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Londoner Universität verbannt Rindfleisch vom Speiseplan

Für das Klima  

Londoner Universität verbannt Rindfleisch vom Speiseplan

14.08.2019, 13:02 Uhr | dpa, t-online.de, sth, AFP

Londoner Universität verbannt Rindfleisch vom Speiseplan. Saftiger Burger: Die globale Viehwirtschaft steigert die Emissionen von CO2 und anderen Gasen, mahnen Forscher.(Symbolbild) (Quelle: Getty Images/ hiphotos35)

Saftiger Burger: Die globale Viehwirtschaft steigert die Emissionen von CO2 und anderen Gasen, mahnen Forscher.(Symbolbild) (Quelle: hiphotos35/Getty Images)

Eine Londoner Universität streicht Burger von der Speisekarte. Die Studenten sollen künftig auf Rindfleischprodukte verzichten. So will die Uni bis 2025 klimaneutral werden. 

Studenten der prestigeträchtigen Londoner Universität Goldsmiths müssen künftig auf Gerichte wie Burger und Chili verzichten. Das gilt zumindest in den Mensen und Cafés auf dem Campus.

Wie Goldsmiths neue Direktorin Frances Corner mitteilte, wird im Kampf gegen die Erderwärmung ab dem nächsten Monat Rindfleisch aus allen Lokalen und Geschäften des Colleges verbannt. "Einen Klimanotstand auszurufen kann nicht nur leeres Gerede sein", sagte Corner.

"Obwohl ich gerade erst in Goldsmiths angekommen bin, ist es sofort offensichtlich, dass unsere Mitarbeiter und Studenten leidenschaftlich an der Zukunft unserer Umwelt interessiert sind und dass sie entschlossen sind zu helfen", sagte die Universitätsprofessorin.

Schritte für den Umweltschutz

Goldsmiths will bis zum Jahr 2025 klimaneutral sein und ist nicht die erste Universität, die für die Verringerung von Emissionen ihren Speiseplan anpasst. So wird in Cambridge seit 2016 kein Rindfleisch oder Lamm mehr verkauft. Goldsmiths-Studenten werden nach ihrer Rückkehr von der Sommerpause zudem zehn Pence (elf Cent) pro Einweg-Plastik-Artikel zahlen müssen.

Greenpeace-Klimaaktivistin Rosie Rogers nannte den Schritt "ermutigend". "Wir rufen andere dazu auf, dringend diesem Beispiel zu folgen", sagte sie.


Stuart Roberts vom nationalen Bauernverband NFU warf der Universität hingegen vor, nicht zwischen britischem und andernorts produziertem Rindfleisch zu unterscheiden. "Den Klimawandel zu bewältigen ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, aber ein einzelnes Nahrungsmittel auszusondern ist offensichtlich ein grob vereinfachender Ansatz", sagte er.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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