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Als Freitag, der 13. wirklich Ungl├╝ck brachte

Von dpa-afx, t-online, mab

Aktualisiert am 13.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Tempelritter: Mit Geld konnten sie mindestens so gut umgehen wie mit dem Schwert. Letztendlich wurde ihnen diese St├Ąrke zum Verh├Ąngnis.
Tempelritter: Mit Geld konnten sie mindestens so gut umgehen wie mit dem Schwert. Letztendlich wurde ihnen diese St├Ąrke zum Verh├Ąngnis. (Quelle: serpeblu/getty-images-bilder)
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Endlich Freitag! Aber was f├╝r einer... F├╝r manche nur Gerede, kriegen andere am Freitag, den 13. beinahe Stressflecken vor Sorge. Warum? Das zeigen diese sechs F├Ąlle.

Von einem Imageproblem zu sprechen, w├Ąre wohl eine Untertreibung. Der Tag ist von manchen so gef├╝rchtet, dass es eine Phobie gibt, die sich auf ihn bezieht: Paraskavedekatriaphobie. Das ist die ├╝bersteigerte Angst vor Freitag, dem 13. Und die treibt manchmal seltsame Bl├╝ten.


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In einigen Hochh├Ąusern gibt es keine 13. Etage, manche Z├╝ge haben keinen 13. Waggon. Ob bei Hotelzimmern, Sporttrikots oder Decks auf Kreuzfahrtschiffen ÔÇô die Zahl 13 wird einfach ausgelassen.

Am Freitag, den 13. passiert dennoch nicht mehr Schlimmes als an allen anderen Tagen, sagt die Statistik. Eher noch weniger, weil die Leute besonders achtsam sind. Doch Statistik hin oder her ÔÇô manches Mal schlug das Ungl├╝ck trotzdem zu.

1. Vernichtung des Templerordens

Tempelritter: Mit Geld konnten sie mindestens so gut umgehen wie mit dem Schwert. Letztendlich wurde ihnen diese St├Ąrke zum Verh├Ąngnis.
Tempelritter: Mit Geld konnten sie mindestens so gut umgehen wie mit dem Schwert. Letztendlich wurde ihnen diese St├Ąrke zum Verh├Ąngnis. (Quelle: serpeblu/getty-images-bilder)
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Die Tempelritter, eines der gro├čen Mysterien des Mittelalters: Um 1118 gegr├╝ndet, bet├Ątigten sich die Mitglieder des Ordens nicht nur mit Schwert und Lanze, sondern auch im damaligen Finanzwesen. Dank eines tadellosen Rufs wurde der Orden sehr reich ÔÇô und zwar nicht nur an Einfluss.

Der Franzosenk├Ânig Philipp IV. (1268ÔÇô1314) wiederum war vollkommen abgebrannt und wollte an die vollen Templerkassen. Einfach so konnte er aber nicht ans Geld des Ordens gelangen. Also warf man den Mitgliedern unter anderem Ketzerei vor. Damit war das Ende des Ordens eingeleitet: Am Freitag, den 13. Oktober 1307 wurden seine Mitglieder in einer Verhaftungswelle dingfest gemacht ÔÇô Folter und Hinrichtungen folgten, der Orden wurde Geschichte. Dieses Ereignis soll zum Aberglauben um Freitag, den 13. gef├╝hrt haben, sagen einige Historiker.

2. Rapper stirbt nach Schie├čerei

Rapstar Tupac Shakur: Er ist eines der bekanntesten Opfer des Krieges zwischen Rappern der US-Ost- und Westk├╝ste in den 1990er-Jahren.
Rapstar Tupac Shakur: Er ist eines der bekanntesten Opfer des Krieges zwischen Rappern der US-Ost- und Westk├╝ste in den 1990er-Jahren. (Quelle: Columbia/dpa-bilder)

In den fr├╝hen 90er-Jahren wurde Tupac Shakur mit Hits wie "Dear Mama" zum Rap-Superstar. Allerdings hatte "2pac" nicht nur Freunde. Nach dem Besuch eines Boxkampfs geriet er am Abend des 7. September 1996 in einen Streit, der zun├Ąchst einigerma├čen glimpflich endete.

Wenig sp├Ąter wurde aber das Auto beschossen, in dem Shakur davongefahren wurde. Mehrere Kugeln trafen den Rapper, unter anderem in der Lunge. Im Krankenhaus wurde ihm ein Lungenfl├╝gel entfernt und man versetzte ihn in ein k├╝nstliches Koma. Daraus ist er nicht mehr erwacht: Am Freitag, den 13. September 1996 starb Tupac Shakur im Alter von 25 Jahren. Bis heute ist die Tat nicht aufgekl├Ąrt.

