Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Schwangerschaft >

Medikamente gegen Schwangerschaftsübelkeit kaum untersucht

Off-Label-Use  

Medikamente gegen Übelkeit in der Schwangerschaft kaum untersucht

29.09.2014, 15:26 Uhr | dpa-tmn

Medikamente gegen Schwangerschaftsübelkeit kaum untersucht. Zu Medikamenten gegen Schwangerschaftsübelkeit gibt es bisher kaum Untersuchungen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Zu Medikamenten gegen Schwangerschaftsübelkeit gibt es bisher kaum Untersuchungen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Keines der gängigen Medikamente gegen Schwangerschaftsübelkeit ist ausdrücklich zur Behandlung dieser Beschwerden zugelassen. Darauf weist das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) hin.

Übliche Mittel wie Doxylamin sowie Medikamente mit Stoffen wie Dimenhydrinat, Metoclopramid und Vitamin B6 könnten aber von Ärzten gegen Schwangerschaftsübelkeit verschrieben werden - man spricht hier von einem "Off-Label-Use", sinngemäß übersetzt einem "nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch". Das Institut rät betroffenen Frauen, sich dann zu den Wirkungen und Nebenwirkungen beraten zu lassen.

Es gibt dem IQWiG zufolge nur wenige Studien zur Wirksamkeit von Medikamenten gegen Erbrechen bei Schwangeren. Das liege unter anderem auch daran, dass man kaum klinische Studien durchführe aus Rücksicht auf das Kind. Daher sei auch nicht ausreichend in aussagekräftigen Studien untersucht worden, ob gängige Mittel mit Wirkstoffen wie Dimenhydrinat, das grundsätzlich gegen Übelkeit verabreicht wird, oder Metoclopramid, das die Bewegung des Magen-Darm-Traktes anregt, Schwangeren tatsächlich helfen.

Was gegen die Übelkeit helfen kann

Was ihnen hilft, können sie aber in bestimmtem Umfang selbst herausfinden - durch Ausprobieren: Manche schwören darauf, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt einzunehmen. Andere meiden Gerüche und Nahrungsmittel, auf die sie besonders reagieren, sowie stressige Situationen, Hitze oder Geräusche.

Als pflanzliche Alternative zu Medikamenten wird häufig Ingwer verwendet. Studien deuten darauf hin, dass etwa Sirup oder Kapseln mit 250 Milligramm des Heilmittels je Dosis, drei- bis viermal am Tag eingenommen, die Beschwerden lindern können.

Schwangerschaftsübelkeit tritt gewöhnlich zwischen der sechsten und achten bis zur 16. Woche auf. Manche Frauen leiden länger darunter, auch die Stärke variiert. Etwa eine von 100 Schwangeren erlebe eine besonders starke Form der Übelkeit. Meist sei eine Behandlung im Krankenhaus nötig, da das häufige Erbrechen zu starken Gewichts- und Flüssigkeitsverlusten führen kann, was unter Umständen eine Gefahr für das Kind ist.

In unserer "Eltern-Welt" auf Facebook finden Sie alles, was Eltern bewegt: Jetzt Fan werden und mitdiskutieren!

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Bauknecht Kühl-/ Gefrierkom- bis: „wenn du cool bleibst“
gefunden auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla PopkenHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Familie > Schwangerschaft

shopping-portal