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Füller - ein edles Schreibgerät

Schreibkunst – der digitalen Macht trotzen

06.01.2014, 08:40 Uhr | Sabine Kelle, wanted.de

Füller - ein edles Schreibgerät. Schreibwerkzeug für anspruchsvolle Männer. (Quelle: De La Rue)

Schreibwerkzeug für anspruchsvolle Männer. (Quelle: De La Rue)

Wie unterschreibt Mann von Welt den Millionen-Deal? Richtig, mit einem edlen Füllfederhalter. Im Zeitalter der virtuellen Medien und der digitalen Unterschrift wird die persönliche Note der eigenen Unterschrift zunehmend bedeutungsvoller. Will sich der Gentleman auf diese Werte zurückbesinnen, stillen edle und besonders luxuriöse Schreibgeräte sein Bedürfnis. Exquisite Kostproben gibt es in der Foto-Show.

Foto-Serie mit 6 Bildern

Natürlich lassen sich zärtliche Worte an die Liebste per E-Mail oder WhatsApp verschicken, aber einen echten Liebesbrief schreibt Romeo per Hand und trifft mit einer schön geschwungenen Schrift direkt in Julias Herz. Auch in anderen Lebenslagen triumphiert die persönliche Signatur über gedruckte Buchstaben. Es hat eben Stil mit einem Füllfederhalter zu unterschreiben – noch dazu mit einer besonders edlen Variante.

Schreibwerkzeug für anspruchsvolle Männer

Den Kugelschreiber Ihrer Bank oder Wäscherei lassen Sie bitte in einer Schublade verschwinden. Mit einem feinen Füllfederhalter von Montblanc, Yard-O-Led oder einer erlesenen Manufaktur haben Sie eindeutig die besseren Karten. Solche kleinen Kunstwerke vereinen Qualitätsmaterial, Präzision und Handarbeit.

Einwandfreier Tintenfluss und leichtes Gleiten über das Papier sorgen für ein wirklich beeindruckendes Schriftbild. Schließlich soll Ihr Begleiter kein alltäglicher Gebrauchsgegenstand sein, sondern Ihre Persönlichkeit und Ihren Stil ausdrücken – eben ein kompaktes Statussymbol wie Manschettenknöpfe oder eine hochkarätige Uhr.

Schreibstil im Zeichen der Zeit

Staatsmänner, Wirtschaftsbosse, Sammler und Liebhaber – sie alle greifen besonders gern zu handgefertigten Füllfederhaltern. Vor wenigen hundert Jahren stand diese Form des Schreibwerkzeuges jedoch gar nicht zur Debatte. Nach dem antiken Griffel mussten unsere Vorfahren sich an Gänsen vergreifen, um Worte auf Papier zu bannen. Das Schreiben mit der Gänsefeder war jedoch extrem unpraktisch. Das Hornmaterial nutzt sich schnell ab, es muss immer wieder neu angespitzt werden.

Mit der Industrialisierung wurden Federn später aus Stahl hergestellt – per Maschine und in großer Stückzahl. Der Federhalter bestand aus Holz oder Metall und in der Luxusfassung aus Silber, Gold, Platin, Perlmutt, Elfenbein oder Porzellan.
Um Tintenklekse und Geschmiere zu verhindern, brauchte es früher die Sandstreuer, um überflüssige Tinte aufzusaugen oder eine sogenannte Löschwippe. Unpraktisch waren ebenfalls die Tintenfässer, vor allem auf Reisen. Aber das alles nahm sein Ende mit den Entwicklungen Ende des 19. Jahrhunderts: Füllfederhalter mit konstantem Tintenfluss und Tintenbehältern im Inneren. Die Tintenpatrone aus Kunststoff findet seit 1953 Verwendung. Damit war der technische Fortschritt in Sachen Füller abgeschlossen – und gleichzeitig endete seine Hochzeit, denn der Kugelschreiber setzte sich in der Nachkriegszeit weltweit als Schreibwerkzeug durch.

