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Das sind die fünf gefährlichsten Betrugsmaschen im Alltag

So können Sie sich schützen  

Das sind die fünf gefährlichsten Betrugsmaschen im Alltag

Von Silke Ahrens

27.08.2018, 17:47 Uhr
Das sind die fünf gefährlichsten Betrugsmaschen im Alltag. Vorsicht vor der Paket-Trick-Falle. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/comzeal)

Vorsicht vor der Paket-Trick-Falle. (Quelle: comzeal/Thinkstock by Getty-Images)

Einmal nicht aufgepasst und schon sind die Wertsachen weg. Die Angst bestohlen zu werden, kennt wahrscheinlich jeder. Im Interview mit t-online.de deckt Polizeikommissar Heide die gängigsten Betrugsmaschen im Alltag auf und gibt Tipps, wie Sie sich vor Diebstahl schützen können. 

1. Paket-Trick-Falle

Viele Menschen sind schon einmal in die Paket-Trick-Falle getappt. Die Masche: Die Briefkästen im Haus werden aufgebrochen und die Paketscheine gestohlen. Dann klingelt ein Unbekannter und gibt sich zum Beispiel als Bruder oder Schwester des Nachbarn aus und will das Paket abholen.

Wenn Sie bemerken, dass die Briefkästen im Haus aufgebrochen wurden, sollten Sie auf der Stelle handeln. "Sofort bei der Polizei anzeigen, selbst wenn man denkt, dass es sich nur um Kleinigkeiten handelt", rät Experte Heide aus dem Revier Lutherstadt Wittenberg. "Am besten den Sachverhalt dokumentieren, das heißt, ein Foto davon machen, und sich merken, wann man das festgestellt hat. Wenn die Briefkästen innen hängen, von außen prüfen, ob an der Tür Spuren zu finden sind. Dadurch kann man manchmal schon ausschließen, ob es jemand war, der Zugang zum Haus hat."

Wenn ein Unbekannter ein Paket abholen will: "In diesem Fall immer misstrauisch sein und sich den Personalausweis zeigen lassen, das wird bei der Post auch so gehandhabt. Die Tür am besten nur halb öffnen, damit man sie im Notfall schnell zuschlagen kann und dem Unbekannten ruhig ein paar Fragen stellen", empfiehlt Heide.

Will der Unbekannte sich im schlimmsten Fall Zutritt zur Wohnung mit einem Messer verschaffen und Sie konnten ihn abwehren, sollten Sie natürlich auch sofort die Polizei verständigen. "Schildern Sie dann den Sachverhalt und geben Sie eine Personenbeschreibung. Dann wird eine Tatortbereichsfahndung eingeleitet und es werden sofort Kräfte rausgeschickt."

2. Enkeltrick

"Dafür werden gezielt ältere Menschen aus dem Telefonbuch ausgewählt und angerufen. Fremde Personen geben sich dabei als der Enkel oder der Neffe aus und fragen nach Geld, weil sie sich zum Beispiel ein Auto kaufen wollen oder ganz hohe Schulden hätten", sagt der Kommissar. Die Notlage wird dabei als äußerst dringlich dargestellt. Sobald sich die älteren, oftmals auch demenzkranken Menschen bereit erklären, den Geldbetrag zu zahlen, wird dieser meist über Mittelsmänner an der Haustür abgeholt oder an einem Treffpunkt, wie zum Beispiel der jeweiligen Bank übergeben.

Auch bei dieser Masche hat der Experte ein paar Tipps parat. "Gegen diesen Trick können sich die Menschen am besten wehren, indem sie der Person am Telefon Fragen stellen, die nur der Enkel beantworten kann oder wenn sie im Wohnheim leben, sich zuerst an ihren Betreuer wenden. Bei solchen Anfragen sollten Sie immer misstrauisch sein und wenn Sie merken, dass es sich um eine Betrugsmasche handelt, sollten Sie am besten einen Treffpunkt vereinbaren und diesen der Polizei melden. Auf gar keinen Fall selbst zu diesem Treffpunkt kommen."

3. Antanztrick

Für diese Masche suchen sich die Täter meist Menschen aus, die augenscheinlich angetrunken sind. Durch das Antanzen werden diese abgelenkt und ihnen wird während des Körperkontakts das Portemonnaie gestohlen.

4. Ringtrick

Beim Ringtrick gehen die Täter mit Messingringen, die teuer aussehen, aber meist nur einen Wert im Centbereich haben, auf Passanten zu. Diese angeblichen Fundstücke wollen sie ihnen dann gegen einen Finderlohn von beispielsweise 50 Euro "schenken". Eine Variation davon ist, dass sich die Täter Geld bei Menschen leihen und den Ring als Pfand zurücklassen, danach aber nie wieder auftauchen.

5. Jacke-Jacke-Trick

Wenn jemand im Restaurant seine Jacke an die Stuhllehne hängt, setzen sich die Täter dem Opfer gegenüber, also Rücken an Rücken, und hängen ihre Jacke ebenfalls an die Stuhllehne. Wenn das Portemonnaie des Opfers in der Jackentasche steckt, greifen die Täter mit ihren Händen durch ihre Jacke in die andere Jacke.

Wie kann man sich vor Diebstahl schützen?

Folgende Verhaltensweisen sollten Sie beachten, wenn Sie sich vor Diebstahl schützen wollen:

  • Tragen Sie Wertgegenstände nah am Körper, zum Beispiel das Portemonnaie in der Innenseite der Jacke
  • Halten Sie die Handtasche immer geschlossen und tragen Sie sie mit dem Reißverschluss nach vorne
  • Legen Sie das Handy nicht offensichtlich auf den Tisch im Restaurant oder holen Sie es gar nicht erst heraus
  • Vermeiden Sie Gedränge
  • Halten Sie Abstand zu Unbekannten und verhindern Sie Körperkontakt
  • Tragen Sie nur geringe Geldmengen bei sich
  • Hängen Sie Taschen und Jacken im Restaurant nicht an den Stuhl

Welche Gegenstände werden am häufigsten geklaut?

"Das Ziel ist in den meisten Fällen die Geldbörse. Größtenteils wird einfach das Geld herausgenommen und das Portemonnaie findet sich in der Nähe wieder. Das gleiche gilt für Handtaschen. Und sonst werden Wertgegenstände wie das Handy am häufigsten geklaut", sagt der Polizeikommissar.

Was ist zu tun, wenn etwas gestohlen wurde?

"Wenn das Portemonnaie geklaut wurde, muss meist der Personalausweis und der Führerschein neu beantragt werden und einige Wertgegenstände sind versichert – also führt der erste Weg immer zur Polizei", erklärt der Experte. "Dort macht der Geschädigte eine Anzeige, gibt den Sachverhalt an und eine Personenbeschreibung ab. Dann erhält er eine Anzeigenbescheinigung und mit dieser geht er zur Versicherung und den Ämtern."

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