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DHL, Hermes und Co. in der Corona-Zeit: So läuft jetzt die Paketzustellung

Paketzustellung trotz Corona  

Was Sie bei DHL, Hermes und Co. jetzt wissen sollten

06.05.2020, 09:16 Uhr | sms, dpa

DHL, Hermes und Co. in der Corona-Zeit: So läuft jetzt die Paketzustellung . Coronavirus: Bei der Deutschen Post und Lieferdiensten gibt es besondere Vorkehrungen gegen das Virus.  (Quelle: imago images/Independent Photo Agency Int.)

Coronavirus: Bei der Deutschen Post und Lieferdiensten gibt es besondere Vorkehrungen gegen das Virus. (Quelle: Independent Photo Agency Int./imago images)

Wegen des Coronavirus sollten Menschen derzeit soziale Kontakte vermeiden. Paketzusteller können dies nicht. Doch auch bei ihnen gibt es Änderungen, die Kunden kennen sollten.

Wer etwas bestellt oder ein Paket erwartet, begrüßt den Lieferdienst an der Tür, unterschreibt und bekommt seine Post. So war es bisher. Doch in Zeiten der Corona-Krise greifen auch Paketdienste auf ungewöhnliche Maßnahmen zurück. 

Deutsche Post und DHL 

Bei der Deutschen Post gibt es bisher noch keine Einschränkungen in Deutschland, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Allerdings können Paketsendungen nach China, Hongkong und Macao bis auf weiteres nicht mehr angenommen werden, weil es zu Transportproblemen kommt. Briefsendungen hingegen können weiterhin auch dorthin versandt werden. 

"Bei allen anderen internationalen Sendungen kann es aufgrund der aktuellen Situation zu Laufzeitverzögerungen kommen", kündigt die Post an. Zusätzlich ergreift DHL Schutzmaßnahmen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Deshalb wird die Annahme und Abgabe von Paketen verändert. "So verzichten wir aktuell bei der Übergabe von Paketen und Übergabeeinschreiben auf die Unterschrift des Empfängers", teilt DHL mit. Stattdessen sollen die Zusteller anstelle des Empfängers die erfolgreiche Auslieferung dokumentieren. Gleichzeitig wird empfohlen, einen Ablageort oder eine Packstation anzugeben, um den Kontakt von vornherein zu vermeiden. 

Hermes

Auch Hermes hat seine Lieferbedingungen an das Coronavirus angepasst. "Als Paketdienstleister können wir in der aktuellen Situation einen wichtigen Beitrag leisten, indem wir die Versorgungssicherheit der Bevölkerung mit unserer Dienstleistung unterstützen", heißt es von dem Unternehmen. Oberste Priorität sei es jedoch, eine Ansteckung der Mitarbeiter, Zusteller und Kunden zu vermeiden. Kunden können deshalb bei Lieferungen auswählen, dass sie keinen physischen Kontakt haben möchten. Dazu können Sie einen Wunschablageort angeben. 

Seit Ende März können Pakete außerdem kontaktlos an der Haustür entgegengenommen werden. Dafür wurde eine Lösung entwickelt, bei der die Unterschrift auf dem Scanner entfällt. Stattdessen wird der Sendungserhalt per Fotonachweis belegt. 

Bisher gibt es auch bei Hermes innerhalb Deutschlands keine Einschränkungen oder Verzögerungen beim Versand. Innerhalb Europas komme es aber zu Zeitverzögerungen, weil die Grenzkontrollen erhöht wurden. Bisher geht Hermes zusätzlich davon aus, dass 70 bis 80 Prozent seiner Paketshops weiterhin geöffnet bleiben, weil sie in Einrichtungen für die Grundversorgung integriert sind. Dabei sollen allerdings Warteschlangen und somit enger Kontakt zwischen den Kunden vermieden werden. Die Paketshops, die geschlossen sind, werden bis zum 30. April nicht mehr in der Paketshop-Finder-Funktion angezeigt.

