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Hundstage: Bedeutung für das Sommerwetter und den Winter 2019

Sommerhitze-Bauernregeln  

Was sind eigentlich die Hundstage?

12.07.2019, 13:49 Uhr | ji, jb, t-online.de

Hundstage: Bedeutung für das Sommerwetter und den Winter 2019. Mops liegt erschöpft auf dem Boden: Die Hundstage sind nach dem Hundsstern benannt und weniger nach den Vierbeinern.  (Quelle: Getty Images/fongleon356)

Mops liegt erschöpft auf dem Boden: Die Hundstage sind nach dem Hundsstern benannt und weniger nach den Vierbeinern. (Quelle: fongleon356/Getty Images)

Für das ganze Jahr gibt es Bauernregeln, die mit Sprüchen das Wetter vorhersagen sollen. Die sogenannten Hundstage prophezeien unter anderem einen langen Winter: "Hundstage heiß, Winter lange weiß." Aber woher kommt diese Bezeichnung eigentlich und wie hängen die Hundstage wirklich mit dem Wetter zusammen?

Bei der Hitze im Hochsommer halten sich Mensch und Tier, insbesondere auch Hunde, oft im Schatten – am liebsten, ohne sich zu regen. Doch der Ausdruck "Hundstage" hat einen anderen Ursprung. Der Zeitraum erhielt seinen Namen während des Römischen Reiches. 

Der Ursprung der Hundstage

Die Schönwetterperiode zwischen dem 23. Juli und 23. August ist nach dem Sternbild Großer Hund (Canis Major) benannt. Es ist jedoch nicht sofort in vollem Umfang am Nachthimmel sichtbar. Vom Erscheinen des ersten (Muliphein) bis zum letzten (Aludra) Hundsstern vergeht etwa ein Monat. Während des Zeitraums geht der hell leuchtende Hauptstern Sirius mit der Sonne auf und unter – aufgrund dieser Präsenz wird Sirius auch Hundsstern genannt.

Das astronomische Ereignis wurde bereits im zweiten Jahrtausend vor Christus als Rückkehr des Fixsterns Sirius bezeichnet. Um 400 vor Christus nannten die Griechen das Erscheinen des Sternbilds "heliakischen Aufgang", was etwa "mit der Sonne" bedeutet. Die Römer verzeichneten das Auftauchen des "Großen Hundes" in ihrem Kalender – damals für Ende Juli bis Anfang August.

Welchen Einfluss haben die Hundstage auf das Wetter?

Heutzutage werden die Hundstage mit Hitze in Verbindung gebracht. Dass das Erscheinen von Sirius mit hohen Temperaturen einhergeht, ist jedoch ein Zufall. Es ist nicht die Ursache für die meist heißeste Jahreszeit. Das Sternbild geht nur etwa in diesem Zeitraum gemeinsam mit der Sonne auf. Es handelt sich deshalb nicht um ein meteorologisches, sondern ein astronomisches Ereignis.



Im Laufe der Jahrhunderte hat sich der heliakische Aufgang des Sirius aufgrund von Eigenbewegung des Sternbildes und Richtungsänderung der Erdachse um einen Monat verschoben. Laut dem Deutschen Wetterdienst fällt er mittlerweile auf den 25. August, wodurch das Sternbild erst im September zu sehen sein wird. Damit könnte das Phänomen eher als Zeichen für das baldige Ende des Sommers oder kommenden Herbstanfang gesehen werden. Der Begriff Hundstage hält im Sprachgebrauch für die heißesten Wochen des Jahres weiterhin Stand.

Mythen und Weisheiten rund um die Hundstage

Bevor der Einfluss des Hundssterns auf die Temperaturen widerlegt wurde, gab es verschiedene Erklärungen für die Hitzewelle:

  • Bei den Griechen entstand der Mythos, dass das Sonnenlicht mit dem Feuer des Sirius verschmilzt und somit die Ursache für große Hitze sei.
  • Die Araber machten das Sternbild für heiße Tage verantwortlich: Der "vom Himmel tropfende Speichel des Hundssterns" soll der Grund für Fata Morganen gewesen sein.
  • Bei den Ägyptern läutete das Erscheinen des Hundssterns einen erhöhten Wasserstand des Nils und somit das Anspülen von fruchtbarem Boden ein.

Hierzulande wurden die Hundstage eher mit gemischten Gefühlen betrachtet. Zum einen bedeutete die große Hitze eine mögliche Gefahr für die Ernte, zum anderen einen langen, teilweise harten Winter. 

Bauernregeln für die Hundstage

Es gibt verschiedene Bauernregeln rund um die Hundstage, die alle besagen, dass auf schönes Wetter während der Hundstage ein kalter Winter folgt und regnerisches Wetter eine schlechte Ernte nach sich zieht. Hier einige Beispiele:

  • "Hundstage hell und klar deuten auf ein gutes Jahr – werden Regen sie bereiten, kommen nicht die besten Zeiten."
  • "Wie das Wetter, wenn der Hundsstern aufgeht, so wird's bleiben, bis er untergeht."
  • "Was die Hundstage gießen, muss die Traube büßen."
  • "Sind die Hundstage voll Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein."
  • "Hundstage heiß, bringen dem Bauern viel Schweiß."
  • "Sind die Hundstage heiß, bleibt's im Winter lange weiß."


Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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