t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online - Nachrichten für Deutschland
Such IconE-Mail IconMenü Icon



HomeLebenAktuelles

Rückruf von "Babydream"-Milchnahrung von Lactalis


Lactalis hat für Marke "Babydream" produziert
Salmonellen in Babymilchpulver: Rossmann schließt sich Rückruf an

dpa, afp, Sebastian Kunigkeit

Aktualisiert am 22.01.2018Lesedauer: 2 Min.
Ein Baby bekommt die Flasche: Babymilchprodukte von Lactalis wurden weltweit zurückgerufen.Vergrößern des BildesEin Baby bekommt die Flasche: Babymilchprodukte von Lactalis wurden weltweit zurückgerufen. (Quelle: Nikodash/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
Auf WhatsApp teilen

Von dem Skandal um mit Salmonellen verunreinigte Babymilch aus Frankreich sind nach Angaben des Molkereikonzerns Lactalis mittlerweile 83 Länder betroffen. Weltweit werden mehr als zwölf Millionen Packungen zurückgerufen – auch bei Rossmann.

Der Chef des Herstellers Lactalis, Emmanuel Besnier, sagte der Sonntagszeitung "Journal du Dimanche", dass inzwischen mehr als zwölf Millionen Dosen des verunreinigten Babymilchpulvers in 83 Ländern zurückgerufen worden sind. Er versprach zudem allen betroffenen Familien eine Entschädigung. Die Folgen für die Konsumenten, darunter Babys unter sechs Monaten, seien für ihn Anlass zu "sehr großer Sorge".

Ausweitung des Rückrufs

Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hatte am Freitag bekannt gegeben, dass Lactalis den Rückruf ausweite und alle Produkte aus dem Werk in Craon zurücknehmen werde – unabhängig vom Herstellungsdatum. Zuvor hatte Lactalis nur Babymilchprodukte und Frühstücksflocken mit Herstellungsdatum seit 15. Februar 2017 zurückgerufen.

Ziel dieser "radikalen Entscheidung" sei es, Verzögerungen und Schwierigkeiten beim Aussortieren zu vermeiden, hatte Le Maire gesagt. In den Tagen zuvor war bekannt geworden, dass wegen Fehlern bei mehreren großen Supermarktketten in Frankreich bereits zurückgerufene Produkte aus dem Werk trotzdem verkauft worden waren.

In der Produktionsanlage waren Salmonellen des gleichen Typs nachgewiesen worden, der auch bei an Salmonellose (Lebensmittelinfektion) erkrankten Babys in Frankreich gefunden wurde. Lactalis hatte deshalb im Dezember in drei Schritten die gesamte Produktion seit Februar 2017 zurückgerufen.

Rossmann schließt sich Rückruf an

Die Drogeriemarktkette Rossmann schloss sich dem Rückruf an: Die Kunden sollten "Babydream"-Milchnahrungsprodukte mit dem Hinweis "Hergestellt in der EU" nicht mehr verwenden und in eine Rossmann-Filiale zurückbringen. Der Kaufpreis werde ohne Vorlage des Bons erstattet. Milchnahrung mit dem Hinweis "Hergestellt in Deutschland" sei jedoch nicht betroffen, teilte Rossmann mit.

Bis November 2016 habe Lactalis für die Rossmann-Marke "Babydream" Milchnahrung produziert, diese sei Mitte 2017 zuletzt verkauft worden. Seit Ende 2016 stelle ein anderes Unternehmen die "Babydream"-Milchnahrung her. Lactalis habe bestätigt, dass alle für Rossmann hergestellten Milchnahrungsprodukte einwandfrei gewesen seien.

In Deutschland verkauft Lactalis nach eigenen Angaben ansonsten keine Babymilch, dafür aber Käse der Marken Président, Galbani oder Salakis. Salmonellen können Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall auslösen. In der Regel hören die Beschwerden nach wenigen Tagen auf. Bei Kleinkindern kann der Durchfall aber den Körper lebensgefährlich austrocknen.

Quellen:
- dpa, AFP

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...



TelekomCo2 Neutrale Website