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Klassizismus: Definition, Merkmale, Beispiele

Kunstepochen verstehen  

Klassizismus: Das antike Griechenland als Vorbild

18.05.2016, 10:16 Uhr | hm (CF)

Klassizismus: Definition, Merkmale, Beispiele. Der Klassizismus nahm sich die Kunst der Antike zum Vorbild. (Quelle: imago images/Steinach)

Der Klassizismus nahm sich die Kunst der Antike zum Vorbild. (Quelle: Steinach/imago images)

Der Klassizismus ist eine Epoche des 18. und 19. Jahrhunderts, in der Kunst und Architektur sich an der griechischen Antike orientierten. Bauwerke erinnern häufig an Tempel, Gemälde stellen Szenen aus der Antike dar.

Klassizismus als Rückbesinnung auf die Antike

Die Epoche des Klassizismus erstreckte sich etwa von 1770 bis 1840 und folgte auf den Barock mit seinen verschnörkelten Linien und prächtigen Bauten. Der Klassizismus orientierte sich an den Formen und Motiven der griechischen und römischen Antike und bildete mit klaren, strengen Linien ein optisches Gegenprogramm zum Barock. Die Werke der antiken Meister sollten aufgegriffen werden. 

Der deutsche Archäologe und Forscher Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) gilt als Begründer des Klassizismus im deutschsprachigen Raum. Laut Angaben des Bayerischen Rundfunks (BR) waren ihm zum Beispiel die "edle Einfalt" und "stille Größe" der antiken Kunst wichtig. Ab etwa 1790 galt der Klassizismus auch als Stil der Revolution, weil er sich nach der Französischen Revolution durch Napoleon Bonapartes Feldzüge in Westeuropa ausbreitete. Damit löste er den pompösen Stil ab, der vorher an europäischen Königshöfen vorherrschend war.

Merkmale und Beispiele der klassizistischen Kunst und Architektur

In der klassizistischen Malerei wandten Künstler sich Motiven aus der Antike zu. Ziel der klassizistischen Kunst war es, schöne und edle Werke hervorzubringen, die außerdem eine erziehende Wirkung haben sollten. Merkmale sind deshalb harmonische Formen und eine Idealisierung der Natur, die auf vielen Bildern großen Raum einnimmt. Als bekannteste Gemälde des Klassizismus gelten:

  • "Der Schwur der Horatier" (Jaques-Louis David, 1784)
  • "Goethe in der Campagna" (Johan Heinrich Wilhelm Tischbein, 1787)
  • "Die Prinzessinengruppe" (Johann Gottfried Schadow, 1797)
  • "Theseus als Sieger über den Minotaurus" (Antonio Canova, 1782)

(Quelle: art-magazin.de)

Die klassizistische Architektur hingegen orientierte sich an den antiken Tempeln. Deshalb sind an Bauwerken aus dieser Zeit als wichtige Merkmale neben der allgemeinen klaren Formgebung häufig Säulen und Reliefs zu finden. Bekannte Vertreter sind zum Beispiel der Arc de Triomphe in Paris und die Glyptothek in München. Auch das Brandenburger Tor in Berlin gilt als Bauwerk des Klassizismus. 

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