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Weihnachten: So viele Pakete wie noch nie erwartet

Von dpa
07.11.2019Lesedauer: 2 Min.
Pakete liegen in einer Zustellbasis der Deutschen Post: Der Online-Handel lässt Deutschlands Paketberge weiter wachsen.
Pakete liegen in einer Zustellbasis der Deutschen Post: Der Online-Handel lässt Deutschlands Paketberge weiter wachsen. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa-bilder)
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Alle Jahre wieder vermeldet die Paketbranche einen Rekord zu Weihnachten. Das Geschäft brummt, wenn die Menschen am Jahresende auf digitale Shoppingtouren setzen statt auf Bummeln in der City.

Der Online-Handel treibt die Paketberge in Deutschland auf einen Höchststand. Im diesjährigen Weihnachtsgeschäft würden private Endkunden schätzungsweise 355 Millionen Sendungen bekommen und damit etwa sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, heißt es in einer Prognose, die vom Bundesverband Paket und Expresslogistik (Biek) publiziert wurde.

Um die Paketmengen meistern zu können, müssen die Firmen in dieser Zeit der Marktanalyse zufolge rund 25.000 zusätzliche Zusteller einsetzen. Das Weihnachtsgeschäft startete für die Paketbranche bereits Anfang November, es dauert bis zum 31. Dezember.

690 Millionen Sendungen erwartet

Die Mengen lassen sich schon jetzt relativ präzise abschätzen, da Händler und Logistiker im regen Austausch miteinander stehen über die erwarteten Bestellungen – dadurch können die Paketdienstleister ihre Kapazitäten entsprechend hochfahren.

Insgesamt fahren die Transporter im diesjährigen Weihnachtsgeschäft wohl rund 690 Millionen Sendungen durch die Gegend – in etwa die Hälfte davon entfällt auf das Privatkundengeschäft und die andere Hälfte auf Lieferungen an Firmenkunden. Pro Werktag werden in dieser Zeit durchschnittlich circa 14 Millionen Pakete sowie – im kleineren Umfang – Sendungen von Express- und Kurierfahrern zugestellt. Die Spitze liegt bei etwa 19 Millionen pro Tag.

Zu der Branche gehören die Deutsche Post DHL, Hermes, DPD, GLS und UPS. Hermes rechnet nach eigenen Angaben mit mehr als 85 Millionen Sendungen im Weihnachtsgeschäft, was ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr wäre. "In Anbetracht der weiterhin wachsenden Paketmengen in Kombination mit dem steigenden Personalbedarf auf einem nahezu leergefegten Arbeitsmarkt ist das Weihnachtsgeschäft für die gesamte Logistikbranche jedes Jahr eine Herausforderung", erklärte Hermes-Manager Marco Schlüter, der für das operative Deutschlandgeschäft seiner Firma zuständig ist. Wie bereits 2018 müssen Händler, die ihre Pakete über Hermes versenden, in der Weihnachtszeit einen Aufpreis zahlen.


Der Marktführer, die Deutsche Post DHL, erwartet in Deutschland einen Mengenanstieg um sechs bis acht Prozent im Dezember. An den Tagen direkt vor Heiligabend dürfte das Unternehmen pro Tag mehr als elf Millionen Paketsendungen zustellen. Zum Vergleich: Im Jahresschnitt liegt der Tageswert bei nur fünf Millionen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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