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Erdbebenstärke messen: Richterskala nicht mehr aktuell


Richterskala nicht mehr aktuell
So wird die Erdbebenstärke gemessen

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 21.02.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0202691044Vergrößern des BildesVerheerende Zerstörung: Im Februar 2023 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,7 Teile der Türkei und Syriens. (Quelle: IMAGO/Diego Cupolo)
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Erdbeben können kaum spürbar, aber auch sehr verheerend sein. Wie misst man die Stärke von Erdbeben und was sagen die Werte über die Intensität aus?

Erdbeben sind Naturkatastrophen mit teils verheerenden Folgen. Binnen Minuten werden ganze Landstriche völlig zerstört. Aber es gibt auch Erschütterungen, die man kaum spüren kann. Wie messen Experten die Stärke von Erdbeben und was sagen die Werte aus?

So wird die Stärke von Erdbeben gemessen

Die Stärke von Erdbeben wird mit Seismografen gemessen. Die Geräte zeichnen die Stärke von Bodenbewegungen auf, die sogenannte Magnitude. Weltweit kommen jährlich etwa 100.000 Beben der Stärke 3 vor. Rund 1.600 haben die Stärken 5 oder 6. Ein Großbeben hat mindestens den Wert 8 und tritt etwa einmal im Jahr auf.

Das heftigste bisher auf der Erde gemessene Beben hatte eine Magnitude von 9,5 und ereignete sich 1960 in Chile. Erdbeben können je nach Dauer, Bodenbeschaffenheit und Bauweise in der Region unterschiedliche Auswirkungen haben.

Die Stärken in der Übersicht

  • Stärke 1-2: Schwaches Beben, nur durch Instrumente nachzuweisen
  • Stärke 3: Nur in der Nähe des Epizentrums zu spüren
  • Stärke 4-5: 30 Kilometer um das Zentrum spürbar, leichte Schäden
  • Stärke 6: Tote und schwere Schäden in dicht besiedelten Regionen
  • Stärke 7: In weiten Gebieten stürzen Häuser ein, viele Tote
  • Stärke 8: Verwüstung im Umkreis Hunderter Kilometer, sehr viele Tote

Erdbebenstärke: Richterskala wird nicht mehr verwendet

Die Intensität des Bebens nimmt dabei nicht gleichmäßig nach oben zu – mit jedem Stärkepunkt Unterschied steigt die Erschütterungsenergie vielmehr um mehr als das Dreißigfache. Ein Beben der Stärke 6 setzt rund 1.000-mal so viel Energie frei wie ein Beben der Stärke 4.

Früher wurde die Erdbebenstärke nach der sogenannten Richterskala bestimmt. Der amerikanische Geophysiker Charles Francis Richter hatte die Skala 1935 speziell für Kalifornien ausgearbeitet, wo es entlang des Sankt-Andreas-Grabens häufiger zu Erdstößen kommt. Die klassische Richterskala gilt jedoch bei großen Beben als nicht besonders genau. Erdbebenforscher verwenden deshalb heute modernere Magnituden-Skalen.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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