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Weihnachtsgeschenke: Zu viel davon überfordert Kinder


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Weniger ist mehr: Zu viele Weihnachtsgeschenke überfordern Kinder

t-online, dapd, nw

Aktualisiert am 29.11.2012Lesedauer: 4 Min.
Weihnachten: Zuviele Geschenke können Kinder überfordern.
Zu viele Weihnachtsgeschenke können Kinder überfordern. (Quelle: imago-images-bilder)
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Zu Weihnachten gilt in vielen deutschen Familien die Devise: Je mehr desto besser. Vor allem Kinder werden reich beschenkt. Obwohl es gut gemeint ist, überfordern Eltern und Verwandte die Kinder mit dem Konsumrausch. So sitzen sie dann da, umgeben von aufgerissenen Spielzeugverpackungen, und wissen gar nicht, womit sie anfangen sollen.

Weihnachten gehören Geschenke für Kinder einfach dazu. Nicht nur die Eltern, auch Großeltern, Tanten und Nachbarn möchten den Kleinen gerne eine Freude machen. "Wenn Kinder zu viele Geschenke auf einmal bekommen, sind sie damit oft überfordert", warnt allerdings Sabine Bohlmann, Autorin des Erziehungsratgebers "Ein Löffelchen voll Zucker". Die Kleinen könnten die einzelnen Geschenke dann gar nicht mehr richtig genießen. Je jünger die Kinder sind, desto eher gilt: Weniger ist mehr. Eltern, Großeltern und Paten fällt es allerdings oft schwer, sich zurückzuhalten. Sie wollen das Kind, das in der Vorweihnachtszeit mit Spielzeugprospekten fast schon überschwemmt wird, nicht enttäuschen. Und so wird der Wunschzettel quasi zur Einkaufsliste.

Selbstgemachtes ist besonderer Liebesbeweis

Bohlmann empfiehlt daher, die Zahl der Weihnachtsgeschenke möglichst zu begrenzen. "Am besten nimmt man sich von Anfang an vor, nur drei Dinge pro Kind unter den Baum zu legen", sagt die zweifache Mutter. Sie lege außerdem Wert darauf, dass eines der Geschenke selbst gemacht sei - denn in solchen Gaben stecke besonders viel Liebe. "Man kann sich beispielsweise eine Geschichte ausdenken und sie aufschreiben. Oder wenn ein Kind gerade gerne Zauberer spielt, kann man ihm einen Magierumhang nähen", schlägt Bohlmann vor.

Geschenkideen an Verwandte delegieren

Verwandten und Freunden könne man natürlich schlecht verbieten, etwas zu schenken. "Aber man kann versuchen, die Auswahl der Geschenke etwas zu beeinflussen", sagt die Autorin. Eine Möglichkeit sei beispielsweise, dass alle Einzelgeschenke aus dem Verwandtenkreis sich zu einem größeren Geschenk zusammenfügten. "Dann schenkt der eine die Spielzeug-Lok, der andere die Schienen und der Dritte den Bahnhof", schlägt Bohlmann vor.

Bescherung auf mehrere Tage verteilen

Das allerbeste Geschenk ist Zeit. Man könne, so Bohlmann, auch manche Schenker bitten, den Kindern lieber Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen zu überreichen - für Ausflüge ins Fußballstadion oder in den Zoo zum Beispiel. Sammeln sich bis Heiligabend trotzdem zu viele Päckchen an, könnten Eltern versuchen, die Bescherung auf mehrere Tage zu verteilen. "Kinder freuen sich auch, wenn sie an Silvester noch ein Geschenk öffnen dürfen", sagt Sabine Bohlmann.

Altersangaben beachten

Worauf sollten Eltern beim Kauf von Spielzeug achten? Wichtig ist sicher das Entwicklungsalters des Kindes. In der Regel kann man sich dabei an den Altersangaben orientieren, die auf vielen Spielen aufgedruckt sind, auch wenn manche Kinder schon etwas weiter oder auch noch nicht ganz so weit sind. Um Enttäuschungen vorzubeugen, sollte man von den eigenen Vorlieben und Vorstellungen etwas Abstand nehmen und versuchen, sich auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes einzustellen.

Spielsachen, die zu unterschiedlichen Verwendungen anregen, sind sicher sinnvoller als Spiele, die keinen Spielraum zulassen. Nicht unwesentlich ist zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis: Teure Spielsachen sollten nur angeschafft werden, wenn man annehmen kann, dass das Kind gerne damit spielt. In der Regel müssen Spielsachen aber nicht teuer sein, denn der Preis eines Spielzeugs und sein Spielwert hängen nur selten zusammen.

Nicht jedes Spielzeug gehört unter den Weihnachtsbaum

Es gibt aber einige Dinge, die nichts unterm Weihnachtsbaum zu suchen haben. Dazu gehören Kriegsspielzeuge, also Gegenstände, die Waffen und militärische Ausrüstung darstellen oder Tötungsgeräte aller Art nachahmen. Also auch elektronische Kriegs- und Jagdspiele und Strategiespiele, die die Zerstörung oder Vernichtung des Gegners zum Ziel haben. Haustiere sind ebenfalls eine schlechte Wahl. Bevor man sich Hund, Katze oder Hamster anschafft, sollte man sich in jedem Fall genau über dessen Lebensweise, seine Ansprüche sowie die Kosten erkundigen.

Auch kurzlebiges Spielzeug aus minderwertigem Material, das keine eigene Phantasie zulässt, macht nicht lange Freude. Und nicht zuletzt sollten die Geschenke altersgerecht sein. Ein Vierjähriger ist noch zu klein für ein Taschenmesser, und die Siebenjährige sollte noch nicht mit dem Chemiekasten experimentieren.

Tipps gegen die Spielzeug-Flut

  • Treffen Sie Absprachen: Es ist nicht nötig, dass jeder noch so entfernte Verwandte dem Kind ein Geschenk macht. Wenn’s denn doch sein muss, kann man auch einen kleinen Beitrag aufs Sparkonto einzahlen. Oder man einigt sich darauf, dass das Kind statt an Weihnachten während des Jahres ein Geschenk bekommt.
  • Seien Sie kritisch bei der Auswahl: Einfache Spielsachen mit vielen Einsatzmöglichkeiten machen länger Freude als automatisches Spielzeug, bei dem das Kind nur Knöpfchen drücken muss. Ideal ist auch Zubehör zu einem Spiel, das das Kind schon besitzt und mit dem es sich oft beschäftigt.
  • Misten Sie aus: In Absprache mit dem Kind sollten Spielsachen, die nicht mehr benutzt werden, aussortiert werden. Ideal ist ein Kinderflohmarkt, wo die Kinder ihre ausgedienten Sachen selber verkaufen können.
  • Packen Sie weg: Ein Spielzeug wird wieder interessant, wenn es eine Zeitlang in einer Kiste im Keller verschwindet.


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  • Claudia Zehrfeld
Von Claudia Zehrfeld
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