3. Bomben auf Buckingham

Buckingham Palace: Mit Bomben auf den Sitz der K├Ânigsfamilie wollte die deutsche Luftwaffe die Moral der Briten brechen. Sie erreichte das Gegenteil.
Buckingham Palace: Mit Bomben auf den Sitz der K├Ânigsfamilie wollte die deutsche Luftwaffe die Moral der Briten brechen. Sie erreichte das Gegenteil. (Quelle: fazon1/getty-images-bilder)

Das Zuhause der britischen K├Ânigsfamilie wurde w├Ąhrend des Zweiten Weltkriegs zum Ziel der deutschen Luftwaffe. Damit wollte sie die Kampfmoral der britischen Bev├Âlkerung brechen, aber ohne Erfolg.

Am 13. September 1940 wurde der Buckingham Palace von deutschen Bomben getroffen, w├Ąhrend das damalige K├Ânigspaar George VI. und Elizabeth Bowes-Lyon, sp├Ąter Queen Mum genannt, im Haus waren. Gro├če Sch├Ąden richteten die Bomben aber nicht an. Insgesamt gab es ├╝brigens sogar sieben Angriffe.

4. Jahrhundertsturm in Pakistan

Sturmsch├Ąden in Bangladesch: Immer wieder wird die Region von Tropenst├╝rmen heimgesucht.
Sturmsch├Ąden in Bangladesch: Immer wieder wird die Region von Tropenst├╝rmen heimgesucht. (Quelle: Str/dpa-bilder)

Er war eine der schlimmsten Naturkatastrophen: Anfang November 1970 wurde Ostpakistan von einem Zyklon heimgesucht, der mit einer Spitzengeschwindigkeit von 205 km/h w├╝tete. Er ├╝berflutete K├╝stenstreifen, zerst├Ârte unz├Ąhlige D├Ârfer und St├Ądte und kostete mehr als 300.000 Menschen das Leben.

Der Sturm hatte auch politische Folgen: Durch ihn versch├Ąrften sich die bereits bestehenden Spannungen, bis sie im M├Ąrz 1971 im Bangladesch-Krieg gipfelten, der sp├Ąter zur Bildung des unabh├Ąngigen Staates Bangladesch f├╝hrte.

5. Rutschiges Parkett

Berliner B├Ârse auf einem Foto aus dem Jahr 1886: Sie wurde im Jahr 1860 erbaut, aber im Jahr 1945 zerst├Ârt.
Berliner B├Ârse auf einem Foto aus dem Jahr 1886: Sie wurde im Jahr 1860 erbaut, aber im Jahr 1945 zerst├Ârt. (Quelle: ilbusca/getty-images-bilder)

An der B├Ârse ist Freitag, der 13. offenbar kein Gl├╝ckstag. 1927 gab es den Schwarzen Freitag an der Berliner B├Ârse: Die Kurse st├╝rzten ab und brachten Hunderte Anleger um ihr Verm├Âgen. Knapp 30 Jahre sp├Ąter in Wien: Im April 1956 zerst├Ârt ein Gro├čbrand den pr├Ąchtigen Wertpapierb├Ârsensaal ÔÇô am Freitag, den 13. Dort gab es schon einmal ein Freitagsdesaster: 1873 gingen an einem Tag gleich 120 Firmen in Konkurs, die B├Ârse brach zusammen. Das war aber kein 13., sondern der 9. Mai.

6. Die "Costa Concordia" kentert

Das Wrack der Costa Concordia: Nur wenige Meter vor der K├╝ste von Giglio kenterte das Kreuzfahrtschiff.
Das Wrack der Costa Concordia: Nur wenige Meter vor der K├╝ste von Giglio kenterte das Kreuzfahrtschiff. (Quelle: Massimo Percossi/ANSA/dpa-bilder)

Nur wenige Meter bis zum Hafen, die Felsen der K├╝ste erscheinen auf Fotos fast zum Greifen nah: Am Freitag, den 13. Januar 2012 rammt die "Costa Concordia" mit mehr als 4.200 Menschen an Bord nahe der Insel Giglio vor der toskanischen K├╝ste einen Felsen und kentert. 32 Menschen kommen ums Leben.

Kapit├Ąn Francesco Schettino hatte sich selbst gerettet, obwohl noch Tausende auf dem Kreuzfahrtschiff festsa├čen. Sp├Ąter wird er unter anderem wegen mehrfacher fahrl├Ąssiger T├Âtung zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt.

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Aberglaube schuf kuriosen Job

Mancher lebte vom Aberglauben um Freitag, den 13. ├╝brigens ziemlich gut: n├Ąmlich als Vierzehnter, als Quatorzi├Ęme. Ende des 19. Jahrhunderts war das ein eintr├Ąglicher Beruf. Der Vierzehnte sollte das Ungl├╝ck fernhalten. Und das war nicht so anstrengend, wie es klingt: Wenn sich eine Runde aus 13 Leuten zum Essen traf, mietete sie sich bei Bedarf den Quatorzi├Ęme an den Tisch hinzu. So wollte man sicherstellen, dass alle Anwesenden das Essen ├╝berleben.

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