Durchzug durch Querlüften sorgt am schnellsten und effektivsten dafür, dass die warme und feuchte gegen trockene Raumluft ausgetauscht wird", so das PAN.

Wie kann der Befall eingedämmt werden?

Bei einem Befall ist schnelles Handeln wichtig, da sich Silberfische rasant vermehren. Ein Weibchen legt etwa 20 Eier, die innerhalb weniger Tage schlüpfen. So kann innerhalb weniger Tage die Population stark ansteigen. 

In einem Bad mit Ritzen, offenen Fugen und Rissen in Wand oder Tapete fühlen sich die kleinen Krabbeltiere besonders wohl. Es ist daher ratsam, die schadhaften Stellen möglichst schnell zu verschließen und den Tieren keinen unnötigen Anreiz zum Bleiben anzubieten.

Klebefallen helfen gegen das Ungeziefer

Klebefallen auf Leimbasis funktionieren gut gegen Silberfische. Bestimmte Duftstoffe (Pheromone oder Fraßlockstoffe) locken die Silberfische in die Falle. Das PAN rät dazu, beim Kauf auf insektizidfreie und feuchtigkeitsbeständige Fallen zu achten. Geeignete Klebefallen gibt es in Drogerien und Baumärkten zu kaufen.

Silberfische mit Hausmitteln bekämpfen

Die flügellosen Kerbtiere lieben Süßes. Sie lassen sich daher mit feuchten Tüchern fangen, auf die Zucker oder auch Mehl gestäubt wird. Pappsteifen mit Honig sind ebenfalls ein gutes Lockmittel. Auch Kartoffeln in einer Schale locken die Tiere an.

Das Pestizid Aktions-Netzwerk rät, die Fressfallen abends aufzustellen und morgens einzusammeln und auf dem Kompost zu entsorgen. Weitere Maßnahmen, mit denen Sie Silberfische wirksam bekämpfen und einem Befall von vornherein vorbeugen können, haben wir in unseren Tipps zur Bekämpfung von Silberfischen für Sie zusammengestellt.

Wäsche nicht in geschlossenen Räumen trocknen

Wenn Sie Ihre Wäsche an der Luft trocknen, sollten Sie das in Räumen tun, die Sie gut durchlüften können. In fensterlosen Bädern oder einem Kellerraum ohne Fenster sammelt sich sonst zu viel Luftfeuchtigkeit – ein Paradies für Silberfische. Am besten ist es, die Wäsche ins Freie zu hängen, so gelangt die Feuchtigkeit gar nicht erst in die Wohnräume.

Was hilft gegen Silberfische im Bad?

Wer ein fensterloses Bad im Inneren der Wohnung hat, ist besonders gefährdet. Da die Feuchtigkeit hier nicht direkt entweichen kann, finden sich hier ideale Bedingungen für den Befall durch Silberfische oder auch Schimmel. Daher sollten Sie nach dem Duschen feuchte Handtücher und die Badematte besser an einem anderen Ort trocknen und die Tür zum Flur möglichst häufig offen stehen lassen.

Woher kommen Silberfische?

Eigentlich lautet der korrekte Name der silbrig-grau schimmernden Insekten Lepisma saccharina, denn mit Fischen haben die ungeliebten Eindringlinge nichts zu tun. Sie gehören zur Insektenordnung der Fischchen. Gerade zum Winter hin entdeckt man die Tierchen häufiger im Haus. Dort finden sie Nahrung und haben es wohlig warm mit einer guter Luftfeuchtigkeit.

Weil sie von Kohlenhydraten und insbesondere Zucker angezogen werden, nennt man die Tierchen auch Zuckergast. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird allerdings meist von Silberfischen gesprochen.

Mietminderung wegen Silberfische möglich?

Sind Silberfische in der Wohnung, besteht kein Recht auf eine Mietminderung. Das geht aus mehreren Gerichtsurteilen hervor. Auch ist der Mieter selbst dafür verantwortlich, den Befall einzudämmen und zu bekämpfen.

Ist die Wohnung allerdings erheblich von Silberfischen befallen, ist unter Umständen eine Mietminderung möglich. So entschied das Amstgericht Lahnstein (AZ 2 C 675/87).

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche


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