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Das größte Fest des Jahres: Millionen orthodoxe Christen feiern Osterfest

Das größte Fest des Jahres  

Millionen orthodoxe Christen feiern Osterfest

02.05.2021, 12:42 Uhr | dpa-AFX

 (Quelle: Glomex)
Orhtodoxes Osterfest vielerorts in der Kritik

Bei den Ostermessen in Athen und Moskau haben die Oberhäupter der orthodoxen Kirche keine Masken getragen. Wegen der fehlenden Sicherheitsmaßnahmen stand die griechische Kirche wiederholt in der Kritik. (Quelle: Euronews)

Ohne Mund-Nasen-Schutz: Orhtodoxe Kirchen stehen wegen fehlender Sicherheitsmaßnahmen am Osterfest in der Kritik. (Quelle: Euronews)


Millionen orthodoxe Christen haben weltweit Ostern gefeiert – einen Monat später als die westlichen Kirchen. Anders als noch zu Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr durften die Gläubigen vielerorts wieder die Gottesdienste besuchen.

In Russlands Hauptstadt Moskau sagte das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill, in der Nacht zum Sonntag anlässlich des Osterfestes: Er wünsche sich, dass sein Volk bald und vollständig von dem Virus befreit werde. Das Osterfest gebe Hoffnung, dass die Pandemie überwunden werden könne.

Viele Gläubige in der Erlöserkathedrale in Moskau – der Hauptkirche des russisch-orthodoxen Christentums – trugen eine Maske. In vielen Ländern wurden die Geistlichen Gottesdienste im Internet und im Fernsehen übertragen, um ein Ansteckungsrisiko zu minimieren.

Wladimir Putin: Er erschien ohne Mund-Nasen-Schutz beim Ostergottesdienst in der Christ-Erlöser-Kathedrale. (Quelle: Sergei Guneyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa)Wladimir Putin: Er erschien ohne Mund-Nasen-Schutz beim Ostergottesdienst in der Christ-Erlöser-Kathedrale. (Quelle: Sergei Guneyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa)

Den Gottesdienst in Moskau besuchte auch Kremlchef Wladimir Putin, ohne Mund-Nasen-Schutz. Er hatte sich kürzlich gegen das Virus impfen lassen. Der Präsident dankte dem Kreml zufolge der Kirche, dass sie "drängende soziale Probleme" löse sowie Ideale und Familientraditionen in der Gesellschaft fördere. Kritiker werfen der orthodoxen Kirche eine zu große Nähe zum russischen Staat vor.

In Jerusalem feiern orthodoxe Christen das "Heilige Feuer"

In Jerusalem haben orthodoxe Christen das "Heilige Feuer" gefeiert. Hunderte Menschen drängten sich am Samstag in der Grabeskirche in Jerusalems Altstadt. Zuvor war es in den Straßen nahe der Kirche zu Auseinandersetzungen zwischen Gläubigen und der Polizei gekommen. Zu der Grabeskirche hatten nur Corona-Geimpfte und Genesene Zutritt.

Nach Medienberichten wurde die Teilnehmerzahl unter dem Eindruck der Massenpanik auf dem Meron-Berg mit 45 Toten am Tag zuvor eingeschränkt. In der Altstadt waren zahlreiche Polizisten im Einsatz, es wurden Sperren aufgestellt. Von palästinensischer Seite wurde der Polizei Schikane vorgeworfen. Videoaufnahmen zeigten dichtes Gedränge und Geschubse.

Jerusalem: Äthiopische christlich-orthodoxe Gläubige halten Kerzen, die während der Zeremonie des Heiligen Feuers in der äthiopischen Abteilung der Grabeskirche in Jerusalems Altstadt entzündet werden. (Quelle: Ilia Yefimovich/dpa)Jerusalem: Äthiopische christlich-orthodoxe Gläubige halten Kerzen, die während der Zeremonie des Heiligen Feuers in der äthiopischen Abteilung der Grabeskirche in Jerusalems Altstadt entzündet werden. (Quelle: Ilia Yefimovich/dpa)

Das Licht in der Grabkapelle entzündet sich dem Glauben nach selbstständig. Die Grabeskirche steht an jener Stelle, wo der christlichen Überlieferung nach Jesus begraben worden und wieder auferstanden sein soll.

Der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilos III. entzündete an dem "Heiligen Feuer" Kerzenlicht und gab es an Gläubige außerhalb der Kapelle weiter. Die Kirche wurde von einem Meer von Kerzen erhellt. Mit Flugzeugen wurde das "Heilige Feuer" dann an Gemeinden in aller Welt gebracht.

Das Osterfest der orthodoxen Kirche richtet sich nach dem julianischen Kalender, der von der Zeitrechnung des allgemein geltenden gregorianischen Kalenders abweicht. Weil Ostern am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond des Frühlings gefeiert wird, ergibt sich in manchen Jahren ein wochenlanger Zeitunterschied. In der Orthodoxie gilt die Auferstehung Jesu als das größte Fest des Jahres.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX

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