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Fast 400 neue Vornamen in Deutschland bestätigt

Von t-online
Aktualisiert am 08.12.2014Lesedauer: 2 Min.
Namen aus dem arabischen und aus dem angloamerikanischen Raum bilden den größten Teil der neuen Vornamen in Deutschland.
Namen aus dem arabischen und aus dem angloamerikanischen Raum bilden den größten Teil der neuen Vornamen in Deutschland. (Quelle: dpa-bilder)
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Obwohl in den letzten Jahren nur wenige Veränderungen auf den Spitzenplätzen zu beobachten waren, tut sich viel in der deutschen Namenslandschaft. Allein im Jahr 2014 hat die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) fast 400 seltene Vornamen neu aufgenommen, die nun in die Auswertung mit einfließen.

Ismawanto, Norbu oder Savelij - wenn Eltern sich ungewöhnliche Vornamen für ihren Nachwuchs aussuchen, stoßen sie damit beim Standesamt oft auf Schwierigkeiten: Ist der Name dort nicht bekannt oder gibt es Bedenken, können die Eltern bei der GfdS ein Gutachten über die Eintragungsfähigkeit des Namens ausstellen lassen. Nicht alle Wünsche sind erfüllbar, doch in vielen Fällen kann dort den Eltern geholfen werden.

Im Jahr 2014 gingen bei der Gesellschaft 455 Anfragen zu Vornamen ein. Etwa 85 Prozent der angefragten Namen wurden bestätigt, nur knapp ein Zehntel wurde abgelehnt. Wenige Fälle konnten zudem nicht abschließend geklärt werden.

Welche Namen bestätigt wurden

Bei etwa der Hälfte der in Deutschland neuen Vornamen ließ sich der Ursprung eindeutig in fremden Sprachen ausmachen. Den größten Anteil, nämlich jeweils etwa ein Viertel, machten Namen aus dem arabischen und aus dem angloamerikanischen Raum aus, zum Beispiel Jounis, Shakur und Hafiz sowie Cait, Renay und Rainbow.

Bei Vornamen wie Frea, Loona und Filien war die Tatsache, dass sie Varianten von bekannten und gebräuchlichen Namen darstellen, das ausschlaggebende Kriterium für die Bestätigung.

Auch Kurz- und Koseformen wie Lio, Vea oder Letty und Neeli, Zusammensetzungen, Erweiterungen und Verschränkungen (Jothylakshmi, Saliana, Sammilian) von nachgewiesenen Namen bekamen eine Freigabe. Ebenso wurden Eigenkreationen der Eltern bestätigt, sofern der Name durch seine Struktur als Vorname zu erkennen war: Suma, Nelvana, Rionella.

Mischel und Theiler: abgelehnt!

2014 lehnte die GfdS insgesamt 44 Namensanfragen abgelehnt. Auch die Gründe der Ablehnung waren vielseitig: In mehr als der Hälfte der Fälle handelte es sich nicht um Vornamen im klassischen Sinn, sondern etwa um Wörter aus der Alltagssprache (Blitz, Holunder), Eigenkreationen ohne Vornamencharakter (de Sunny, Illumi), Vatersnamen (Stoitsov, Jürgenson), reine Familiennamen (Crossman, Mumford), Städtenamen (Celle, Arriach) oder (Adels-/Militär-)Titel (Shogun).

Ein weiterer Grund für eine Ablehnung war die falsche Geschlechtszuweisung, das heißt, ein Mädchen sollte einen Jungennamen (Ward, Elineau) oder ein Junge einen Mädchennamen erhalten (Mandy, Lavender). Auch Schreibweisen, die in hohem Maße von der gebräuchlichen Form des Namens abweichen - wie bei Mischel und Theiler - hatten letztlich keine Chance.

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