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Darum haben Maulwurf-Weibchen auch Hoden

Von t-online, ron

Aktualisiert am 14.10.2020Lesedauer: 2 Min.
Europäischer Maulwurf (Talpa europaea): Er ist in Deutschland "Tier des Jahres 2020". Beim Iberischen Maulwurf (Talpa occidentalis) entdeckten Forscher jetzt etwas Ungewöhnliches.
Europäischer Maulwurf (Talpa europaea): Er ist in Deutschland "Tier des Jahres 2020". Beim Iberischen Maulwurf (Talpa occidentalis) entdeckten Forscher jetzt etwas Ungewöhnliches. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Was das Geschlecht betrifft, denken die meisten Menschen in den Kategorien "männlich" und "weiblich" – Zwischenformen empfinden viele als unnatürlich. Doch bei einigen Tieren ist Intersexualität der Normalfall.

Für die einen ist er die schöne Kindheitserinnerung – wenn sie an die tschechoslowakische Zeichentrickserie "Der kleine Maulwurf" denken. Für die anderen ist er der böse Erdbewohner, der für Hügel auf dem Rasen verantwortlich ist: Der Maulwurf entzweit wahrlich die Gemüter.

Dabei gilt der blinde, pelzige Geselle als nützlicher Gartenhelfer par excellence. Ein Vertreter aus der Familie der Maulwürfe, der Europäische Maulwurf (Talpa europaea), wurde deshalb zum "Tier des Jahres 2020" gewählt. Und: Das Tier sorgt in der Wissenschaft immer noch für Überraschungen.

Auch Maulwurf-Weibchen haben Hoden

Der Grund: Ein internationales Team um die Berliner Forscher Stefan Mundlos vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik sowie Darío Lupiáñez vom Berlin Institute for Medical Systems Biology fand heraus, dass neben den Maulwurf-Männchen auch die Weibchen Hoden besitzen – und zwar in einem Organ. Nachgewiesen wurde diese Besonderheit beim Iberischen Maulwurf (Talpa occidentalis). Dieser ist in Spanien und Portugal verbreitet.

Die Wissenschaftler haben ihre neuen Erkenntnisse zur Maulwurf-Geschlechterforschung unlängst im Fachmagazin "Science" veröffentlicht. Zwar war bereits bekannt, dass bei Maulwürfen die Geschlechter nicht klar voneinander abgegrenzt und die Weibchen intersexuell sind. Dennoch lassen die neuen Forschungsergebnisse aufhorchen.

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Wie es für Säugetiere typisch ist, sind weibliche Maulwürfe demnach mit zwei X-Chromosomen ausgestattet, besitzen aber sowohl funktionierendes Eierstock- als auch Hodengewebe. Das Besondere: Beide Gewebetypen sind bei Maulwürfen in einem Organ, den Ovotestes, vereint – und das ist einzigartig unter Säugetieren.

Keine Spermien, aber Muskeln

Zwar produziert das Hodengewebe der Maulwurf-Weibchen keine Spermien, aber große Mengen des Geschlechtshormons Testosteron. Laut den Forschern sind dessen Werte ähnlich hoch wie bei den Männchen.

Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb Maulwurf-Weibchen aggressiv und muskulös sind. Das sei für ein Leben unter Tage von Vorteil ist, wo sie Höhlen graben und um Ressourcen kämpfen müssen, so die Forscher.

Beitrag zur Akzeptanz von Intersexualität

Mundlos sieht die Ergebnisse seines Teams auch als Beitrag zur Genderforschung und zur Akzeptanz von Intersexualität: "Historisch gesehen hat der Begriff erhebliche Kontroversen ausgelöst", sagt Mundlos. Und: "Es gab und gibt die Tendenz, intersexuelle Phänotypen als krankhafte Zustände zu charakterisieren."

Ihre Studie zeige aber, wie komplex die sexuelle Entwicklung sei und dass die Natur ein großes Spektrum an Zwischentypen hervorbringen könne.

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