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Zistrosentee: Innere und äußere Wirkung

Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum  

Gegen welche Beschwerden kann Zistrosentee helfen?

01.07.2020, 12:00 Uhr | tl, cch, t-online

Zistrosentee: Innere und äußere Wirkung. Zistrosentee: Der regelmäßige Genuss von Zistrosentee soll das Immunsystem stärken können. (Quelle: Getty Images/GMVozd)

Zistrosentee: Der regelmäßige Genuss von Zistrosentee soll das Immunsystem stärken können. (Quelle: GMVozd/Getty Images)

Schon im alten Ägypten wurde Zistrosentee für die Zahnhygiene eingesetzt. Eine antibakterielle Wirkung ist jedoch nicht die einzige, die dem Heilkraut nachgesagt wird. Bei welchen Beschwerden die Zistrose außerdem helfen soll, erfahren Sie hier.

Wirkung der Zistrose

Die Zistrose, lateinisch Cistus, ist eine starke Heilpflanze. Ein Tee aus der Pflanze soll zur Behandlung zahlreicher Beschwerden geeignet sein: Die Symptome von Erkältungen, anderen Atemwegserkrankungen, Schleimhautentzündungen, grippalen Infekten und Durchfall sollen mit Zistrosentee gelindert werden können. Auch bei Ekzemen und Neurodermitis sowie Hautpilzen wie dem Candida albicans sollen die Wirkstoffe Abhilfe schaffen.

Zudem soll der regelmäßige Genuss von Zistrosentee eine immunstärkende Wirkung mit sich bringen. Studien legen nahe, dass die enthaltenen Polyphelene die Abwehrkräfte der Schleimhäute in den oberen Atemwegen stärken, sodass Krankheitserreger sich schwerer einnisten können. Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn Grippeviren die Runde machen, kann ein Tässchen heißen Zistrosentees daher nicht schaden.

Die Zistrose besitzt wertvolle Inhaltsstoffe

Das Harz der Zistrose, das an den haarigen Blättern des Strauches zu finden ist, enthält unter anderem zahlreiche ätherische Öle, Laudanum (Opiumtinktur) und Polyphelene. Die Inhaltsstoffe entfalten unter anderem eine antibakterielle und antivirale Wirkung, wirken gegen Pilz und fangen freie Radikale ein.

So bereiten Sie Zistrosentee zu

Für Zistrosentee wird die Art Cistus incanus genutzt. Es gibt ihn in Form von Teebeuteln zu kaufen oder auch als losen Tee. Sie finden ihn etwa im Supermarkt, in der Drogerie, im Reformhaus oder in der Apotheke. Der Tee wird mit kochendem Wasser aufgegossen. Verwenden Sie einen Beutel beziehungsweise einen Teelöffel Teekraut für eine große Tasse Tee. Sie können das Zistrosenkraut je nach Geschmack zwei bis fünf Minuten ziehen lassen. Achten Sie auf jeden Fall auch auf die Dosierungsangaben in der Packungsbeilage und wenden Sie sich bei Unklarheiten am besten an Ihren Arzt. Auch wenn Sie schwanger sind, sollten Sie den Genuss von Zistrosentee vorab mit Ihrem Arzt besprechen.

Der aufgebrühte Tee kann auch äußerlich angewendet werden: als Bad oder Umschlag. So kann Zistrose gegen verschiedene Hautprobleme helfen.

Cistustee ist sehr intensiv im Geschmack. Er wird oft als herb oder gar bitter beschrieben. Manche erinnert der Geschmack an grünen Tee, andere an Fichtennadeln. Das Getränk kann mit verschiedenen Zugaben verfeinert werden. Besonders Honig oder Zitrone passen gut zum Aroma des Tees. Wem das Heißgetränk nicht schmeckt, der kann es auch mit anderen Teesorten mischen. Zitronenmelisse, Hagebutte, Ingwer und Pfefferminze bieten sich hier an.

Nebenwirkungen: Manche Menschen reagieren allergisch auf Zistrosenkraut. Auch Magenschmerzen oder Übelkeit sind möglich. Wer diese Reaktionen bei sich beobachtet, sollte auf einen weiteren Genuss von Zistrosentee besser verzichten.

Pflanze aus dem Mittelmeerraum

Cistus: Die Blüten der Zistrose sind violett mit orangefarbigem Zentrum. Eine Blüte blüht nur einige Stunden lang und wird dann abgeworfen. (Quelle: Getty Images/Kerrick)Cistus: Die Blüten der Zistrose sind violett mit orangefarbigem Zentrum. Eine Blüte blüht nur einige Stunden lang und wird dann abgeworfen. (Quelle: Kerrick/Getty Images)

Cistus ist ein immergrüner, aromatisch riechender Strauch, welcher vorwiegend in Griechenland beheimatet ist und bis zu einem Meter hoch wachsen kann. Die wohltuende Wirkung der Zistrose wurde bereits viele Jahrhunderte vor Christus von den alten Griechen geschätzt.

Die Gattung aus der Ordnung der Malvenartigen zeichnet sich durch eine große Artenvielfalt aus. Um zu gedeihen, benötigen Zistrosen einen trockenen, steinigen Boden und viel Sonne. Nur dann bilden die Sträucher die immergrünen, behaarten Blätter aus, die zwischen Mai und Juni gepflückt und zu Zistrosentee weiterverarbeitet werden können.

Verwendete Quellen:
  • Verbraucherzentrale Bundesverband
  • Zentrum der Gesundheit
  • Arzneipflanzenlexikon
  • Eigene Recherchen
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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