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Maden bekämpfen und vorbeugen: So helfen Hausmittel

In der Mülltonne  

Maden bekämpfen: So helfen Hausmittel

25.06.2019, 10:53 Uhr | sm (hp), jb, t-online.de

 (Quelle: t-online.de)
Ratgeber-Video: Was muss ich bei der Mülltrennung beachten?

Joghurtbecher, Energiesparlampe, Backpapier: Was kommt in welche Tonne? Das Ratgeber-Video von t-online.de zeigt die Unterschiede zwischen Bio-, Papier- und Restmüll, dem Gelben Sack und der Glastonne. (Quelle: t-online.de)

Ratgeber zur Mülltrennung: Wie entsorge ich richtig und was muss ich bei der Mülltrennung beachten? (Quelle: t-online.de)


Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, werden besonders viele Insekten von Lebensmittelresten in der Mülltonne angelockt. Das feuchtwarme Klima bietet Fliegen aller Art ideale Brutbedingungen. Schon nach kurzer Zeit entwickeln sich dann eklige Maden, die sich aber mit einfachen Hausmitteln bekämpfen lassen. 

Maden in der Mülltonne loswerden mit Branntkalk

Das wirksamste Mittel gegen Maden in der Mülltonne ist sogenannter Branntkalk. In Verbindung mit Wasser ist er stark ätzend, weshalb Sie bei der Anwendung besondere Vorsicht walten lassen sollten:

  • Verwenden Sie Branntkalk nur für draußen stehende Mülltonnen und niemals in geschlossenen Räumen.
  • Informieren Sie sich vorab, ob Sie Branntkalk verwenden können. Unter Umständen kann nämlich auch das Material der Tonne Schaden nehmen.
  • Tragen Sie Schutzkleidung, bestehend aus Handschuhen, Mund- und Atemschutz.
  • Geben Sie immer nur eine geringe Menge Branntkalk auf den Müll.

Als Alternative zu Branntkalk können Sie auch normalen Kalk oder anderes Gesteinsmehl verwenden. Kalk lässt die Maden austrocknen. Katzenstreu und Salz haben einen ähnlichen Effekt.

Maden am Mülltonnenrand: Essigspray tötet die Tiere. (Quelle: Getty Images/pictorius)Maden am Mülltonnenrand: Essigspray tötet die Tiere. (Quelle: pictorius/Getty Images)

Essig und Pfeffer helfen gegen Madenbefall

Ein einfaches Hausmittel gegen Maden in der Bio- und Restmülltonne ist eine Mixtur aus Wasser und Essigessenz:

  1. Geben Sie mehrere Esslöffel Essigessenz in einen Liter Wasser. 
  2. Besprühen Sie die Maden damit. 
  3. Besprühen Sie auch die Innenwände sowie den Deckel und die Ränder der Mülltonne mit der Mixtur.
  4. Anschließend können Sie noch Salz darüber streuen. Das verstärkt die Wirkung.
  5. Entfernen Sie nach einigen Minuten die toten Larven.
  6. Lassen Sie den gereinigten Bereich an der Luft trocknen. Auch der Essiggeruch hält weitere Insekten fern. 

Pfefferwasser kann den Mülleimer ebenfalls wirksam von Maden befreien. Bringen Sie dazu einen Liter Wasser zum Kochen und geben Sie einen Esslöffel Pfeffer hinzu. Rühren Sie dann mehrmals um und lassen Sie die Mischung abkühlen. Füllen Sie das Pfefferwasser in eine Sprühflasche und geben Sie es auf die Maden. Nach einigen Minuten sollten diese dann verendet sein. Gleichzeitig desinfiziert das Wasser die betroffenen Flächen. 

