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So unterscheiden Sie Bienen und Wespen

t-online, uc

Aktualisiert am 16.05.2022 - 10:45 UhrLesedauer: 3 Min.
Wespe und Biene: Im direkten Vergleich sind die Unterschiede zwischen Biene (zwei Bienen rechts) und Wespe (links) deutlich zu erkennen.
Wespe und Biene: Im direkten Vergleich sind die Unterschiede zwischen Biene (zwei Bienen rechts) und Wespe (links) deutlich zu erkennen. (Quelle: schnuddel/getty-images-bilder)
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Bienen und Wespen werden oft verwechselt, dabei unterscheiden sich die beiden Insektenarten in mehreren Merkmalen. Im Vergleich zur Biene produziert die Wespe zum Beispiel keinen Honig – dennoch können Menschen von ihr profitieren.

Deutlicher Unterschied im Aussehen

Bienen und Wespen ähneln sich nur auf den ersten Blick im Aussehen. Wer genau hinsieht, wird einen deutlichen Unterschied zwischen den Insekten erkennen: Während die Wespe meist auffällige schwarz-gelbe Streifen hat, ist der Hinterleib der Biene eher bräunlich. Die fälschliche Annahme, dass Bienen auch leuchtend schwarz-gelb gestreift sind, stammt aus der Kinderserie "Biene Maja", in der die Insekten entsprechend dargestellt werden.

Insgesamt ist der Bienenkörper eher rundlich und stark behaart. Im Gegensatz dazu hat die Wespe nur wenige Haare. Der Begriff Wespentaille kommt nicht von ungefähr: Die Körpermitte der Wespe ist deutlich schmaler als die der Biene. Dadurch sind Wespen sehr beweglich und schneller als die eher behäbig wirkenden Bienen.


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Bienen sind Pollensammler. Da sie sich von Blütennektar und Pollen ernähren, verfügen sie über einen Saugrüssel, mit dem sie den Nektar aus einer Blüte saugen können. Wespen haben dagegen beißende Mundwerkzeuge, mit deren Hilfe sie andere Insekten verspeisen.

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Bemerkenswerte Verhaltensweisen von Bienen und Wespen

Obwohl Bienen und Wespen beide einen Stachel haben, gibt es einen entscheidenden Unterschied: Bienen verlieren ihren Stachel, nachdem sie zugestochen haben. Dies bedeutet eine tödliche Verletzung für die Biene, da der gesamte Stechapparat herausgerissen wird. Dementsprechend nutzen sie den Stachel nur im äußersten Notfall zur Verteidigung. Wespen hingegen verwenden ihren Stachel auch, um Beute zu jagen. Das Insektengift betäubt das Opfer oder wirkt unmittelbar tödlich.

Beim Menschen können die Stiche unter anderem Schwellungen hervorrufen. Mehr dazu lesen Sie hier:


Bienen legen in ihren Nestern große Honigvorräte für den Winter an. Dies macht sich der Mensch durch die Imkerei zunutze und gewinnt vor allem Honig und Bienenwachs. Zudem ist es den Bestäuberinsekten zu verdanken, dass es im Frühling grünt und blüht.

Doch auch Wespen sind nützliche Vertreter des Tierreichs. Sie ernähren sich von anderen Insekten, die dem Menschen mitunter lästig werden: Verschiedene Fliegenarten, Raupen, Heuschrecken und Baumschädlinge gehören zu ihren Leibspeisen. Nur zwei einheimische Wespenarten werden außerdem von süßen Speisen und Fleischwaren angezogen: die gemeine Wespe und die deutsche Wespe.

Gärtner tun sich einen Gefallen, wenn sie Bienen und Wespen gleichermaßen optimale Bedingungen bieten.

Bienen und Wespen bilden Staaten

Bienen und Wespen gehören zu den staatenbildenden Insekten. Je nach Wespenart kann ein Staat aus bis zu 7.000 Tieren bestehen. Ein Bienenvolk sogar aus 40.000 bis 60.000 Tieren. Dabei ist ein Insektenstaat immer arbeitsteilig organisiert. Sowohl bei Bienen als auch bei Wespen gibt es eine Königin, Arbeiterinnen und Drohnen. Ein Wespenstaat besteht immer nur für einen Sommer. Im Herbst stirbt das Volk und nur die begatteten Jungköniginnen überwintern. Im nächsten Jahr beginnen diese dann ein neues Nest zu bauen und damit einen neuen Staat zu gründen. Im Gegensatz zu Bienen nutzen Wespen allerdings keinen Schwänzeltanz zur Kommunikation.

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Bei Bienenvölkern überwintert die Königin mit einem Teil der Arbeiterinnen im Bienenstock. Im nächsten Frühjahr beginnen die Arbeiterinnen dann erneut mit der Brutpflege. Die Königin kann bis zu drei Jahre alt werden. Auch der Bienenstock wird daher über mehrere Jahre bewohnt.

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