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Lidl nimmt Cannabisprodukte aus Sortiment: Verdacht auf verbotene Substanzen


Angeblich ohne Rauschmittel
Lidl nimmt Cannabisprodukte aus Sortiment

Von dpa, t-online, ron

Aktualisiert am 14.08.2021Lesedauer: 2 Min.
Lidl: Der Discounter verkauft in dieser Woche Cannabis-Aktionsware.Vergrößern des BildesLidl: Der Discounter verkauft in dieser Woche Cannabis-Aktionsware. (Quelle: Michael Gstettenbauer/imago-images-bilder)
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Seit Montag verkaufte der Discounter Cannabisprodukte als Aktionsware. Einige davon stellte die Polizei in einer bayerischen Filiale sicher. Der Grund: Verdacht auf verbotene Substanzen. Jetzt reagiert Lidl.

"Cannabis-Cookies", "Hash-Brownies" oder "Cannabis-Energydrink": Diese und andere insgesamt 21 Produkte wurden seit Wochenbeginn in ausgewählten Regionen als Aktionsartikel beim Discounter Lidl verkauft.

Die Bezeichnung Cannabis täuschte allerdings ein wenig. Denn die Lidl-Produkte sollen keine berauschenden oder gesundheitsfördernden Wirkstoffe enthalten. Dazu zählen kein Tetrahydrocannabinol (THC) oder Cannabidiol (CBD).

"Für den typischen Hanfgeschmack werden in den Rezepturen nur Hanfsamen verwendet", sagte Mario Köhler von der Lidl-Pressestelle am Mittwoch t-online. Im Klartext: Die Cannabisprodukte machen demnach nicht "high". Wirklich nicht?

Polizei stellt Cannabisprodukte sicher

Denn wie erst jetzt bekannt wurde, sind bereits seit dem Beginn der Aktion am Montag die Behörden aktiv. Wie die Münchner "Abendzeitung" zuerst berichtete, habe die Polizei in einer Lidl-Filiale im oberbayerischen Rosenheim verschiedene Cannabisprodukte beschlagnahmt.

"Es wurden mehrere Artikel sichergestellt", sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag vom zuständigen Polizeipräsidium in Rosenheim der "Abendzeitung". Neben Cookies, Brownies und Muffins seien auch Getränke wie ein Bier und ein Energydrink zum Landeskriminalamt nach München geschickt worden.

Lidl nimmt Aktionsware aus Regalen

Im kriminaltechnischen Labor werden die Proben zurzeit auf möglicherweise enthaltene verbotene Inhaltsstoffe hin untersucht. Aber: Mit einem Ergebnis ist nach Angaben der Heilbronner Staatsanwaltschaft frühestens Ende kommender Woche zu rechnen. Dennoch reagierte der Discounter umgehend und nahm vorsorglich alle Cannabisprodukte wieder aus den Regalen.

Man arbeite eng mit den Behörden zusammen, teilte Lidl am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Weitere Angaben könne man wegen des laufenden Verfahrens nicht machen. Es geht laut den Ermittlern um einen möglichen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Heilbronn sagte weiter, es werde untersucht, "ob die Produkte, die dort angeboten werden, THC oder CBD enthalten".

Nur Prüfvorgang, kein Ermittlungsverfahren

Es handle sich aber lediglich um einen Prüfvorgang, nicht um ein Ermittlungsverfahren. Für Produkte mit Cannabidiol (CBD) ist nach Angaben des Bundesamts für Verbraucherschutz eine Zulassung nötig. Der Handel mit Artikeln mit einem höheren Gehalt an berauschendem Tetrahydrocannabinol (THC) ist in Deutschland verboten.

Fast alle bei Lidl angebotenen Cannabisprodukte, die vom tschechischen Hersteller Euphoria produziert werden, gibt es auch in Onlineshops wie Amazon zu kaufen. Stichproben haben jetzt allerdings ergeben, dass einige Artikel, wie die "Mary & Juana Cannabis Cookies", dort nicht mehr erhältlich sind: "Derzeit nicht verfügbar" heißt es kurz und knapp auf der Amazon-Produktseite.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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