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F├╝r diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgf├Ąltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

So bereiten Sie Ihr Kind auf ein Geschwisterchen vor

t-online, dpa, wp

Aktualisiert am 28.12.2021Lesedauer: 5 Min.
Geschwister: Ist das neue Geschwisterchen auf der Welt, m├╝ssen Eltern darauf achten, dass Ihr erstgeborenes Kind im Trubel um das Baby nicht untergeht.
Geschwister: Ist das neue Geschwisterchen auf der Welt, m├╝ssen Eltern darauf achten, dass Ihr erstgeborenes Kind im Trubel um das Baby nicht untergeht. (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)
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Die Geburt des zweiten Kindes ist nicht nur f├╝r Eltern ein einschneidendes Erlebnis. Auch f├╝r das erstgeborene Kind wird sich das Familienleben stark ver├Ąndern. Eltern sollten das Geschwisterchen gut auf die neue Situation einstimmen.

"Du bekommst ein Geschwisterchen!" ÔÇô diese Botschaft sorgt bei Kindern nicht nur f├╝r helle Begeisterung. Denn neben Vorfreude kann dabei auch Eifersucht aufkommen. Das muss aber nicht sein. "Wenn sich die Eltern auf das zweite Kind freuen und diese Freude vermitteln, dann freut sich auch das erste Kind", sagt Heidemarie Arnhold, Vorstandsvorsitzende des Arbeitskreises Neue Erziehung (ANE).


Das geh├Ârt zu einer gl├╝cklichen Kindheit

Kinder sollen Kinder sein d├╝rfen. Dazu geh├Âren Geschrei, Getrampel, Lachen, Weinen, Toben ÔÇô das darf man nie vergessen. Und Kinder machen Arbeit ÔÇô wichtig sind deshalb durchdachte Erziehungsziele, die Integration der Kinder in den Alltag, Unterst├╝tzung und Beistand bei der psychischen Entwicklung und ein Gef├╝hl f├╝r die Bed├╝rfnisse von Mitmenschen.
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Sie r├Ąt zu einem altersgem├Ą├čen Einbeziehen des ersten Kindes von Anfang an. "Wenn der Bauch schon da ist, kann man das Gro├če den Bauch anfassen lassen. Wenn er noch nicht da ist, kann man sagen: 'Da wird bald ein dicker Bauch sein, da ist das Kind drin, aber jetzt ist das noch ganz klein.'"

Der richtige Zeitpunkt: Grunds├Ątzlich sollten Sie Ihrem Erstling nicht zu fr├╝h von seinem Geschwisterchen erz├Ąhlen. Denn Sie m├╝ssen bedenken, dass Kinder von Natur aus weniger Geduld aufbringen. Ideal ist etwa der sechste Schwangerschaftsmonat.

Bereits vor der Geburt Rituale mit dem neuen Familienmitglied schaffen

Eltern k├Ânnen schon vor der Geburt ein Ritual unter Einbezug des Ungeborenen schaffen. Sie k├Ânnen abends etwa immer sagen: "Jetzt singen wir dem Baby noch ein Lied", schl├Ągt Judith Peltner vor. Sie ist Pflegedienstleiterin f├╝r das Eltern-Kind-Zentrum im Klinikum N├╝rnberg. Das Ungeborene h├Âre das schon im Mutterleib. Und wenn es auf der Welt ist, k├Ânne das Gro├če ihm das vorsingen, wenn es unruhig ist.

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Wichtig ist, falsche Versprechungen zu vermeiden. Wenn Eltern Ihrem Kind erz├Ąhlen, dass es bald einen neuen Spielgef├Ąhrten bekommt, wird die Entt├Ąuschung gro├č sein, wenn das Baby in der ersten Zeit nichts anderes kann, als dazuliegen, zu schreien und die Zeit der Eltern in Anspruch zu nehmen. Eltern sollten deshalb ehrlich sein und sagen, dass es anfangs ÔÇô wie das erstgeborene Kind auch ÔÇô viel Zuwendung und Pflege ben├Âtigt. "Hier kann man ihnen erkl├Ąren: Das ist ein Baby, das ganz viel Hilfe braucht, das kann nicht gleich mit dem Auto oder der Puppe spielen", sagt Peltner.

Was nach der Geburt des zweiten Kindes zu beachten ist

Ist das neue Geschwisterchen auf der Welt, m├╝ssen Eltern darauf achten, dass Ihr erstgeborenes Kind im Trubel um das Baby nicht untergeht. Das gilt auch f├╝r Wochenbettbesucher: Sie sollten sich nicht ausschlie├člich um das Baby k├╝mmern, sondern auch das andere Kind noch wahrnehmen, empfiehlt In├ęs Brock, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in Halle (Saale).

Familienrituale, die bisher den Alltag bestimmt haben, sollten au├čerdem nicht mit der Begr├╝ndung eingestellt werden, dass jetzt einfach weniger Zeit daf├╝r da ist. So vermeiden Mutter und Vater, dass das Kind das Baby als bedrohlichen Einschnitt in sein Leben wahrnimmt. Eltern sollten versuchen, sich so oft wie m├Âglich gemeinsam etwas Extrazeit f├╝r das Erstgeborene zu nehmen, um ihm zu vermitteln, wie wichtig es ihnen ist.

