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Leben und Wirken des Dalai Lama: Interessante Fakten

Buddhisten  

Leben und Wirken des Dalai Lama: Interessante Fakten

16.02.2016, 10:20 Uhr | hm (CF)

Leben und Wirken des Dalai Lama: Interessante Fakten. Für sein Wirken erhielt der Dalai Lama den Friedensnobelpreis. (Quelle: imago images/blky)

Für sein Wirken erhielt der Dalai Lama den Friedensnobelpreis. (Quelle: blky/imago images)

Botschafter des Friedens und der Nächstenliebe: Der Dalai Lama ist im Westen vor allem als freundlicher Lehrer des Buddhismus bekannt. Doch sein Lebenslauf beinhaltet zahllose spannende Stationen und Sprüche. Mehr zu den Weisheiten des Dalai Lama – und zu seiner Verbindung mit der Rockband Rammstein – lesen Sie im Folgenden.

1. Ein Mann, viele Namen: Der Dalai Lama

Der Dalai Lama hat gleich mehrere Namen: Geboren wurde er als Lhamo Dhondrub im Jahr 1935, als Sohn einfacher Bauern. Schon kurz nach seiner Geburt wurde der Bauernjunge von tibetischen Mönchen als die 14. Wiedergeburt des buddhistischen Gottes der Barmherzigkeit, Chenresig, erkannt. Als Mönch des Buddhismus hieß Lhamo Dhondrub alsbald Tenzin Gyatso. Er zog aus der nordöstlichen Provinz Tibets in den erhabenen Potala-Palast der Hauptstadt Lhasa.

Die Bezeichnung Dalai Lama bedeutet so viel wie "Lehrer mit einer Weisheit groß wie der Ozean". Die Tibeter nennen den Dalai Lama auch "Kundun", den Gegenwärtigen. Offizieller sind die Namen "Seine Heiligkeit", oder, wenn der Dalai Lama direkt angesprochen wird, "Ihre Heiligkeit".

2. Lebenslauf des Dalai Lama: Wendepunkt in den 1950er Jahren

Der Dalai Lama war noch nicht einmal volljährig, da wurde ihm schon politische Macht übertragen. Im Jahr 1950 war der damals 15-Jährge nicht nur der spirituelle Führer Tibets, sondern auch der politische. Die Lage war ernst: Das kommunistische China war in Tibet eingedrungen, nach gewaltfreiem Widerstand seitens des Dalai Lama wurde dieser Ende der 1950er Jahre gezwungen, seine Heimat zu verlassen. Seither lebt der Dalai Lama im Exil im nordindischen Dharamsala.

Die Tibeter Exilregierung, die der Dalai Lama bis 2011 leitete, unternahm immer wieder Anstrengungen dafür, eine friedliche Lösung im Konflikt zwischen China und Tibet zu finden. 1989 erhielt der Dalai Lama dafür den Friedensnobelpreis.

3. Weisheiten des Dalai Lama: Buch und Spruch

Der Dalai Lama ist ein prominenter Vertreter des Buddhismus – einer religiösen Lehre, bei der Rücksicht auf andere eine besonders große Rolle spielt. Durch Techniken wie Meditation soll der Geist gereinigt werden. Der Mensch soll verstehen, dass alles vergeht und Anhaftung an materielle wie immaterielle Güter nur zu Leid führt. In seinen zahlreichen Buch-Veröffentlichungen finden sich entsprechend viele Zitate, Sprüche und Weisheiten des Dalai Lama. Besonders einprägsame Einsichten lesen Sie hier:

  • Fang zuerst an, zu geben, und erwarte absolut nichts.
  • Sieh die positive Seite, das Potenzial, und bemühe dich.
  • Bewerte deine Erfolge daran, was du aufgeben musstest, um sie zu erzielen.Besuche einmal im Jahr einen Ort, an dem du noch nie warst.
  • Nichts ist von Dauer.
  • Wer Toleranz üben möchte, findet in seinem Feind den besten Lehrer.
  • Vergiss nicht, dass Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
  • Eine freundliche Atmosphäre in deinem Haus ist die beste Grundlage für dein Leben.

4. Der Dalai Lama in Deutschland

Der Dalai Lama ist viel unterwegs. Schaut man sich den Reisekalender auf seiner offiziellen Homepage an, könnte man fast schließen, dass der mittlerweile über 80-Jährige jedes Jahr einmal den Globus umrundet. Zahlreiche Abstecher machte der Dalai Lama auch nach Deutschland. Allein in den Jahren zwischen 2010 und 2015 stattete Seine Heiligkeit der Bundesrepublik ganze zehn Besuche ab. Zwischen dem Jahr 2000 und 2009 war er insgesamt zwölfmal in Deutschland.

5. Der Dalai Lama und Rammstein?

Wer den Dalai Lama schon einmal im Netz gesucht hat, dürfte in den Vorschlägen der jeweiligen Suchmaschine unter Umständen auf eine Verbindung zwischen Seiner Heiligkeit und der Berliner Rockband Rammstein gestoßen sein. Tatsächlich heißt einer der Songs auf "Reise, Reise", dem 2004er-Album von Rammstein, "Dalai Lama". Darin geht es allerdings nicht um Tibet und den Buddhismus, vielmehr handelt es sich um eine moderne Interpretation von Goethes Ballade "Erlkönig".

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