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Mit diesen Tipps hält geöffneter Wein länger

Ohne Qualitätsverlust  

Mit diesen Tipps hält geöffneter Wein länger

25.02.2021, 14:57 Uhr
Mit diesen Tipps hält geöffneter Wein länger. Wein: Der richtige Wiederverschluss ist wichtig, damit der Wein in der geöffneten Flasche nicht an Qualität verliert. (Quelle: Getty Images/jeka1984)

Wein: Der richtige Wiederverschluss ist wichtig, damit der Wein in der geöffneten Flasche nicht an Qualität verliert. (Quelle: jeka1984/Getty Images)

Ob blumig, fruchtig oder würzig: Ein überzeugendes Weinaroma ist nicht nur abhängig von Traube, Herstellung und Alter. Auch der Verschluss der Flasche spielt eine Rolle sowie das richtige Öffnen.

Wer Weingenuss nicht nur im Restaurant, sondern auch zu Hause erleben möchte, braucht das richtige Flaschenzubehör. Dazu gehört zum Beispiel ein vernünftiger Korkenzieher.

Mit dem richtigen Verschluss hält geöffneter Wein länger

Es gibt auch gute Verschlussvarianten. Dann kann sich auch eine geöffnete Flasche ein paar Tage gut halten, ohne dass der Wein an Qualität verliert. Das sind die verschiedenen Wiederverschlüsse für Wein:

Dropstop

Der Dropstop stoppt Tropfen. Es ist ein Blättchen, das gerollt in die offene Flasche geschoben wird. Der Dropstop hat eine ähnliche Funktion wie der klassische, ringförmige Tropfschutz.

Glastropfen

Der Glasstopfen ist eine ausgezeichnete Lösung, um eine offene Weinflasche zu verschließen. Das sieht ähnlich aus wie bei einer Apothekerflasche. Mit diesem Verschluss hält sich der Wein grundsätzlich ein paar Tage.

Weinpumpe

Die Weinpumpe stellt ein Vakuum her. Die Flasche wird mit einem Plastikstopfen geschlossen. Anschließend kann man Luft aus der Flasche pumpen. Allerdings ist die Dosierung so schwierig, dass schnell mal auch Aromen mit herausgezogen werden und der Wein leidet.

Edelgas

Besser als die Weinpumpe zu benutzen, ist es, ein anderes Gas darüber zu legen. Dafür gibt es ein spezielles Dosiergerät, in das eine Gaskartusche eingesetzt wird. Geeignet ist das Edelgas Argon, das dosiert in die Flasche eingelassen wird und sich als Schutzschicht über den Wein legt. Das ist insbesondere bei hochwertigen Weinen sinnvoll. Denn der Wein bleibt so vor Oxidation geschützt und kann etwas weiterreifen.

Die verschiedenen Weinverschlüsse im Überblick

Der Naturkorken

In traditionellen Weinländern wie Italien, Frankreich, Spanien oder Portugal schwört man auf einen Weinverschluss aus Kork. Das gilt vor allem für Rotweine, die länger lagern müssen. Es wird gesagt, dass der Wein durch Kork besser "atmen", also dosiert Sauerstoff für die Reifung eintreten kann.

Tipp: Wer seine Weinflasche mit dem eigenen Korken wieder verschließen will, kann das tun. Allerdings nur mit der Seite, die bereits im Wein war. An der Außenseite können sich Keime befinden, die dem Aroma schaden.

Der Schraubverschluss

Hochwertige Schraubverschlüsse lassen, ähnlich wie beim Naturkorken, auch dosiert Sauerstoff zu. Außen bestehen sie aus einer Kappe mit Aluminium-Legierung. Innen befindet sich eine Membran, eine Art Einlage aus Kunststoff, durch die der Winzer dem Wein dosiert Sauerstoff zukommen lässt. Der Schraubverschluss hat aber nach wie vor ein Imageproblem.

Der Schaumweinkorken

Schaumweinkorken: Das Drahtgeflecht dient der Sicherheit. (Quelle: dpa/tmn/Alexander Heinl)Schaumweinkorken: Das Drahtgeflecht dient der Sicherheit. (Quelle: Alexander Heinl/dpa/tmn)

Der Schaumweinkorken kann auch aus Kunststoff sein: Er ist etwa doppelt so dick wie ein Weinkorken. Ist er aus Kork, besteht er in der Regel aus zwei Lagen, die in unterschiedlicher Maserung geschnitten wurden. Die Poren werden um 90 Grad versetzt. Darauf kommt ein Knopf aus Presskork. Da der Kork in der Flasche mit hohem Druck sitzt, kommt eine Drahtsicherung, die sogenannte Agraffe, darüber.

Verschiedene Weinflaschen-Öffner

Der einfache Korkenzieher

Der einfache Korkenzieher: Er sollte keine scharfe Kante haben, da er sonst den Korken kaputt machen kann. (Quelle: dpa/tmn/Alexander Heinl)Der einfache Korkenzieher: Er sollte keine scharfe Kante haben, da er sonst den Korken kaputt machen kann. (Quelle: Alexander Heinl/dpa/tmn)

Der einfache Korkenzieher hat eine "Seele". Das heißt, er ist innen hohl. In das Gewinde, also die Spindel, sollte ein Streichholz oder ein zusammengerollter Fünf-Euroschein passen. Hat das Gewinde eine scharfe Kante, kann der Korken verletzt werden und abbrechen. Ein mildes Gewinde greift besser, weil das Korkmaterial verdrängt wird.

Das Kellnermesser

Kellnermesser: Damit kann man die Flasche sehr elegant öffnen. (Quelle: dpa/tmn/Christin Klose)Kellnermesser: Damit kann man die Flasche sehr elegant öffnen. (Quelle: Christin Klose/dpa/tmn)

Das Kellnermesser ist ein mehrstufiger Korkenzieher. Damit kann man eine Flasche Wein sehr elegant öffnen. Zunächst wird die Spindel eingedreht, dann der Hebemechanismus am Flaschenrand angesetzt. Nun kann mit Hebelwirkung der Korken aus der Flasche gezogen werden.

Es ist klein und handlich. Der Kellner kann es in die Hosentasche stecken. Auf der einen Seite befindet sich ein kleines Messerchen. Damit wird die Kappe an der Weinflasche abgemacht. Auf der anderen Seite liegen die Spindel und der Hebemechanismus.

Der Lamellen-Korkenzieher

Der Lamellen-Korkenzieher: Ist der Korken gebrochen oder porös, wird es heikel. Dafür gibt es diesen Korkenzieher mit zwei Blättern. Die Metallstücke werden jeweils an der Seite des Korkenstücks ganz langsam eingedrückt. Damit ist der Korken festgeklemmt und man kann ihn herausziehen.

Korkt der Wein?

Schmeckt der Wein nach Kork, ist das ein Weinfehler. Technisch gesehen handelt es sich bei dem Geschmackston um Trichloranisol (TCA). Das ist eine Verbindung, die oft über den Korken in die Flasche gerät. Das TCA legt sich wie ein dumpfer, matter Film über das Fruchtaroma des Weines.

Dieser Fehlton kann aber auch anders in den Wein geraten. Da hat man eine Weinflasche mit Schraubverschluss geöffnet und denkt: Der riecht doch nach Kork! Das kann vorkommen. Der Geschmack von TCA kann auch über die Umgebungsluft bis hin zur Abfüllung und Lagerung in den Wein gelangen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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