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Zur WM 2018: Die deutsche Nationalhymne – sind Sie textsicher?

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Sind Sie textsicher?  

Die deutsche Nationalhymne

23.06.2018, 16:57 Uhr | nf, t-online.de

Zur WM 2018: Die deutsche Nationalhymne – sind Sie textsicher?. Hand auf dem Herz (Quelle: Getty Images/SeanShot)

Nationalhymne: Viele Fans singen die Hymne ihres Landes mit. (Quelle: SeanShot/Getty Images)

Vor allem jetzt zur Fußball-WM, aber auch bei anderen sportlichen Ereignissen ist sie oft zu hören: die deutsche Nationalhymne. Wie lautet eigentlich der vollständige Text? Und wie wurde das Lied zur Deutschlandhymne?

Der Text der Nationalhymne ist seit 1991 die Dritte Strophe des Liedes der Deutschen, auch Deutschlandlied genannt, geschrieben von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben auf Helgoland. Die Melodie entstammt dem 1796/06 von Joseph Haydn komponierten Kaiserlied. 

Portrait von Franz Joseph Haydn: Der österreichische Komponist schuf den Text, der heute als deutsche Nationalhymne dient. (Quelle: imago)Portrait von Franz Joseph Haydn: Der österreichische Komponist schuf den Text, der heute als deutsche Nationalhymne dient. (Quelle: imago)

Text der Deutschen Nationalhymne

Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand –
|: Blüh’ im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland! :|

Geschichte der deutschen Nationalhymne

Von der Gründung des deutschen Staates 1876/71 bis 1922 gab es keine offizielle deutsche Nationalhymne. Reichspräsident Friedrich Ebert entschied 1922, dass die dritte Strophe des Liedes der Deutschen die Nationalhymne ein soll. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde dieses Lied behalten, die Nazis spielten aber nach der ersten Strophe zusätzlich ihre Parteihymne. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg war in der amerikanischen Besatzungszone das öffentliche Singen der Hymne untersagt. Schließlich machte sich der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer dafür stark, das Singen wieder einzuführen. Jedoch sollte bei staatlichen Veranstaltungen nur die dritte Strophe gesungen werden. Zustimmung fand Adenauer beim Bundespräsidenten Theodor Heuss. 1991 stellten ihre Nachfolger, Bundeskanzler Helmut Kohl und Bundespräsident Richard von Weizsäcker, fest, dass die dritte Strophe des Deutschlandliedes die Nationalhymne sei.

Im Gegensatz zur ersten und zweiten Strophe des Deutschlandliedes ist die dritte Strophe als Nationalhymne, welche las staatliches Symbol gilt, in besonderer Weise vor Verunglimpfung geschützt. Allerdings können sich Schöpfer von Nachdichtungen und Parodien auf die Kunstfreiheit berufen. Das Singen der ersten Strophe gilt als verpönt.


Der gesamte Text des Deutschlandliedes

Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt,
Wenn es stets zu Schutz und Trutze
Brüderlich zusammenhält,
Von der Maas bis an die Memel,
Von der Etsch bis an den Belt –
Deutschland, Deutschland über alles,
Über alles in der Welt!

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang
Sollen in der Welt behalten
Ihren alten schönen Klang,
Uns zu edler Tat begeistern
Unser ganzes Leben lang –
Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang!

Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand –
Blüh’ im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland!

Hintergründe zum Deutschlandlied

August Friedrich Hoffmann von Fallersleben verfasste das Lied der Deutschen am 26. August 1841 auf Helgoland. Mit dem Lied wies er die Gebietsansprüche Frankreichs auf das Rheinland während der Rheinkrise zurück. Er schuf das Lied zur Melodie des Liedes Gott erhalte Franz, den Kaiser von Joseph Haydn. 

Die Verse "Von der Maas bis an die Memel, von der Etsch bis an den Belt" umgrenzen das besungene Land geografisch. Die Maas floss durch das Herzogtum Limburg, die Etsch fließt durch Südtirol, die Flüsse begrenzten den Deutschen Bund damals tatsächlich. Der (kleine) Belt), eine Meeresenge, und die Memel gehörten geografisch damals (noch) nicht zum Deutschen Bund, wurden aber wegen der dort lebenden deutsch sprechenden Bevölkerung als Teil des zu schaffenden Deutschlands betrachtet.

Verwendete Quellen:

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