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Vatertag 2021 in Corona-Zeiten: Was wir dürfen – und was nicht

Alkohol, Ausflug, Abstand  

Spritztour am Vatertag: Was ist in Corona-Zeiten erlaubt?

13.05.2021, 10:20 Uhr
Vatertag 2021 in Corona-Zeiten: Was wir dürfen – und was nicht. Herrenpartie: Die aktuellen Corona-Regeln gelten selbstverständlich auch am Vatertag. (Quelle: dpa/picture alliance)

Herrenpartie: Die aktuellen Corona-Regeln gelten selbstverständlich auch am Vatertag. (Quelle: picture alliance/dpa)

Für viele Männer ist eine Tour mit Bollerwagen, Bier und vielen Freunden das Highlight am Vatertag. Dieses Jahr müssen sie darauf aber erneut verzichten. Was im zweiten Corona-Jahr möglich ist – und was nicht.

Bollerwagentouren mit vielen Freunden, exzessiver Alkoholkonsum und der Besuch in der Kneipe: Das geht in diesem Jahr am Vatertag (13. Mai) nicht. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten natürlich auch am Herrentag. Was ist an diesem Tag dann überhaupt noch erlaubt?

Treffen von Freunden

Vatertag: So voll sollte es 2021 nicht werden. Es gelten Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln. (Quelle: dpa/Peter Steffen)Vatertag: So voll sollte es 2021 nicht werden. Es gelten Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln. (Quelle: Peter Steffen/dpa)

Die wegen der Corona-Pandemie verfügten Kontaktbeschränkungen gelten weiter – auch an Christi Himmelfahrt. Ansammlungen sowie öffentliche Festivitäten sind bundesweit untersagt. In Regionen mit einer Inzidenz unter 100 dürfen je nach Bundesland maximal fünf Personen aus zwei Haushalten gemeinsam Zeit verbringen. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner tritt die Notbremse in Kraft, in diesem Fall darf sich ein Haushalt nur mit einer haushaltsfremden Person treffen. Das gilt bundesweit.

Sie können also durchaus mit mehreren Personen auf Bollerwagentour gehen – sofern diese mit Ihnen unter einem Dach wohnen und die Inzidenzzahl niedrig ist. Sie dürfen allerdings maximal mit fünf Personen unterwegs sein. In manchen Regionen ist diese Zahl geringer, informieren Sie sich dazu in der Corona-Verordnung Ihres Bundeslandes. Vollständig geimpfte und genesene Menschen werden dabei nicht gezählt, egal, ob sie zu Ihrem Haushalt gehören oder nicht.

Personen unterschiedlicher Haushalte müssen auch beim Spazieren den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Sofern die Bundesnotbremse in Ihrer Region greift, sollten Sie zudem vor 22 Uhr wieder zu Hause sein. Denn von 22 Uhr bis 5 Uhr gilt dann eine Ausgangssperre – außer für vollständig Geimpfte und Genesene. Diese beiden Personengruppen sind generell von den geltenden Kontaktbeschränkungen befreit. Das bedeutet: Sie dürfen mit beliebig vielen weiteren Geimpften und Genesenen eine Spritztour machen.

Alkohol und Aktivitäten

In der Gastronomie ist nur der Außer-Haus-Verkauf erlaubt, sodass Sie nirgendwo einkehren können (Ausnahmen gelten in Bayern für die Außengastronomie bei einer Inzidenz unter 100). Mit einem Bier für unterwegs wird es aber ebenfalls schwierig: In der Regel ist der Ausschank alkoholischer Getränke derzeit untersagt. Und nicht nur das: In vielen Bundesländern dürfen Sie in Grünanlagen oder auf bestimmten öffentlichen Plätzen keinen Alkohol trinken. So beispielsweise in Berlin, Hamburg, Thüringen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. In Schleswig-Holstein etwa gilt ein Verzehrverbot erst, sobald die Inzidenz über 100 liegt – dann aber für den gesamten öffentlichen Raum.

Sämtliche Freizeiteinrichtungen sind zudem geschlossen. Allerdings wäre etwa ein Besuch im Zoo oder in einem Botanischen Garten möglich – hier dürfen die Außenbereiche mit einem Hygienekonzept öffnen. Besucher müssen aber einen negativen Corona-Test vorweisen.

Wandern im Grünen

Das Wandern an Seen oder in Parks ist in der Regel kein Problem. Auch einen Bollerwagen dürfen Sie in den meisten Regionen mitführen. Aber auch hier müssen Sie natürlich beachten, dass sich ein Haushalt mit maximal einer weiteren Person treffen darf.


Polizei plant mehr Kontrollen

Die Ordnungsbehörden und die Polizei rufen jeden Einzelnen dazu auf, seinen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten. "Die AHA-Regeln und die Gesetzeslage fordern hier Zurückhaltung bei Zusammenkünften aller Art – auch am Vatertag", sagt Antje Weißmann von der Polizeidirektion Thüringen. Sie empfehle den Vätern, sich im erlaubten Familienkreis zusammenzufinden und einen gemeinsamen Tag im Garten oder Grünen zu verbringen – sofern sie sich nicht in Quarantäne befinden.

Auch das Bayerische Staatsministerium des Innern bittet darum, zu Hause zu bleiben. "Bitte suchen Sie auch nicht nach irgendwelchen Schlupflöchern", mahnt Pressesprecher Michael Siefener. "Jede Unachtsamkeit kann zu Infektionen mit schlimmsten Folgen führen. Nur bei größter Vorsicht und Rücksichtnahme können wir die Ausbreitung des hochgefährlichen Coronavirus einbremsen."

Die polizeiliche Erfahrung zeige, dass der Himmelfahrtstag oft von ausgelassenen Familienausflügen bis hin zu Schlägereien, Trunkenheitsfahrten und Ruhestörungen geprägt ist, so die Polizeidirektion Thüringen. "Wir werden auch in diesem Jahr unsere Präsenz in der Öffentlichkeit erhöhen und an diesem Tag mehr Streifen einsetzen", sagt Pressesprecherin Antje Weißmann zu t-online.

In Brandenburg werden zusätzlich etwa 100 Bereitschaftspolizistinnen und -polizisten im Einsatz sein. Die Anzahl der Polizeistreifen des Wach- und Wechseldienstes am Herrentag soll entsprechend der jeweiligen Lage erhöht werden. Auch die Bayerische Polizei plant, an den Tagen um den Vatertag ihre Kontrollen noch einmal zu verstärken. Gerade an beliebten Ausflugszielen wolle man aufklären und die bestehenden Corona-Regeln durchsetzen. Gleiches kündigen die Innenministerien in Niedersachsen und in Rheinland-Pfalz an.

2020 wurden mehr Ruhestörungen gemeldet

Die Pandemie scheint die Anzahl der Verstöße am Herrentag nicht zusätzlich hochzutreiben, zumindest war dies im vergangenen Jahr so. In Thüringen zum Beispiel gab es am Vatertag 2020 genauso viele Einsätze, Anzeigen und Notrufe wie 2019. Es wurden 2020 im Vergleich zum Vorjahr aber weniger Körperverletzungsdelikte und Verkehrsunfälle registriert, dafür wurden mehr Ruhestörungen gemeldet.

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