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Wie wir ges├╝ndere Lebensmittel kaufen w├╝rden

Von dpa
28.03.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein Mann geht mit seinem Einkaufswagen in einem Discounter an Produkten vorbei.
Ein Mann geht mit seinem Einkaufswagen in einem Discounter an Produkten vorbei. (Quelle: Federico Gambarini/dpa./dpa)
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Oxford (dpa) - Dass in Superm├Ąrkten mit allerhand Psychologie gearbeitet wird, ist ein offenes Geheimnis. Die Platzierung von Obst und Gem├╝se, der Fleischtheke und dem K├╝hlregal sind mit Bedacht so gew├Ąhlt, dass wir uns die Einkaufsw├Ągen m├Âglichst vollpacken.

Britische Wissenschaftlerinnen haben nun in zwei Studien untersucht, ob ├Ąhnliche Mechanismen genutzt werden k├Ânnten, damit mehr gesunde und weniger ungesunde Lebensmittel gekauft werden. Tats├Ąchlich machte eine verbesserte Angebotsstruktur einen Unterschied, w├Ąhrend Sonderangebote nur kurzfristige Effekte brachten.

Auf die Platzierung kommt es an

Schoko-Osterhasen und Zuckereier vor dem Osterfest, Lebkuchen und Zimtsterne vor Weihnachten: Jedes Jahr verf├╝hren uns gro├če Sonderfl├Ąchen in den Superm├Ąrkten schon Wochen vor den jeweiligen Feiertagen zum Kauf von allerhand Naschkram. Ein Team um die Ern├Ąhrungswissenschaftlerin Carmen Piernas von der University of Oxford untersuchte nun, was passiert, wenn diese Sonderfl├Ąchen nicht eingerichtet werden: In 34 Filialen einer britischen Supermarktkette wurden sieben Wochen vor Ostern entsprechende Displays mit saisonalen Schokoladen und S├╝├čigkeiten entfernt. Die Leckereien waren aber noch an anderer Stelle in den Gesch├Ąften erh├Ąltlich.

Das Experiment passt zu Pl├Ąnen der britischen Regierung, die angek├╝ndigt hat, Werbung f├╝r Lebensmittel mit hohem Gehalt an Zucker, Salz und ges├Ąttigten Fetts├Ąuren und deren prominente Platzierung in Gesch├Ąften gesetzlich einzuschr├Ąnken - eine Reaktion darauf, dass in Gro├čbritannien quer durch alle Altersgruppen zu viel Zucker und ges├Ąttigte Fetts├Ąuren aufgenommen werden.

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Tats├Ąchlich stellten die Forscherinnen fest, dass der sonst ├╝bliche saisonale Anstieg des S├╝├čwarenumsatzes durch die Entfernung der Displays geringer ausfiel: In 151 Kontrollgesch├Ąften mit entsprechenden Sonderfl├Ąchen stieg der S├╝├čwarenumsatz in der vor├Âsterlichen Zeit um 18 Prozent, in den Interventionsgesch├Ąften nur um 5 Prozent. Wie die Wissenschaftlerinnen im Fachblatt "PLOS Medicine" berichten, betrug der absolute Unterschied zwischen Kontroll- und Interventionsgesch├Ąften beim Verkauf von S├╝├čwaren 21 Kilogramm pro Gesch├Ąft und Woche. Das w├╝rde einer geringeren Gesamtkalorienmenge in den Warenk├Ârben der Kunden entsprechen, so die Autorinnen.

Kalorienarme Optionen statt der regul├Ąren Produkte

In einerzweiten Studieuntersuchte das gleiche Team sechs Ma├čnahmen darauf, ob sie geeignet w├Ąren, den Verkauf ges├╝nderer Optionen anzukurbeln - mit unterschiedlichen Ergebnissen: Wurden etwa fettarme Pommes im Angebot eines Supermarktes erg├Ąnzt, ging der Verkauf regul├Ąrer Pommes um 23 Prozent zur├╝ck. Bei einer gr├Â├čeren Bandbreite zuckerreduzierter Kekse griffen die Kunden eher zu den kalorienarmen Optionen (plus 18 Prozent) und kauften weniger normale Kekse (minus 4 Prozent).

Kurzfristig h├Âhere Abs├Ątze brachten gezielte Sonderangebote f├╝r saisonales Obst und Gem├╝se sowie eine Aktion, bei der mit Disney-Figuren f├╝r ausgew├Ąhlte Fr├╝chte und gebackene Bohnen geworben wurde. Keine Effekte erzielte hingegen die Positionierung von Fr├╝hst├╝cksflocken mit einem h├Âheren Ballaststoffgehalt und/oder weniger Zucker auf Augenh├Âhe der Kunden, ebenso wenig wie eine besondere Kennzeichnung zuckerarmer oder zuckerfreier Getr├Ąnke am Regalrand.

F├╝r die Autorinnen liefert ihre Studie Hinweise darauf, welche Ma├čnahmen weiter erforscht und m├Âglicherweise als Grundlage f├╝r die Entwicklung entsprechender Regularien genutzt werden k├Ânnten. Sie betonen allerdings auch, dass sich die untersuchten Interventionen darauf konzentrierten, den Wechsel von einer weniger gesunden zu einer ges├╝nderen Option zu f├Ârdern oder den Gesamtabsatz von gesunden Lebensmitteln wie Obst und Gem├╝se zu steigern. Sie schreiben: "Die Auswirkung dieser Ma├čnahmen auf den Gesamtenergiegehalt von Lebensmittelk├Ąufen ist wahrscheinlich wesentlich geringer als Ma├čnahmen, die speziell darauf abzielen, Impulsk├Ąufe zu reduzieren, wie zum Beispiel die Entfernung von Lebensmitteln mit hohem Fett-, Zucker- und Salzgehalt an prominenten Stellen wie am Ende der G├Ąnge."

Tats├Ąchlich hatte eine andere britische Studie erst k├╝rzlich ergeben, dass Supermarkt-Kunden deutlich weniger S├╝├čigkeiten einkauften, wenn diese nicht im Kassenbereich am Ende der Einkaufsroute platziert wurden. Umgekehrt wurde h├Ąufiger zu Obst und Gem├╝se gegriffen, wenn diese im Eingangsbereich des Gesch├Ąfts ausgestellt waren. Das ist allerdings aus verkaufspsychologischen Gr├╝nden ohnehin oft ein beliebter Ort f├╝r derartige Waren: Das farbenfrohe Angebot soll Frische und Gesundheit suggerieren.

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