Fruchtfliegen mit Fliegenfalle fernhalten

Damit sich Fruchtfliegen nicht in Ihrem Biomüll ausbreiten und ihre Eier ablegen, können Sie in der Nähe des Mülleimers eine Fliegenfalle aufstellen. Vermischen Sie dazu einfach etwas Essig mit einigen Tropfen Spülmittel. Die Fliegen werden vom Geruch angelockt und ertrinken in der Flüssigkeit. So kommt es erst gar nicht zu einem Fliegenbefall in der Küche. 

Hausmittel: So werden Sie üble Gerüche in der Biotonne los. (Quelle: t-online.de)Hausmittel: So werden Sie üble Gerüche in der Biotonne los. (Quelle: t-online.de)


 

Auf Chemie besser verzichten

Um Maden in der Mülltonne zu bekämpfen, sollten Sie auf den Einsatz von Chemie besser verzichten. Zwar vernichten die Mittel die Insekten, stellen aber wegen ihrer toxischen Wirkung auch eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Menschen und Haustieren dar. Darüber hinaus lagern sich die Giftstoffe im Erdreich an, da sie nur langsam abgebaut werden. Bei mehrfachem Einsatz von Insektiziden entwickeln die Insekten zudem Resistenzen, weshalb das Mittel regelmäßig gewechselt werden müsste. 

Wie Sie den beißenden Geruch aus Ihren Mülltonnen verringern, erfahren Sie hier.

Maden wirksam vorbeugen

Das beste Mittel gegen Maden in der Mülltonne ist natürlich, den Befall im Vorfeld zu verhindern. Folgende Tipps können dabei helfen:

  • Leeren Sie regelmäßig den Mülleimer. Gerade im Sommer sollte der Biomüll alle ein- bis zwei Tage entsorgt werden. Damit Essensreste erst gar nicht lange im Müll liegen, hilft es, diese in einem separaten, kleinen Behältnis mit Deckel zu sammeln. Dieses füllt sich schneller und muss daher zwangsläufig öfter gewechselt werden. 
  • Stellen Sie Biotonnen im Sommer auch halb gefüllt zum Leeren an die Straße.
  • Wickeln Sie Schalen von Gemüse und Obst in Zeitungspapier ein, bevor Sie sie in den Müll werfen. So wird der Geruch eingeschlossen und die Flüssigkeit vom Papier aufgesogen. Fliegen werden dadurch erst gar nicht angelockt.
  • Werfen Sie Fleisch, Käse und Wurstwaren nicht in die Biotonne. Diese Lebensmittelreste sind die bevorzugte Brutstätte vieler Insekten. Wickeln Sie Reste von Wurst und Co. daher auch immer in Zeitungspapier ein und entsorgen alles im Restmüll.
  • Stellen Sie Mülltonnen nicht in die Sonne. Durch die Wärme wird der Zersetzungsprozess in der Mülltonne gefördert, was Insekten ideale Brutbedingungen liefert. Maden entwickeln sich dann besonders schnell.
  • Reinigen Sie die Mülltonnen regelmäßig. Durch das gründliche Ausspülen mit Wasser werden alle Lebensmittelreste und damit die Brutstätten für Insekten entfernt. Lassen Sie die Tonne zum Abtrocknen kopfüber stehen, damit sich kein Wasser am Boden sammeln kann. Sprühen Sie Deckel und Rand anschließend mit Essigwasser ein. 
  • Damit die Fliegen erst gar nicht zum Müll gelangen, finden Sie im Fachhandel spezielle Gummidichtungen für den Deckel der Biotonne. Alternativ gibt es besondere Madendeckel, die durch einen integrierten Filter das Entweichen von Faulgasen vermeiden. So wird verhindert, dass Insekten durch den Geruch angelockt werden.
  • Wenn möglich, halten Sie Ihre Wohnung stets kühl. Insekten nehmen vor allem im Sommer überhand, was daran liegt, dass Wärme die Fortpflanzung der Tiere fördert. In einer kühlen Wohnung pflanzen sich dementsprechend weniger Insekten fort und Sie finden weniger Larven.
Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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