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Diese nicht-heimischen Bäume könnten bald in deutschen Städten stehen

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 01.09.2020Lesedauer: 4 Min.
Edelkastanie: Die Marone (Castanea sativa) zählt zu den klimaresistenten Baumarten.
Edelkastanie: Die Marone (Castanea sativa) zählt zu den klimaresistenten Baumarten. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Sie versch√∂nern das Stadtbild, bieten Nahrung und Wohnraum f√ľr zahlreiche Tiere und sorgen f√ľr ein besseres Klima: Stadtb√§ume. Doch mit dem kleinen St√ľck Natur an den Stra√üenr√§ndern k√∂nnte es bald vorbei sein. L√§sst sich das Baumsterben aufhalten?

Die letzten hei√üen und trockenen Sommer der vergangenen Jahre haben die B√§ume stark belastet ‚Äď auch in der Stadt. Obwohl zahlreiche St√§dte und Gemeinden sowie Verb√§nde die B√ľrger dazu aufgerufen haben, auch die B√§ume am Stra√üenrand zu gie√üen, kam es bei vielen Pflanzen zu schwerwiegenden Hitzesch√§den.


Gartenpflanzen in der Klimakrise: Das sind zehn Gewinner

Rose (Rosa): Die K√∂nigin der Blumen gilt als gr√∂√üte Gewinnerin im Klimawandel, weil sie als sogenannter Tiefwurzler widerstandsf√§higer gegen√ľber Trockenheit ist.
Fetthenne (Sedum): Ihre dickfleischigen Bl√§tter und St√§ngel k√∂nnen f√ľr l√§ngere Zeit Feuchtigkeit speichern. Das macht die Fetthenne zu einer Trockenheitsspezialistin. Zudem gilt sie als bienenfreundlich, weil ihre Bl√ľten viele Honigsammlerinnen anziehen.
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Hinzu kommt die geringe Fl√§che, die den B√§umen in den engen Stra√üen und Gassen zur Verf√ľgung steht: gerade einmal vier Quadratmeter ‚Äď oder sogar weniger. Ihre Wurzeln m√ľssen sich unter einer versiegelten Fl√§che, vorbei an Rohren und Kellerw√§nden, ausbreiten. Und der Hunde- und Menschenurin sowie das Streusalz im Winter setzen den Stadtb√§umen ebenfalls zu.

Diese und weitere Gr√ľnde f√ľhrten dazu, dass der Baumbestand in den St√§dten zunehmend sinkt oder gro√üe, abgestorbene B√§ume nach und nach durch kleinere Jungb√§ume ersetzt werden m√ľssen. Die durch diese Umst√§nde geschw√§chten B√§ume sind deutlich anf√§lliger f√ľr Sch√§dlinge und Krankheiten. Sowohl hierdurch als auch durch die Hitzesch√§den steigt das Risiko des Absterbens. "Was mit kleineren Bl√§ttern beginnt, geht mit fr√ľhzeitigem Laubfall weiter und endet vielfach mit dem Absterben von Kronenteilen oder des gesamten Baumes", erkl√§rt Jens D√ľring vom Bund Deutscher Forstleute t-online. Die Stadtb√§ume k√∂nnen somit auch zur Gefahr der Verkehrssicherheit werden. Sie m√ľssen daher im Ernstfall gef√§llt werden.

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"Hinzu kommt, dass viele B√§ume in St√§dten, aber vor allem auch in den W√§ldern, bereits vorgesch√§digt sind. Einige Krankheiten, wie zum Beispiel die Ru√ürindenkrankheit bei Ahorn, schreiten so schnell voran, dass ganze B√§ume innerhalb weniger Monate absterben und morsch werden", so D√ľring. Das verringert den Bestand an B√§umen zus√§tzlich.

Diese fremden Bäume könnten bald in den Städten stehen

Unter den regelm√§√üigen D√ľrre- und Hitzeperioden leiden vor allem heimische Baumarten. Sie sind nicht an diese klimatischen Ver√§nderungen angepasst. Nehmen die H√§ufigkeit und Dauer dieser Wetterph√§nomene zu, k√∂nnten deutsche Baumarten in deutschen St√§dten kaum noch √ľberleben.

