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Die härtesten Horrorfilme

Die härtesten Horrorfilme

30.10.2014, 14:00 Uhr | mth/wanted.de

Die härtesten Horrorfilme. Der reine Horror (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Der reine Horror (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die schlechte Nachricht zuerst: Die Lady in Rot, die Sie im Bild sehen, ist das Harmloseste an diesem Artikel. Doch wir wollen Sie ja nicht sofort erschrecken. Ab jetzt liefern wir für echte Kerle ultraharten Horror, der nicht nur zu Halloween gruselt. Lesen Sie weiter, wenn Sie sich trauen.

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Männer-Ritual an Halloween: Freunde einladen, Whisky oder edles Craft Beer öffnen, Horrorfilm anschalten, ganz gelassen bleiben. Unsere 13 Horrorfilme für Hartgesottene sind nichts für schwache Nerven und empfindliche Mägen.

So grausam sind Vampire

Beginnen wir mit einem echten Vampirfilm. Romantische Blutsauger sind seit Stephenie Meyer mit ihren "Twilight"-Romanen en vogue. Dies aber treibt jedem Horrorfreund die Tränen der Wut in die Augen. Zum Glück geht es auch anders. 2007, ein Jahr bevor "Twilight" in die Kinos kam, lieferte die Comicverfilmung "30 Days of Night" einen extrem harten Genre-Höhepunkt. Eine Horde Blutsauger unter der Führung des diabolischen Marlow (Danny Huston) fällt in eine abgelegene Kleinstadt in Alaska ein. Die Vampire sind weder geheimnisvoll noch charismatisch, sondern nur blutrünstige Bestien.

Einige der besten und härtesten Horrorfilme der vergangenen zehn Jahre stammen aus Frankreich. Einer der Protagonisten ist Regisseur Alexandre Aja, der mit seinem zweiten Spielfilm "High Tension" (2003) die französische Terrorwelle ins Rollen brachte. Kompromisslos, humorfrei und knallhart hat seine ultrabrutale Hommage an die US-amerikanischen Horrorklassiker der 70er dem Horrorgenre eine Blutauffrischung verpasst.

Aja nahm sich 2006 eines weiteren Klassikers an. Und was er aus dem Remake von Wes Cravens "The Hills Have Eyes" (1977) herausholte, stellt sogar das kultige Original in den Schatten. Die bitterbösen Details und die absolut humorlosen Gewaltdarstellungen erinnern an den Vorgänger "Haute Tension", legen gegenüber diesem allerdings noch einmal eine Schippe drauf.

Kollege Pascal Laugier hängte fünf Jahre später mit "Martyrs" die Messlatte sogar noch ein Stück höher. Sein zwischen Psychothriller und Torture Porn a la "Hostel" angesiedelter Streifen lotet die Grenzen des Zeigbaren schmerzhaft aus. >>

Er schafft es aber auch, der Handlung philosophische Tiefe zu geben. Wer bis zum Schluss durchhält, wird mit einer denkwürdigen Schlusspointe belohnt. Selten reicht ein Remake an das Original heran. Fede Alvarez gelingt dies mit "Evil Dead" (2013), seiner Neuinterpretation von Sam Raimis Kultfilm "Tanz der Teufel" (1981). Dabei ersetzt er die Komik der handgemachten Low-Budget-Effekte des Originals durch State-of-the-Art-Splatter und verpasst seinem Film einen finsteren Vintage-Look in schwarz und blutrot.

Krankes Kopfkino

Dass echter Horror auch ohne viel Blut funktioniert, zeigt der Österreicher Michael Haneke mit "Funny Games" (1997). Eine dreiköpfige Familie wird in ihrem Ferienhaus von zwei höflichen, aber skrupellos sadistischen Psychopathen grundlos gequält und schließlich getötet. Er wolle Gewalt als etwas nicht Konsumierbares darstellen, sagte Haneke über seine schwer ertragbare Satire. Das ist ihm gelungen.