GLS 

"Unser Netzwerk ist voll funktionsfähig. Wenn Waren aus dem Ausland kommen, sind längere Laufzeiten aufgrund von längeren Wartezeiten an den Grenzen möglich", erklärt ein Sprecher von GLS auf Anfrage von t-online.de. Um Mitarbeiter zu schützen und eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen, hat das Unternehmen ebenfalls einige Maßnahmen ergriffen. Wie die anderen Paketzulieferer bietet auch GLS die Möglichkeit der kontaktlosen Zustellung an und hat alle Standorte und Mitarbeiter zudem mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. 

"Wir stehen in engem Kontakt mit den PaketShop-Betreibern", erklärt der Sprecher, "auch sie wurden über die notwendigen Hygienemaßnahmen und Änderungen der Prozessschritte per Newsletter und telefonisch informiert."

GLS sei mit ihrem dichten Netzwerk und den aktuellen Maßnahmen auch in der aktuellen Situation entsprechend aufgestellt und könne zustellen. "Auch auf eine Verschärfung der Lage in Deutschland – Sperrung von Gebieten oder Straßen, erforderliche vorübergehende Schließung einzelner Standorte – sind wir vorbereitet", kündigt das Unternehmen an. "Durch Analyse der Warenströme unserer Kunden entwickeln wir Ansätze zur Abwicklung über alternative Standorte."

DPD

"Unser Team arbeitet mit vollem Einsatz daran, jedes Paket zuverlässig zuzustellen und gleichzeitig einer Verbreitung des Coronavirus vorzubeugen", kündigt auch DPD an. Auch, wenn die Quittierung auf dem Handscanner "kein erhöhtes Gesundheitsrisiko" darstelle, werde künftig darauf verzichtet. Kleine, flache Pakete dürfen zudem künftig im Briefkasten hinterlegt werden. Noch einfacher wird es mit einem "Abstell-Okay", das wie bei DHL und Hermes den Zusteller berechtigt, Sendungen beispielsweise in einer Garage oder vor der Wohnungstür abzustellen. 

Noch sei zudem nicht final geklärt, in welcher Form es Ausnahmen der Geschäftsschließungen für Paketshops gibt. Auch bei DPD kann es außerdem durch die Grenzschließungen zu Verzögerungen im europäischen Versand kommen. Vor allem in Gebieten in Österreich und Italien sei zudem keine Zustellung oder Abholung von Paketen möglich. 

Kann ich mich über Pakete mit dem Coronavirus infizieren?

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Robert Koch-Instituts (RKI) ist die Übertragung von Viren über Pakete unwahrscheinlich. Das Coronavirus wird über Tröpfchen übertragen, es hält sich nicht lange auf Oberflächen wie Kunststoff und Papier. Die saugfähige Oberfläche eines Pakets oder Briefes sowie der Transport an der Luft trocknen das Virus aus und zerstören seine Hülle. Auch durch Sonne bzw. UV-Licht wird das Virusgenom zerstört. 

Was, wenn mein Paket beschädigt wurde?

Auch bei kontaktloser Übergabe müssten die Paketzusteller dafür sorgen, dass Pakete unter Aufsicht zugestellt werden, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Bei Verlust oder Beschädigung der bestellten Ware bleiben Empfänger sonst auf dem Schaden sitzen.

Offensichtliche Schäden an den Paketen sollten dem Lieferanten und dem Händler demnach sofort angezeigt werden. Entdecken Kunden einen Reklamationsgrund erst nach dem Auspacken, müssen sie den Schaden innerhalb von sieben Tagen beim Lieferdienst melden. Kommt eine bestellte Lieferung auch nach Ablauf der Frist tage- oder wochenlang nicht an, ist immer der Händler der erste Ansprechpartner. Denn dieser trägt das Transportrisiko.

Verwendete Quellen:

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