Rotbuche: Die Rotbuche √ľbersteht l√§ngere Hitze- und D√ľrreperioden gut.
Rotbuche: Die Rotbuche √ľbersteht l√§ngere Hitze- und D√ľrreperioden gut. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Abhilfe k√∂nnte das Pflanzen von gebietsfremden Baumarten schaffen. Hierzu wird in Berlin mit der Ungarischen Eiche und in Heilbronn mit der Zerreiche experimentiert. Beide √ľberstehen l√§ngere Hitze- und Trockenperioden gut. Die Ungarische Eiche ist zudem frostresistent ‚Äď was ein wesentlicher Vorteil in puncto Verkehrssicherheit ist. In Bayern wurden positive Erfahrungen mit der Silberlinde (Tilia tomentosa "Brabant") gemacht. Diese Stadtbaum-Alternative vertr√§gt Trockenheit ‚Äď allerdings ist sie nicht frostresistent und daher nur f√ľr w√§rmere St√§dte in Deutschland geeignet. Weiterhin k√∂nnten laut D√ľring auch die Traubeneiche, Winterlinde oder Hainbuche genutzt werden. "Diese heimischen Baumarten sind zur Begr√ľnung der Stra√üenbereiche geeignet und erf√ľllen die entsprechenden Anforderungen." Unter den gebietsfremden Arten haben sich Amberbaum, Ginkgo und die Hopfenbuche bislang bew√§hrt, so der Baumexperte. Gleiches gelte f√ľr die Edelkastanie (Castanea sativa), auch als Esskastanie bekannt. All diese B√§ume stimmen gut mit den dort bestehenden klimatischen Bedingungen √ľberein. Sie k√∂nnten k√ľnftig vermehrt in deutschen St√§dten zu finden sein. "Invasive Baumarten, wie bestimmte Eschenarten oder der Blauglockenbaum sind zwar ebenfalls resistent, eignen sich jedoch nicht f√ľr jeden Bereich", sagt D√ľring gegen√ľber t-online.de. Da sich diese stark vermehren, d√ľrfen sie nicht in den Randbereichen sowie in der N√§he von Gew√§ssern stehen.

"Durch die Neupflanzung von B√§umen ist das Problem jedoch noch nicht behoben, erkl√§rt Derk Ehlert von der Senatsverwaltung f√ľr Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (SenUVK) in Berlin t-online.de. Die jungen Pflanzen br√§uchten eine sehr intensive Pflege, ehe sie den exogenen Faktoren standhielten. Wichtig sei es zudem, so Ehlert, sich nicht nur auf eine Baumart zu fokussieren. So k√∂nne schnell eine Monokultur entstehen, die stark anf√§llig f√ľr Sch√§dlinge, Pilze und andere Krankheitserreger ist.

Das Problem mit gebietsfremden Arten

Laut Bundesamt f√ľr Naturschutz (BfN) stellt das Einf√ľhren fremder Arten "kein Naturschutzproblem dar". Nur wenige gebietsfremde Arten gef√§hrden in ihrer neuen Heimat die biologische Vielfalt und werden daher als 'invasiv' bezeichnet", so das Bundesamt. Allerdings k√∂nnte es aufgrund der Klimakrise nicht ausgeschlossen werden, dass sich durch die Verbreitung gebietsfremder Arten auch invasive Arten in den jeweiligen Gebieten ausbreiten. Das wiederum w√ľrde die einheimische Flora und Fauna gef√§hrden ‚Äď sie w√ľrden in starker Konkurrenz um Nahrung und Lebensraum mit den neuen Arten stehen. "Neben Naturschutzproblemen k√∂nnen gebietsfremde Arten aber auch √∂konomische (zum Beispiel Sch√§dlinge, Managementkosten) oder gesundheitliche Probleme verursachen", warnt das BfN. Ehlert steht der Einf√ľhrung gebietsfremder B√§ume ebenfalls kritisch gegen√ľber: "Heimische Arten sollten als Alternative zu klimaresistenten Stadtb√§umen bevorzugt werden. Zahlreiche andere Organismen leben schlie√ülich von und mit ihnen. Sie bilden eine Symbiose."

Und auch ein weiteres Problem gibt es mit der Pflanzung gebietsfremder Baumarten: Deren √∂kologisches Verhalten unter mitteleurop√§ischen Bedingungen m√ľsse erst in einer ausreichend langen Bew√§hrungszeit erprobt werden, ehe sie fl√§chendeckend gesetzt werden k√∂nnten. Dar√ľber sind sich Ehlert und die Bayerische Landesanstalt f√ľr Wald und Forstwirtschaft einig. "Erst nach zehn bis 15 Jahren zeigt sich, ob die gebietsfremden B√§ume sowohl Sturmsch√§den, als auch Wurzelsch√§den, Versiegelungen und anderen √§u√üeren, sie stark belastenden Umst√§nden, standhalten k√∂nnen", erkl√§rt Ehlert.

"V√∂llig falsch w√§re es demnach, in einer panischen Reaktion auf den Klimawandel weit hergeholte Gastbaumarten ohne sorgf√§ltige Pr√ľfung zur L√∂sung der Probleme zu verwenden", so die Landesanstalt.

D√ľring erg√§nzt: "Es gibt nur etwa f√ľnf einheimische Baumarten, die an die k√ľnftigen Bedingungen in St√§dten ‚Äď vor allem an Stra√üen ‚Äď angepasst sind. Einen vitalen vielf√§ltigen Baumbestand erh√§lt man damit nicht." Vielmehr m√ľsse man auf sehr vielf√§ltige Baumbest√§nde mit vielen Baumarten setzen. Die meisten hiervon werden zuk√ľnftig nicht einheimisch sein. "Bei Beachtung einiger Rahmenbedingungen verringert sich dann auch das Risiko von Invasivit√§t rapide", so der Baumexperte.

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