De La Rue: Vom Weltmarktführer zum Luxusobjekt

Durch Weiterentwicklungen der Schreibwerkzeuge konnten Tüftler wie Lewis Edson Waterman aus den USA den Markt beherrschen. Dieser meldete 1883 den Füllfederhalter zum Patent an und gründete die Waterman pen company. Der Versailler Vetrag wurde 1919 mit einem goldenen Waterman unterzeichnet. Nach einer langen Durststrecke produzieren viele Traditionsunternehmen heute wieder für solche Kunden, die das hochpreisige Handwerk zu schätzen wissen. Zu diesen Produkten zählt beispielsweise der Onoto-Füller der britischen Firma De La Rue, seit 2005 wieder als Jubiläumseditionen im Andenken an Größen wie den Schriftsteller Charles Dickens oder die Politgröße Winston Churchill zu haben. Deutschland muss sich auf dem internationalen Schreibwaren-Markt für Anspruchsvolle nicht verstecken. Der Hersteller Montblanc aus Hamburg ist so erfolgreich, dass das Geschäft erfolgreich um Luxusuhren und Lederwaren erweitert wurde. Die Marke und ihre Produkte genießen international höchstes Ansehen. Seit 1906 haben sich die klassischen Füller mit der charakteristischen weißen Spitze kaum verändert. Aber auch hier gehören spezielle Serien zum Programm, in Erinnerung an Musiker wie Mozart, Künstler wie Picasso und Autoren wie Honoré de Balzac.

Montegrappa: Batmans Handschrift Sind Sie nicht so sehr der klassische Typ, sondern extravagant, lieben Pop-Art oder Action? Natürlich gibt es Marken, die ausgefallenere Formen in hochpreisigen Modellen umsetzen. Dazu zählt Montegrappa aus Norditalien. Seit 1912 kann die Firma berühmte Nutzer vorweisen, unter ihnen Ernest Hemingway sowie die Unterzeichner des G7-Abkommens 1994. Serien wie Elvis Presley, Batman oder Ferrari repräsentieren die Charakterzüge des Nutzers. Tatkräftige Männerhände greifen zur "Chaos-Edition", designt von Action-Hero Silvester Stallone. Für das außergewöhnliche Stück müssen Sie in der goldenen Variante allerdings mindestens 50.000 Euro einplanen. Für erfolgreiche Geschäftsabschlüsse mit Fernost empfehlen wir die aufwendig handbemalten Füllfederhalter von Pilot-Namiki. Die japanische Firma perfektioniert die 7000 Jahre alte Technik der Lackbemalung mit vielen dünnen Schichten. Anschließend werden feiner Gold-, Silber- und Kupferstaub mit dem Maki-E-Verfahren aufgetragen – das kann pro Stift bis zu drei Monaten dauern. Traditionelle Ästhetik, hoher Schreibkomfort, streng limitierte Auflagen und alle drei Jahre wechselnde Programme machen die Stifte zu beliebten Sammlerstücken. Schreibkunst: das richtige Papier nicht vergessen

Ein Füllfederhalter macht die Schrift schöner – aber manches Papier will da nicht mitspielen. Es kann Probleme mit Sättigung und Tintenfluss geben, die Schrift drückt durch oder weicht sogar das Papier auf. Bei breiteren Federn fließt mehr Tinte, daher sollte das Papier eine offene Struktur haben, die viel Flüssigkeit aufnimmt. Bei feinen Federn kann es glatter sein. Für Briefpapier und Notizbücher auf Qualität achten: Am besten Feinstpapier benutzen, das in Deutschland von ganz bestimmten Herstellern angeboten wird. Zum Beispiel von Gmund, die immer wieder mit außergewöhnlichen Ideen punkten. Passend zum Oktoberfest gab es zum Beispiel den Notizbuch-Einband aus Hopfen und Malz.

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