Drei Jahre sind der schwierigste Altersabstand zwischen Geschwistern, hat Judith Peltner beobachtet. "Dann ist das Geschwisterkind in der Trotzphase." Es habe gelernt, die alleinige Aufmerksamkeit der Eltern zu bekommen. "Es steckt sowieso gerade seine Grenzen ab, und dann kommt, in den Augen des Gro├čen, ein Rivale ins Haus."

Hier sind vor allem die V├Ąter gefragt, betont Brock: "Sie k├Ânnen ihre Aufmerksamkeit st├Ąrker auf das ├Ąltere Kind richten, wenn die Mutter vom j├╝ngsten voll in Anspruch genommen wird." Eine Konkurrenz entsteht nach Ansicht von Heidemarie Arnhold nur, wenn Eltern diese f├Ârdern, etwa indem sie die Kinder gegeneinander ausspielen. Was ├╝berhaupt nicht geht, sei ein Satz wie: "Du hast ja immer so viel geschrien, und dieses schreit ├╝berhaupt nicht!" Bewertungen und Vergleiche sollten Eltern tunlichst unterlassen. Hilfreich kann vielmehr sein, mit dem Gro├čen noch einmal eigene alte Babybilder anzusehen.

Erstgeborenes kann unterst├╝tzen

Wenn ein Kind helfen m├Âchte, darf es das gerne. Viele Kliniken oder Geburtsh├Ąuser bieten sogenannte Geschwisterkurse an, so auch das Klinikum N├╝rnberg. In einer Stunde lernen dort drei- bis sechsj├Ąhrige Kinder an einer Puppe, ein Baby zu wickeln, zu halten oder die Flasche zu geben. "Es w├Ąre vermessen, wenn wir sagen w├╝rden: 'Wir k├Ânnen damit die Eifersucht verhindern.'", schr├Ąnkt Pflegedienstleiterin Peltner ein. "Was wir m├Âchten, ist, den Stolz auf das Geschwisterkind zu st├Ąrken." Die Kinder seien immer ganz konzentriert bei der Sache und suchten sich eine Puppe aus, die "ihrem" Baby ├Ąhnlich sieht.

Eltern sollten nicht zu besorgt sein, die Gro├čen auch an das Kleine heranzulassen, r├Ąt Peltner. Was sie immer wieder fasziniert: Wenn Geschwisterkinder mit dem kleinen Baby umgehen, seien sie manchmal recht grob. "Da wird ├╝ber den Kopf gerubbelt und an der Hand gezogen ÔÇô aber die Babys schreien oft gar nicht. Da ist schon eine Verbindung zwischen den Geschwistern." Das kann Heidemarie Arnhold best├Ątigen: "Kontakt unter Geschwistern ist etwas sehr Positives. Kinder reagieren auf Kinder, das k├Ânnen Sie schon bei Babys sehen." Werde mal etwas zu grob gestreichelt, weil ein Kind noch nicht so feinf├╝hlig ist, k├Ânne man ihm das freundlich sagen und zeigen.

Wenn das Erstgeborene auch wieder Baby sein will

Wenn das Baby da ist, will manches ├Ąltere Geschwisterkind auf einmal auch wieder Baby sein. Eine ganz normale Reaktion, findet In├ęs Brock. "F├╝r einen Drei-, Vier-, F├╝nfj├Ąhrigen ist das nat├╝rlich faszinierend zu beobachten, dass das Baby schreit und in die Windel macht, und alle freuen sich dr├╝ber." Entsprechend will das Gro├če das auch ausprobieren, m├Âchte aus der Flasche oder an der Brust trinken oder n├Ąsst vielleicht sogar wieder ein. "Sie versuchen, das Verhalten des Babys nachzuahmen, um zu sehen, ob Mama auch so reagiert."

Kein Grund zur Sorge, findet Brock. "Man kann das spielerisch aufgreifen und gleichzeitig die Vorteile des Gro├čseins wieder in den Vordergrund r├╝cken." So sollten Eltern etwa das Kind f├╝r Dinge loben, die es schon kann. Aus ihrer Erfahrung ist dieses Verhalten immer nur eine ├ťbergangsphase.

Tut das gro├če Kind dem Baby absichtlich weh, indem es kneift, bei├čt oder kratzt, sollten Eltern Ruhe bewahren, r├Ąt Peltner. "Man kann sich fragen, ob sich das gro├če Kind vielleicht zur├╝ckgesetzt f├╝hlt." Eltern sollten aber auch klar sagen: "Du m├Âchtest das auch nicht, das tut weh."

Gelassen bleiben!

F├╝r Brock ist Eifersucht verst├Ąndlich, wenn ein neues Kind in die Familie kommt. "Wenn wir ├╝berlegen, wir m├╝ssten unseren allerliebsten Menschen pl├Âtzlich mit jemandem teilen, haben wir nat├╝rlich starke Gef├╝hle." Nur das Verhalten sei je nach Alter unterschiedlich. Ein Zweij├Ąhriger kneift, ein Vierj├Ąhriger schmei├čt sich auf den Boden, eine Siebenj├Ąhrige verschwindet schmollend und t├╝renknallend im Zimmer. Je gelassener Eltern damit umgehen, desto besser. "Sorgen muss man sich erst machen, wenn es ├╝ber eine lange Zeit so bleibt. Dann sollten sich Eltern Beratung suchen", so Brock.

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