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Vorsicht vor tödlicher Gefahr! So schützen Sie Ihren Hund vor Giftködern

Tödliche Gefahr  

So schützen Sie Ihren Hund vor Giftködern

12.08.2020, 13:22 Uhr | dpa

Vorsicht vor tödlicher Gefahr! So schützen Sie Ihren Hund vor Giftködern . Schnüffelnder Hund: Wie schützt man seinen Hund am effektivsten vor Giftködern? (Quelle: dpa/Maurizio Gambarini)

Schnüffelnder Hund: Wie schützt man seinen Hund am effektivsten vor Giftködern? (Quelle: Maurizio Gambarini/dpa)

Sie sind als leckere Hackbällchen oder Wurst-Häppchen getarnt, sind aber höchst gefährlich für das Tier. Wie können Hundehalter ihre Vierbeiner vor Giftködern schützen – und notfalls retten?

Die Angst kreist auf der Gassirunde immer mit: Was ist, wenn der Hund Leckerlis frisst, in denen Hundehasser Rasierklingen, Scherben oder Rattengift deponiert haben?

So können Sie Vergiftungen vorbeugen

Allgemein sollten Halter stets wachsam sein. "Dem Fressen von Giftködern kann man vorbeugen, indem man darauf achtet, was das Tier zu sich nimmt", erklärt Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund. Wenn sie beim Spaziergang Würstchenstücke herumliegen sehen, sollten Besitzer aufmerken. "Am besten ist es, wenn man seinen Hund beibringt, nichts zu fressen, was zum Beispiel im Gebüsch liegt", so Schmitz.

Warnung vor Giftködern: Hunde leben gefährlich. So wirkt es zumindest. Ständig hört man von vergifteten Leckerlis in Parks und auf Grünstreifen – dank sozialer Medien und Warn-Apps. (Quelle: dpa/Jens Kalaene)Warnung vor Giftködern: Hunde leben gefährlich. So wirkt es zumindest. Ständig hört man von vergifteten Leckerlis in Parks und auf Grünstreifen – dank sozialer Medien und Warn-Apps. (Quelle: Jens Kalaene/dpa)

Gassigehen: Weitere Gefahren lauern 

Nicht immer eindeutig ist, ob Giftköder extra gelegt wurden: "Manchmal sind die ausgelegten Köder gar nicht für Haustiere gedacht, sondern sollen andere Tiere wie Ratten oder Mäuse schädigen", so Schmitz. Und nicht immer stecke bei einer Vergiftung ein klassischer Giftköder dahinter. Auch das Fressen von Schokolade, zuckerfreien Kaugummis oder giftigen Pflanzen kann für den Hund lebensbedrohlich werden.

Laut Schmitz würden zwischenmenschliche Konflikte, etwa zwischen Nachbarn, oft über das Haustier ausgetragen. "Wenn bekannt ist, dass in der Nachbarschaft Menschen Schwierigkeiten mit dem Tier haben, sollte man das Gespräch suchen, um Vorbehalte und Berührungsängste abzubauen", rät sie.

Giftköder: Ein Stück Fleischwurst wurde mit einer Rasierklinge präpariert – in diesem Fall zu Übungszwecken. (Quelle: dpa/picture alliance )Giftköder: Ein Stück Fleischwurst wurde mit einer Rasierklinge präpariert – in diesem Fall zu Übungszwecken. (Quelle: picture alliance /dpa)

Das ist im Ernstfall zu beachten

Wenn der Hund Giftiges verschluckt hat, gilt: Reste davon einsammeln und sofort zum Tierarzt gehen. Bricht der Hund unaufhörlich? Dann müssten Halter bis zur Ankunft beim Tierarzt die Atemwege des Hundes freihalten. "Besitzer sollten hierbei vorsichtig die Maulhöhle ihres Schützlings von Schleim und Erbrochenen befreien, den Kopf möglichst nach unten halten und die Zunge herauslagern", erläutert die Expertin.

Was ist mit kursierenden Tipps, mit Hausmitteln selbst herumzudoktern? "Wir raten dringend davon ab, auf Sauerkraut, Senf oder Ähnliches zu vertrauen", erklärt Sascha Schoppengerd von Giftköder-Radar. Auf der Webseite können sich Tierhalter über giftige Funde in ihrer Nähe informieren.

Tipp: Dem Hund sollte nicht langweilig werden

Schoppengerd gibt allerdings zu bedenken: "Auch wenn es hart klingt: Aber wenn Hunde draußen aktiv nach Futter suchen, sind Herrchen oder Frauchen meist zu langweilig." Die Tiere liefen oft nur nebenher und der Halter beschäftige sich mit Smartphone, Freundin oder Kindern. Der Hund suche sich dann eine "Beschäftigung", um seine Gassirunde spannender zu machen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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