Nicht weniger verstörend ist "Human Centipede" (2009) des Niederländers Tom Six. Ein durchgeknallter Chirurg (Dieter Laser) näht drei sich in seiner Gewalt befindliche Touristen an Mund und After zusammen, so dass sie zu einem "menschlichen Tausendfüßler" werden. Zwar geizt Six' Mischung aus Horror- und Arthouse-Film mit expliziten Bildern. Die Grundidee des Films ist aber so krank, dass das Kopfkino des Zuschauers sein Übriges zu einem der unappetitlichsten Filmerlebnisse der letzten Jahre tut.

Aber zurück zu den expliziteren Vertretern des Horrorfilms. Bevor es Peter Jackson nach Mittelerde verschlug, lieferte er drei in Fan-Kreisen hoch geschätzte Fun-Splatterstreifen ab. Den Höhepunkt bildet dabei sicherlich "Braindead" (1992). Allein im großen Finale, wenn sich Hauptfigur Lionel Cosgrove (Timothy Balme) mit einem Rasenmäher durch eine Zombiehorde metzelt, wurden 20 Liter Kunstblut pro Sekunde verspritzt. Dank jeder Menge Slapstick geht das Schlachtfest sogar als Komödie durch. >>

Eine nicht ganz so deftige aber definitiv kaputtere Splatter-Orgie lieferte Kultmusiker Rob Zombie mit seinem Regiedebüt "Haus der 1000 Leichen" (2003) ab. Vier junge Erwachsene geraten in die Fänge der Psychopathen-Familie Firefly, die ihre grausamen Spielchen mit ihnen treibt. Zwar erfand Rob Zombie das Genre nicht neu, schaffte aber mit den grotesken Charakteren, scheußlich-schönen Bildern und nicht zuletzt einem angemessenen Metal-Soundtrack eine comichaft-bunte Variante des Splatterhorrors. Auch Robert Rodriguez ("Sin City", "Machete") beweist alle Jahre wieder, dass er ein Herz für liebevoll inszenierten Trash mit netten Splattereinlagen hat. In "Planet Terror" (2007) nimmt er sich des Zombiefilms mit viel derbem Humor und liebevoll gestalteten Ekeleffekten an. Zum nicht gerade unbekannten Personal gehören unter anderem Rose McGowan, Josh Brolin, Bruce Willis sowie Rodriguez und sein Kumpel und Mitproduzent Quentin Tarantino.

Unübertroffene Klassiker

Apropos Zombiefilm: In diesem Zusammenhang kommt man einfach nicht an George A. Romeros Klassiker "Zombie" ("Dawn of the Dead", 1978) vorbei. Die Kombination aus Spannung, Dramatik und gesellschaftskritischen Aspekten mit Gewalt- und Splatterexzessen nimmt auch über 35 Jahre nach ihrer Entstehung noch gefangen und stand unter anderem für die Erfolgsserie "The Walking Dead" Pate. Auch ein weiterer Klassiker des Horrorfilms darf hier nicht fehlen. "Hellbound" (1988), die Fortsetzung von Clive Barkers Horror-Meilenstein "Hellraiser" (1987), entführt die Zuschauer noch tiefer in die Welt der dämonischen Zenobiten. Zwar ist die Handlung etwas verwirrend, dafür leisten die Maskenbildner und Set-Designer ganze Arbeit und präsentieren ein albtraumhaft fantastisches Sado-Maso-Wunderland. Zum Schluss unserer Liste noch ein wenig Monster-Horror. In "The Descent - Abgrund des Grauens" (2005) schickt Regisseur Neil Marshall eine sechsköpfige Höhlenexpedition auf einen Höllentrip. Nachdem sich die jungen Frauen im Gänge-Labyrinth einer bislang unbekannten Höhle in den amerikanischen Appalachen verirrt haben, werden sie nach und nach von mutierten Mensch-Fledermaus-Hybriden getötet. Der hochspannende, actionreiche, kompromisslose und natürlich auch sehr blutige Streifen gehört zu den besten Creature-Horrorfilmen seit "Alien". Gruselige Impressionen mit einer detaillierten Beschreibung finden Sie in unserer Fotoshow.

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