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Pumuckl bekommt nach Fan-Protesten seinen Bauch zurück


"Pumuckl bekommt seinen Bauch zurück"

Von t-online, dpa
Aktualisiert am 26.08.2015Lesedauer: 2 Min.
Links der alte Pumuckl der Zeichnerin Barbara von Johnson, rechts der neue, schlanke von Jan Saße.Vergrößern des BildesLinks der alte Pumuckl der Zeichnerin Barbara von Johnson, rechts der neue, schlanke von Jan Saße. (Quelle: Jan Saße/Kosmos Verlag/dpa-bilder)
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Wie bei einer Diät mit Jojo-Effekt: Der Kobold Pumuckl durfte jahrelang mit Pausbacken und Kugelbauch in der Hängematte schaukeln. Dann tauchte der Rotschopf quirlig und dünn in einer Neuauflage des Kinderbuchklassikers auf. Fans protestierten – mit Erfolg: Pumuckl darf wieder dick sein.

Uschi Bagnall, die Tochter der Pumuckl-Erfinderin Ellis Kaut, verkündete im "Münchner Merkur": "Pumuckl bekommt seinen Bauch zurück." Es werde nur dieses eine Buch mit einem dünnen Pumuckl erscheinen. Danach soll der Kobold wieder ganz der Alte sein dürfen.

Pumuckl ist vor mehr als 20 Jahren durch die Fernsehserie "Meister Eder und sein Pumuckl" berühmt geworden. Gustl Bayrhammer spielte den Meister Eder und Hans Clarin lieht dem Kobold seine Stimme. Die Figur ist aber noch älter. Vor 50 Jahren ist das erste Pumuckl-Buch im Stuttgarter Herold-Verlag veröffentlicht worden.

Pumuckl sollte moderner aussehen

Das 50-Jährige Pumuckl-Jubiläum und der 95. Geburtstag seiner Erfinderin Ellis Kaut waren der Anlass für eine Neuauflage, die am 11. September im Kosmos Verlag erscheint. Dafür sollte die Figur ein moderneres Erscheinungsbild bekommen.

"Pumuckl sollte einerseits klassisch und wiedererkennbar sein für die Erwachsenen, die Pumuckl noch aus ihrer eigenen Kindheit kennen. Andererseits sollte er auch einen modernen Touch bekommen, um die neue Generation Kinder anzusprechen, die Pumuckl jetzt lesen", sagte Verlagssprecherin Stefanie Käfferlein. Daraufhin zeichnete der Illustrator Jan Saße einen schlacksigen Pumuckl.

Protest auf Twitter: zurück mit dem Bauch

Allerdings kam der "moderne Touch" nicht bei allen gut an. Die Abstimmung der Leser von t-online.de fällt eindeutig aus: 86,6 Prozent mögen den alten Pumuckl lieber. Der neue gefällt nur 2,2 Prozent. "Der sieht nicht "schlanker und dynamischer" aus, sondern wie ein Strich in der Landschaft", kommentierte Leser caesarion40. Und osito-muenchen schimpfte: "Das erinnert an die hirnverbrannte Aktion aus den USA, dass das Krümelmonster auf einmal nicht mehr nur Kekse essen darf".

Auf Twitter starteten Pumuck-Fans die Kampagne #bringbackbäuchlein. "Pumuckl als magerer Veganer...das geht gar nicht", schrieb beispielsweise Twitter-Nutzer Gagamel. Viele wünschten sich den alten Pumuckl zurück:

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Modernisierung ist über das Ziel hinausgeschossen

Jetzt haben die Bäuchlein-Befürworter ihr Ziel erreicht. Uschi Bagnall, die zusammen mit ihrem Mann Brian und der ersten Pumuckl-Zeichnerin Barbara von Johnson die Rechte an der Figur hält, hat die Rückkehr zum Original versprochen. "Wir haben dem Verlag unser Einverständnis gegeben, den Pumuckl zu modernisieren", sagte Bagnall dem "Merkur". "Wir sind alle um die 70, wir wollten nicht altmodisch wirken. Und wir wollten wissen, welchen Pumuckl die Kinder lieber mögen." Als sie vom Protest gegen den verschlankten Kobold hörte, habe sie sich gefreut. "Wir haben uns bestätigt gefühlt."

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